Es gab lange keine Updates, das tut mir leid. Es lag nicht daran, daß es keine Fortschritte gab, sondern daran, daß zu viel zu tun ist. Im wesentlichen ist Li mit dem Streichen der Wände und dem Tapezieren beschäftigt, während ich das Vinyl im Erdgeschoss verlegt habe. Hier ein kurzer Eindruck davon:
Leider geht es in Wirklichkeit nicht ganz so schnell. Eine Sekunde in dem Video entspricht gut 4 Minuten (genau 250 Sekunden) in der Realität.
Gestern sind wir wieder nach Stromberg gefahren und haben die letzten Badmöbel, die noch in Düsseldorf lagerten, dahin verfrachtet. Außerdem haben wir die restlichen Packungen Hartvinyl für den Bodenbelag mitgenommen.
Die Fliesenleger haben weiter gute Fortschritte gemacht. Die Treppe vom Erdgeschoss ins Obergeschoss ist in der vergangenen Woche fertig gefliest worden und darf nun (vorsichtig) betreten werden.
Die Fertigstellung der Bäder im Kellergeschoss und im Erdgeschoss hängt nun an der Installation der Duschwannen. Das wollen wir in dieser Woche selber erledigen, während der Fliesenleger die Treppe zwischen Kellergeschoss und Erdgeschoss fliest. Da kommt man sich leider in die Quere, denn eigentlich müssten wir mehrmals die Treppe benutzen. So müssen wir halt jedesmal außenherum gehen.
Fliesen der Treppe
Jede Treppenstufe wird mit Mörtel auf die passende Höhe aufgefüllt. Das sind jeweils noch einige Zentimeter. Auf diesen noch feuchten Mörtel wird dann die Fliese mit Fliesenkleber aufgesetzt. Das scheint uns etwas „unorthodox“, aber es funktioniert. Die Fliesen können direkt nach dem Legen vorsichtig betreten werden. Es ist sogar so, daß sich der Fliesenleger von unten nach oben vorarbeitet, also jeweils die frisch gelegte Fliese belastet.
Das Setzen der Duschwannen ist, wenn man es einmal gemacht hat, eigentlich auch kein Hexenwerk mehr. Sie werden auf einen Alurahmen aufgesetzt, der vorher justiert werden muß. Der Rahmen hat eine Ablaufrinne für den Fall, daß doch irgendwo Wasser durchsickert. Diese Ablaufrinne ist über einen Schlauch mit dem Siphon verbunden. Außen sind Matten angeklebt, die das Wasser in diese Rinne leiten sollen.
Rahmen für die Duschwanne.
Größere Wannen sollen nicht nur auf dem Rahmen aufliegen, sondern auch in der Mitte abgestützt werden. Im Erdgeschoss haben wir dafür gestapelte und verschraubte Kanthölzer mit einer Moosgummiauflage verwendet. Das sollte funktionieren. Der Siphon wird an den Abfluß angeschlossen und passend unter dem Loch der Duschwanne positioniert. Er wird hinterher von oben mit drei Schrauben wasserdicht festgeschraubt. Bevor die Duschwanne auf diese Unterkonstruktion gelegt wird, muß ein wasserdichtes Knetband umlaufend auf den Alurahmen festgedrückt werden. Es dichtet den Raum unterhalb der Duschwanne gegen Wasser aus der Ablaufrinne ab.
Duschwanne vor dem Fliesen.
Nachdem der Unterbau fertig ist, muß die Wanne nur noch aufgelegt und angedrückt werden. Das sollte man zu zweit machen, denn gerade die größeren Wannen sind nicht ganz leicht, vor allem sind sie aber unhandlich. Wenn sie liegt, geht man mehrmals auf Strümpfen am Rand entlang und drückt sie so durch das Körpergewicht fest an. Den Rest machen dann die Fliesenleger und am Schluß kommt wieder unser Einsatz, wenn Duschwände und Armaturen installiert werden.
Während ich die Duschwannen setze, streicht Li die Decken des Wohnzimmers und des Hauswirtschaftsraumes zum erstenmal. Das ist keine leichte Arbeit, man holt sich Schwielen an den Händen und verzieht sich Schultern und den Nacken.
Am nächsten Tag ist der Anstrich getrocknet und man kann die Knubbel und Dellen bei schrägem Scheinwerferlicht gut erkennen. Sie entstehen an den Stoßkanten und durch kleine Fehler in der Filigrandecke. Zum Glück sind es nicht viele. Knubbel stoßen wir mit der Spachtel ab, Dellen werden mit Spachtelmasse begradigt. Diese Stellen werden, wenn die Spachtelmasse fest ist, mit einem Exzenterschleifer geglättet und vor dem zweiten Anstrich nochmal mit Farbe überpinselt.
Zum Glück haben wir schon vor einiger Zeit die Idee verworfen, selbst zu Fliesen. Das herumkriechen auf dem Boden ist nichts mehr für Senioren.
Wie geplant hat also in dieser Woche der Fliesenleger mit seiner Arbeit begonnen und dafür, daß er erst drei Tage beschäftigt war, hat er gute Fortschritte gemacht:
Die Fliesenleger sind da!Wandfliesen im Bad des Kellergeschosses am Vorbau für Waschbecken und Toilette.Wandfliesen im Bad des Kellergeschosses an der Außenwand.
Die Wände im Bad des Kellergeschosses sind bereits ziemlich weit gefliest. Da hätten wir selbst sicherlich deutlich länger für gebraucht.
Die Dusche wird vor dem Fliesen nochmal mit einem wasserundurchlässigen Anstrich versehen.
Die Wand um die Dusche herum ist grundiert und mit wasserfestem Anstrich versehen. Hier wird dann in der nächsten Woche weitergemacht, wenn alles trocken ist.
Eine verirrte Meise mit Kopfschmerzen. Sie ist gegen das Fenster geflogen.
Am späten Nachmittag verirrt sich eine Meise im Erdgeschoss. Sie hat durch das offene Rohr für die zukünftige Klimaanlage den Weg ins Haus gefunden, ohne sich aber den Rückweg zu merken. Als sie uns bemerkt, wird sie panisch und fliegt mehrfach gegen ein geschlossenes Fenster. Erst also sie hilflos zuckend auf dem Boden liegt, können wir sie fassen. Sie taumelt und macht keinen guten Eindruck. Ganz bestimmt hat sie Kopfschmerzen. Auf der Hand kommt sie nach und nach wieder zu sich, denkt aber nicht ans Flüchten. Das geht so für 15 bis 20 Minuten, dann wirft sie etwas Ballast ab und fliegt weg. Naja, wir hoffen, daß sie es überlebt hat. Das Loch ist natürlich inzwischen gestopft.
Am 23.11. soll nun endlich die PV-Anlage in Betrieb genommen werden. Sie ist bereits sein einigen Wochen fertig angeschlossen, aber es hieß zunächst, daß jemand vom Stromversorger beim Einschalten dabei sein muß. Das hat sich nun als Falschmeldung herausgestellt und so hätten wir eigentlich schon seit ein paar Wochen den selbst erzeugten Strom nutzen können. Nunja, was will man lamentieren, irgendwas ist halt immer.
Dummerweise braucht der Elektriker zur Inbetriebnahme einen Internetanschluß, den wir aber noch nicht haben. Daß er ein GSM Modem mitbringen wollte, hatte er natürlich schon wieder vergessen. Also muß er nochmal nach Hause fahren, um dieses GSM Modem besorgen. Wie zu erwarten war, funktioniert es auch nicht gleich und so steht die Sonne schon fast am Horizont, als die Anlage dann endlich läuft. Der Ladezustand der Akkus steht bei 22% und als erstes muß die Akkukapazität kalibriert werden, indem sie bis auf 100% geladen werden. Die Akkus dürfen nur von den PV-Paneelen geladen werden, nicht aus dem Netz. Die Gesetzeslage ist abstrus und nicht unmittelbar verständlich. Da in der jetzigen Jahreszeit und bei der nebligen Wetterlage nur ein bis zwei Kilowattstunden am Tag hereinkommen, wird die Anlage nun ein paar Tage mit dem Laden der Akkus beschäftigt sein. Daher können wir die Notstromfunktion leider noch nicht testen.
Hier ein Foto der Statusanzeige des Wechselrichters am Sonntagnachmittag:
Am frühen Sonntagnachmittag sind die Akkus zu 66% geladen. Die Paneele liefern noch knapp 500W elektrische Energie. Das reicht nicht, um die Akkus bis Sonnenuntergang voll zu bekommen.
Wir pendeln nun regelmäßig möglichst einmal in der Woche mit beladenem Anhänger von Düsseldorf nach Stromberg. Am 16.11. ist es wieder soweit. Diesmal schaffen wir Badkeramik nach Stromberg, die schon länger bei uns im Keller lagert. Die seit Mittwoch laufende Trocknung des Estrichs wird voraussichtlich viel Feuchtigkeit ins Haus bringen, so daß wir bislang nur die robusteren Dinge runterschaffen. Auch die Fahrräder nehmen wir mit, die brauchen wir im Winter in Düsseldorf nicht mehr.
Für den kommenden Montag ist der Fliesenleger angekündigt. Wenn der loslegt, wollen wir die Decken in den betroffenen Räumen gestrichen haben, weil man sonst beim Streichen alles wieder versaut. Bedauerlicherweise müssen wir daher die Einladung von Tina am Sonntag absagen.
Die Arbeit geht diesmal ganz gut von der Hand, die Trocknung des Estrichs läuft auf vollen Touren (200 kWh/Tag = 40 € Stromkosten). Wir müssen nicht mehr frieren, sondern kommen wegen der recht hohen Luftfeuchtigkeit sogar ziemlich ins Schwitzen. Bis Sonntagabend sind in den Räumen, die gefliest werden sollen, alle Decken zweimal gestrichen. Wir sind zufrieden. Inzwischen haben wir auch schon den Kühlschrank in Betrieb genommen und unsere alte Mikrowelle aus Düsseldorf tut auf der Baustelle auch ihren Dienst. So können wir nach getaner Arbeit ein kühles Bier bei der warmen Mahlzeit genießen.
Abendessen auf der Baustelle nach getaner Arbeit.
Wir fahren am 08.11. wieder mit einem vollen Anhänger nach Stromberg. Wir wollen weitere Decken streichen und im Anschlußraum zur Garage ein Ausgußbecken installieren.
Als wir am 09.11. auf der Baustelle ankommen, blicken wir in die verzweifelten Gesichter des Installateurs und des Elektrikers. Es ist ihnen auch mit vereinten Kräften nicht gelungen, die Kühlmittelleitungen, die die Wärme vom Außenteil der Heizung zum Innenteil transportieren, durch die Leerrohre zu ziehen. Wir versuchen es zu dritt, zunächst von innen, dann von außen. Auch das Einbringen eine Kabels zum Durchziehen der Leitungen schlägt fehl. Es ist keine Frage von Kraft, die Kühlmittelleitungen verheddern sich irgendwo. Wir geben auf und bestellen für den kommenden Montag einen Baggerfahrer, um die Leerrohre aufzubaggern. Ein Bagger steht zufällig noch herum. Die Inbetriebnahme der Heizung wurde zwischenzeitlich auf den kommenden Mittwoch verlegt, weil ein Klimatechniker des Herstellers vor Ort sein muß, um die Kühlmittelleitungen zu evakuieren und mit Kühlmittel zu befüllen.
Wir nutzen das Wochenende für weitere Knochenarbeiten über Kopf. Wir schleifen Decken und streichen sie teils zweimal. Das Haus ist inzwischen auch recht kalt und das ganze ist nur mit Schmerzmitteln und halbwegs warmer Kleidung zu ertragen. Da müssen wir durch, denn schließlich kommen nur die Harten in den Garten. Wir sind aber froh, daß das mit dem Deckenanstrich so gut funktioniert. Wir bekamen von mehreren Seiten die Empfehlung, die Decke vor dem Anstrich zu tapezieren. Das erscheint uns unnötig und vermutlich hätte man auch hier und da die Stoßkanten gesehen.
Als wir am späten Vormittag des Montags an der Baustelle ankommen, sind die Kühlmittelleitungen bereits fertig eingezogen. Die Leerrohre wurden wie geplant aufgebaggert und waren nun auch schon wieder zugeschüttet. Nur noch der Elektriker ist vor Ort. Er erklärte, daß es in den Leerrohren eine Abzweigung nach unten gab, die zum Entwässern vorgesehen war. Dort hatten sich die Kühlmittelleitungen verfangen. Nun steht der Inbetriebnahme am Mittwoch nichts mehr im Wege.
Endlich haben wir auch die Muße, mal ein paar Fotos zu machen:
Das Innenteil der Heizung im Technikraum. Es beinhaltet im wesentlichen den Verflüssiger, den Wärmetauscher und den Warmwasserspeicher. Links sieht man die noch nicht angeschlossenen Kühlmittelleitungen und rechts oben den Vorlauf und den Rücklauf für die Fußbodenheizung.Dieses Foto zeigt das Außenteil, das den Kompressor, den Verdampfer und zwei Lüfter beinhaltet. Die durchgeblasene Luft wird merklich abgekühlt.Die Kühlmittelleitungen sind auch am Außenteil noch nicht angeschlossen. Die Verklebung des Rohres zeugt nicht gerade von großer Professionalität. Da werden wir regelmäßig prüfen müssen, ob es noch halbwegs dicht ist.
Nach langem Warten ist es nun endlich soweit: der Installateur beginnt mit der Heizungsinstallation. Die Heizung soll am Freitag dieser Woche geliefert und aufgebaut werden. Bis dahin sollen alle Vorbereitungen abgeschlossen sein, der Heizkreislauf soll mit Wasser befüllt sein und das Fundament für den Kompressor soll stehen.
Wir haben uns für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe von der Firma Viessmann entschieden, die letztlich wie ein Kühlschrank oder eine Klimaanlage funktioniert. Sie besteht aus einer Vitocal 200‑S Außeneinheit mit Kompressor, Verdampfer und Ventilator, sowie der Vitocal 222‑S Inneneinheit mit Verflüssiger, Wärmetauscher und 220l Warmwasserspeicher. Die Außeneinheit steht vor dem Gästezimmer im Erdgeschoss auf einem Betonfundament, die Inneneinheit steht im Technikraum. Neben der Heizung ist diese Wärmepumpe auch für die Bereitstellung von Warmwasser zuständig.
Wir erwarten, daß die Wärmepumpe über’s Jahr gemittelt aus 1 kWh elektrischer Energie und der Wärmeenergie der Umgebungsluft etwa 4 kWh nutzbarer Wärmeenergie gewinnt. Für den Betrieb dieser Wärmepumpe gibt es elektrische Energie zum Sondertarif von etwa 20ct/kWh. Dafür kann der Stromversorger mehrmals am Tag für eine bestimmte Maximalzeit den Strom abdrehen, um den Verbrauch in Stoßzeiten etwas zu reduzieren.
Wir sind bei der Installation nicht vor Ort, fahren aber am Sonntag, den 04.11. wieder hin. Wir haben endlich die schon vor einiger Zeit bestellte Küche für die Einliegerwohnung im Keller abgeholt, nachdem der Lieferant angedroht hat, ab November Lagerkosten zu berechnen. Da die Küche nun schon auf Anhänger und im Auto verladen ist, sparen wir uns das nochmalige Zwischenlagern in Düsseldorf und fahren sie gleich zum Bestimmungsort nach Stromberg. Für’s Ausladen werden starke Leute gebraucht und so sind wir froh, daß Gunter und Gernot sich anbieten, aus Wöllstein zu kommen und zu helfen. Wir halten uns nicht auf und fahren am selben Tag wieder zurück nach Düsseldorf. Sonntags ist normalerweise der angenehmste Tag auf der Autobahn, gerade wenn man wegen des Anhängers auf 80 km/h beschränkt ist und auf weiten Strecken nicht überholen darf.
Gestern sind wir wieder mit Anhänger nach Stromberg gefahren. Die Hauptladung war diesmal eine recht schwere verzinkte Stahltür als Eingangstür für den Anschlußraum, sowie einige Kanister Grundierung und zwei Eimer Wandfarbe. Wir rechnen damit, daß in Kürze das Garagentor eingebaut wird und wollen vorher die Garage streichen. Außerdem haben wir einige Tische, ein paar bequemere Campingstühle und ein selbstgebautes Regal mitgenommen.
Der Torbauer ist uns zuvorgekommen. Sowohl das Garagentor wie auch die Sicherheitstür von der Garage ins Kellergeschoss sind bereits montiert.
Geschlossenes Garagentor von AußenGeschlossenes Garagentor von InnenGeöffnetes Garagentor von Innen
Wenn die mal sonst immer so schnell wären! Nun gut, es ist wirklich kein Problem, wir können um das Tor herum streichen. Die Fotos oben zeigen den bereits vollendeten ersten Anstrich. Ob ein zweiter Anstrich nötig ist, sehen wir dann beim nächsten Besuch.
Als wir Montagmorgen aus der Baustelle ankommen, ist ein Fliesenleger vor Ort, der den Technikraum bereits halb gefliest hat. Die Herrschaften haben einen anderen Arbeitsrhythmus als wir! Er will heute noch fertig werden und morgen die Sockelfliesen ankleben und ausfugen. Nunja, auf ebenem Boden ist das kein Hexenwerk, aber seine Arbeit kann sich sehen lassen.
Der fertig geflieste Technikraum
Wir sind sehr zufrieden, denn es deutet darauf hin, daß in Kürze der Installateur und der Elektriker ihre Arbeiten fortsetzen.
Wir bleiben bis Donnerstag und haben eine arbeitsreiche (knappe) Woche. Außer den Malerarbeiten haben wir den Fliesenspiegel im Anschlußraum ausgefugt, die Toilette provisorisch angeschlossen und die Stahltür eingebaut.
Die provisorisch installierte Toilette ist benutzbar, wenn man den Spülkasten von Hand mit einem Eimer befüllt. Es gibt leider noch kein fließendes Wasser.Die Stahltür zum Anschlußraum ist befestigt, muß aber noch ausgerichtet und eingeputzt werden.
Außerdem haben wir ein paar weitere kleinere Arbeiten erledigt. Wir haben von Gernot eine Deckenschleifmaschine geliehen, mit der die gespachtelten Fugen in der Decke glattgeschliffen werden können. Das haben wir in zwei Zimmern im Obergeschoss bereits ausgetestet. Es funktioniert gut. Beim nächsten Besuch können wir beginnen, die Decken zu tapezieren und anschließend zu streichen. Aber leider sind in den meisten Räumen die Fugen der Elementdecken noch nicht gespachtelt. Das ist Aufgabe des Bauunternehmers.
Bevor wir am Donnerstagabend wieder zurückfahren, wollen wir noch den Rest der Grundierung gegen die Wände sprühen. Das ist eine Aufgabe für Leute in Schutzkleidung.
Unser Campingplatz schließt eigentlich Ende Oktober. Wir konnten unseren freundlichen Gastgeber aber überzeugen, daß wir einen Monat länger bleiben können. Er wird aber wegen Frostgefahr die Wasserversorgung abdrehen, so daß wir den Tank im Wohnwagen mit der Gießkanne befüllen müssen. Das ist lästig, aber im vergangenen Winter haben wir das auch so gemacht. Anders als auf der Baustelle haben wir dann immerhin fließendes kaltes und warmes Wasser zur Verfügung. Wir denken daß wir ab Ende November im Haus übernachten und dann auch eine Toilette und ein Waschbecken benutzen können.
Gestern sind wir mit beladenem Anhänger von Düsseldorf nach Stromberg gefahren. Als Ladung hatten wir außer dem nötigen Werkzeug noch den 19″ Netzwerkschrank, die 90cm Satellitenschüssel, 3 Pack Fliesen mit Kleber sowie eine Toilettenschüssel dabei. Die Estrichleger haben ihren Sand so geschickt in die Einfahrt gekippt und breit verteilt, daß wir leider nicht mehr mit dem Auto auf den Hof fahren konnten. Wir mussten auf dem schrägen und beengten Platz vor dem Gästezimmer parken und von dort die schweren Sachen in den Keller tragen.
Bis auf das Streichen des Technikraums und einiger weiterer Kleinigkeiten haben wir bisher noch keine nennenswerten Eigenleistungen erbracht. Aber heute geht es los! Während Li die Fliesen legt, montiere ich den Netzwerkschrank und die Satellitenschüssel.
Der Fliesenspiegel im Anschlußraum. Vor dem Ausfugen mit provisorisch montiertem Spülkasten.Montage des Netzwerkschranks zwischen dem Wechselrichter und dem Hauptverteilerkasten.Die fertig montierte, aber noch nicht angeschlossene und nicht ausgerichtete Satellitenantenne
Wir haben nur zwei Arbeitstage, weil wir am Mittwoch wieder zurückfahren müssen. Dennoch sind wir mit dem Fortschritt zufrieden, die ersten Arbeiten sind getan!
Gerade als wir losfahren wollen, treffen die Estrichleger ein. Sie wollen ihr Werkzeug im Haus deponieren, weil sie morgen, am Donnerstag, die Isolierung auf dem Spitzboden aufbringen und am Freitag dort den Estrich legen wollen. Das trifft sich, denn nun können wir unseren Unmut über die mit Sand blockierte Einfahrt äußern. Sie versprechen, den Weg freizumachen.
Auch hier gibt es keine Bilder, weil wir nach der gestrigen Installation des Wechselrichters wieder zurück nach Düsseldorf gefahren sind. Wir sind aber froh, daß der Estrich nun drin ist, denn beim nächsten Besuch können wir dann durch das ganze Haus laufen, ohne übervorsichtig auftreten zu müssen. Prinzipiell ist damit auch der Weg für die weiteren Installationen des Elektrikers, des Heizungsbauers und der Bauherren frei.