Die erste Woche ist um und die Fortschritte sind nun gut zu sehen: die Mauer zwischen nördlichem Gehweg und der Straße steht schon.
Die Mauer zwischen dem Gehweg und der Straße an der Nordseite des Hauses.
Der Zwischenraum wird später mit Mutterboden aufgefüllt, so daß wir hier Sträucher pflanzen können. Das wollen wir noch in diesem Herbst erledigen, bevor der Winter kommt. Der Schotter auf dem Gehweg als Frostschutz ist bereits verteilt, aber noch nicht verdichtet. Der Gehweg soll dann gepflastert werden.
Das Erdgeschoss liegt etwas unter dem Niveau der Straße, so daß wir eine kleine Treppe brauchen.
Die Treppe ist bereits vorbereitet. Sie wird dreistufig, aber leider haben die Steine eine längere Lieferzeit.
Obwohl wir uns nach einigem Hin und Her gegen einen Kamin entschieden haben, haben wir doch ein paar Raummeter von dem geschlagenen Holz aufgehoben. Es wird uns an den kühleren Abenden im Herbst und Frühling als Lagerfeuer wärmen. Da im östlichen Bereich nun die Außenarbeiten beginnen, musste dieses Brennholz temporär vor der Einliegerwohnung zwischengelagert werden, wiederum nach der bereits erwähnten Armstrong-Methode. Eine schweißtreibende Arbeit!
Das Brennholz müssen wir vor der Einliegerwohnung zwischenlagern, damit der Bagger seine Arbeit erledigen kann.
Auf der Nordostseite wird nun der Boden für die beiden Stellplätze vorbereitet. Wegen der Hanglage müssen diese Stellplätze von unten her mit L‑Steinen abgestützt werden.
Ausbaggern des Fundaments für die L‑Steine. Wer würde da nicht auch gerne mal mitspielen?
Alle Steine werden mit wasserdurchlässigem Schotter unterfüttert, der vor dem weiteren Aufbau verdichtet werden muß. Damit ist die Gefahr des Absackens gering. Wie man sieht, ist der Untergrund ja sowieso sehr steinig, so daß wir uns um die Stabilität keine großen Sorgen machen.
Hier wird das Fundament für die L‑Steine vorbereitet. Beim Anfahren der L‑Steine kam es zu einem kleinen Missgeschick: die Palette kippte um und ein L‑Stein ist gebrochen. Leider ist weder das Spektakel noch das dumme Gesicht des Transporteurs auf dem Video zu sehen.
Jetzt wird erst seit drei Tagen gearbeitet und die Fortschritte sind schon gut sichtbar:
Der zukünftige nördliche Gehweg ist bereits geschottert und verdichtet
Die Lichtschächte wurden mit Aufsätzen versehen, die sie bis auf die spätere Gehwegebene erhöhen. Es wurden Randsteine gesetzt, der Gehweg ausgegraben, geschottert und verdichtet. Rechts auf dem Schotter wird in den nächsten Tagen ein kleines Mäuerchen hochgezogen, so daß der Randstreifen zur Straße hin mit Mutterboden gefüllt und bepflanzt werden kann. Von der Haustür zur Straße soll eine kleine Treppe mit drei Stufen gebaut werden.
Schon bei der Planung des Hauses haben wir uns erste Gedanken über die Außenanlage gemacht. Nachdem das Haus nun Mitte des Jahres im wesentlichen fertig war und unweigerlich der Winter nahte, mussten wir die Priorität dafür hochsetzen. Es war von vorneherein klar, daß unsere Eigenleistungen bei Erdarbeiten im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegen werden. Auf gut deutsch: wir mußten eine Firma damit beauftragen, die mit schwerem Gerät anrücken kann.
Kurz zusammengefasst ist im wesentlichen folgendes zu tun:
Eine Treppe von der Haustür zur oberen Straße bauen
Ein Mäuerchen entlang der oberen Straße bauen
Zwei geschotterte Stellplätze an der oberen Straße errichten
Den Gehweg von den Stellplätzen zur Haustür pflastern
Treppe von den Stellplätzen zur unteren Ebene bauen
Die Fläche vor dem Gästezimmer im EG schottern
Den Hang von dort zum Carport mehrstufig abfangen
Eine betonierte Fläche für das Gartenhaus erstellen
Einfahrt, Hof und Carport pflastern
Terrasse vor der Einliegerwohnung fliesen
Hang zur unteren Straße mit L‑Steinen abfangen und Fläche begradigen
Nicht gepflasterte Flächen mit Mutterboden auffüllen
Da wir mit der Firma Schmitt, die auch das Haus gebaut hat, gute Erfahrungen gemacht haben, haben wir unser Vorhaben als erstes mit ihnen besprochen und uns ein Angebot machen lassen. Nach den üblichen ein oder zwei Iterationen haben wir das Angebot angenommen und den Auftrag vergeben.
Zu unserer Überraschung steht am Morgen des 02. September tatsächlich ein großer LKW mit L‑Steinen und Treppenstufen vor der Tür und lädt ab. Gegen Mittag sollen die Arbeiter kommen. Wir sind auf dem Weg nach Düsseldorf und können uns leider nicht weiter darum kümmern.
Die L‑Steine dienen zur Stütze der Stellplätze. Bei Hangbebauung ist alles etwas komplizierter.
Am Abend kommen wir zurück und sehen Frontlader und Bagger bereitstehen. Sie haben also pünktlich begonnen.
Der Frontlader, neben dem Bagger das meistgenutzte Arbeitsgerät für die Erstellung der AußenanlageSeine Arbeit möchte man nicht von Hand erledigen, schon garnicht auf diesem steinigen Boden
Unser Nachbar hat schon angefragt, ob er mal einen unserer beiden Volvos probefahren dürfe. Ja, das würden wir natürlich selber auch gerne…
Ein paar Monate sind nun vergangen, ohne daß ich diesen Blog upgedated habe. Daher kommt nun eine Zusammenfassung dessen, was in dieser Zeit geschah.
Abschied von Düsseldorf
Am 20. April, Ostersamstag, haben wir unser ehemaliges Haus in Düsseldorf weitgehend geräumt und dem Käufer übergeben. Eine Woche später sind wir nochmal mit Anhänger hingefahren, haben die allerletzten Dinge aufgeladen und uns von den Nachbarn verabschiedet. Während der gesamten Bau- und Umzugsphase sind wir 28-mal mit Anhänger zwischen Düsseldorf und Stromberg gependelt. Eine Strecke ist 200km lang und wegen der Geschwindigkeitsbeschränkung mit Anhänger auf 80 km/h hat jede Fahrt etwa 3 Stunden gedauert.
Wie früher schon geschrieben, konnten wir seit Dezember 2018 schon ganz gut im neuen Haus wohnen. Daß wir kurz vor Weihnachten sogar warmes Wasser bekommen haben, hat die Situation sehr entspannt, denn der vorher genutzte Campingplatz hatte eigentlich schon Winterpause.
Fortschritte beim Innenausbau
Seit Ende April haben wir uns im wesentlichen dem Innenausbau hingegeben, weil die lästig gewordene Pendelei endlich entfallen ist. Wir haben alle Bäder fertig eingerichtet und in Betrieb genommen, Wände gestrichen, tapeziert und Schränke aufgebaut. Damit konnten wir dann endlich viele Umzugskartons ausräumen, Dingen ihren Platz zuordnen und sie so wieder auffindbar machen.
Der Sommer war warm und es hat wenig geregnet. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um die (zugemüllte) Garage in den Carport auszuräumen und den Boden mit Betonfarbe zu streichen. Die Winterreifen und den Fahrradträger konnten wir an der Wand befestigen, was erheblichen Platzgewinn brachte. Zwei schöne neue Metallschränke brachten Platz für eine Menge Kleinkram, der vorher verstreut auf dem Boden lag. Auch die zwei Regale, die zeitweise im Nebenraum der Garage („Anschlußraum“) standen, haben wir noch in der Garage gelassen. Sie könnten zukünftig Platz in einem noch zu errichtenden Gartenhaus finden. So konnten wir dann auch gleich den Anschlußraum fertigmachen, als er leergeräumt war.
Inzwischen ist der meiste Kram aus dem Carport wieder in die Garage geräumt und sie bietet nun sogar Platz für die beiden Fahrräder, die wir vorher in der Einliegerwohnung abstellen mussten.
Nach und nach haben wir Ordnung bekommen und man konnte wieder einen Fuß vor den anderen setzen. Wir haben dann die Deckenlampen aufgehängt, Rollladensteuerungen eingebaut, Thermostate in allen Räumen installiert und die Heizungssteuerung in Betrieb genommen.
Bei der Hausautomatisierung haben wir uns für die funkgesteuerte Homematic IP Serie entschieden. Die Automatisierung beschränkt sich auf die Heizungssteuerung, die Rollladensteuerung und die Rauchmelder. Dazu werde ich gelegentlich nochmal einen eigenen Artikel schreiben.
Außenputz und Anstrich
Während wir den Innenausbau vorangetrieben haben, hatte auch der Bauunternehmer außen noch zu tun. Er hat nach und nach das Haus verputzt und anschließend durch einen Subunternehmer anstreichen lassen.
Der Anstrich ist größtenteils fertiggestellt, aber das Gerüst verhindert noch die ungetrübte Ansicht des Hauses.
Außerdem hat er auf den beiden Balkonen den Estrich verlegt und diese Balkone anschließend gefliest.
Die Balkone werden letztlich gefliest, aber vorher muß noch ein Einkornestrich auf einer Drainagematte aufgebracht werden. So kann Regenwasser problemlos ablaufen.Fertig geflieste Terrasse im ErdgeschossAuch die obere Terrasse ist fertig gefliest
Monatelang stand wegen dieser Arbeiten ein Gerüst um das ganze Haus herum und wir waren heilfroh, als es nach Fertigstellung des Anstrichs endlich abgebaut wurde.
Endlich ist das Gerüst zumindest auf der Südseite abgebaut und man kann den Anstrich ungehindert beurteilen. Vor dem Anstrich muß anhand kleiner Farbtäfelchen eine Entscheidung für die Farben getroffen werden. Wir sind zufrieden.
Die Last mit dem Wohnwagen
Für das letzte Wochenende im Juni hatten wir einigen Feierlichkeiten in Düsseldorf zugesagt. Wir hatten uns schon vor einigen Wochen entschieden, mit dem Wohnwagen hinzufahren und ein paar Tage zu bleiben. Der Wohnwagen stand schon seit Dezember bei Lis Bruder in Wöllstein und wir nutzten nun diese Gelegenheit, ihn endlich zu unserem neuen Zuhause zu bringen.
Das haben wir lange vor uns hergeschoben, denn es war keineswegs sicher, daß das gelingen wird. Wir haben direkt vor dem Haus einen steilen Anfahrtsweg mit geschätzten 12% Steigung, eher mehr. Das ist einerseits für den Zugwagen eine Herausforderung, aber ebenso hätte der Wohnwagen wegen eines zu hohen Böschungswinkels aufsetzen können. Letztlich hat es funktioniert, auch wenn das mit dem Aufsetzen knapp war. Wir waren sehr erleichtert, auch weil wir den Carport extra für den Wohnwagen dimensioniert haben. Hier das Beweisfoto:
Es ist geschafft, der Wohnwagen steht auf dem Hof.
Seit Januar haben wir einen Zugwagen mit Allradantrieb, der auch auf dem schrägen Schotter auf unserem Grundstück tadellos durchgezogen hat. Der vorherige Wagen mit Frontantrieb hat schon bei dem kleinen Anhänger durchgedreht, so daß wir nur mit einem gewissen Schwung auf unseren Hof fahren konnten. Mit Wohnwagen hätte das nicht funktioniert.
Endlich ein paar Tage Urlaub
Die gelungene Herfahrt mit dem Wohnwagen bedeutet noch nicht, daß die Rückfahrt auch so leicht funktioniert. Die Straßen sind eng und die letzten 100m sind steil und nur einspurig befahrbar. Mit einem über 12m langen Gespann ist man auch gegebenenfalls auf das Wohlwollen des Gegenverkehrs angewiesen. Mit Anhänger rückwärts zu fahren ist schon auf breiter Straße und ohne Steigung nicht ganz leicht.
Nun gut, genug gejammert: nicht nur das Hochziehen des Wohnwagens hat geklappt, sondern auch die Bergabfahrt! Wenn man dann erst mal auf der Autobahn ist, ist der Rest nur noch ein Geduldsspiel. So hatten wir bei sonnigem Wetter ein paar wunderschöne Urlaubstage am Rhein in Düsseldorf.
Ende Juni gönnen wir uns ein paar Tage Urlaub, die wir auf einem Campingplatz in Düsseldorf am Rhein verbringen.
Der Einfachheit halber hatten wir uns für den Campingplatz in Meerbusch entschieden, der direkt gegenüber von Kaiserswerth am Ufer des Rheins liegt. Wir waren auf Fluglärm und tuckernde und hupende Rheinschiffe gefasst, aber nichts davon war störend. Nachts ist kein Flugbetrieb und die Schiffe waren leise. Wir kommen wieder, leider ist der Platz aber in den Wintermonaten geschlossen.
Nachdem das erste Quartal des Jahres vorbei ist, muß ich nun mal unsere bisherigen Erfahrungen mit der PV-Anlage zusammenfassen. Die installierte Maximalleistung beträgt 9,6 kW. Das ist also das, was bei optimaler Bestrahlung an Leistungsertrag erwartet werden kann. Der Energieertrag ist diese Leistung multipliziert mit der Zeit (mathematisch das Integral der Leistung über die Zeit). Als groben Daumenwert kann man einen Jahresenergieertrag von 1000 kWh pro installiertem kW Spitzenleistung (kWp) erwarten. In sonnigen Gegenden und sonnigen Jahren mehr, in regnerischen weniger. Wir sollten also knapp 10.000 kWh Solarertrag im Jahr haben.
Hier liste ich nun die Ergebnisse des ersten Quartals auf. Alle Angaben in kWh für Januar, Februar und März:
Der Hausverbrauch ist nicht repräsentativ, weil wir nur unregelmäßig vor Ort waren und weil die Baufirma zeitweise dicke Drehstrom-Maschinen betrieben hat.
Wie man sieht, haben wir schon im Januar zwei Drittel unseres Hausverbrauchs mit der PV-Anlage decken können. Im Februar erhöhte sich der Autarkiegrad auf 90% und im März auf 97%. Das geht natürlich nur mit Hilfe eines Akkus. Seit Februar reicht die Solarproduktion an jedem Tag aus, um den Akku auf 100% zu laden. Über Nacht wird er dann normalerweise auf etwa 50 bis 60% entladen. Wenn wir abends nach Sonnenuntergang noch Kochen oder Waschen, dann ist er am nächsten morgen auch schonmal auf 30% abgesackt. 20% ist die momentan einprogrammierte Restmenge, die er als Notstromreserve behalten soll. Wenn die Ladung soweit abgesackt ist, wird weiterer Strom aus dem Netz bezogen. Sollte das Netz ausfallen, dann übernimmt der Akku die Hausversorgung.
Nachfolgend als Beispiele die Anzeigen im Web-basierten Überwachunsportal:
Aktuelle Werte vom 01. April 2019 um 19:03:57 Uhr
Dieses Diagramm zeigt die aktuellen Werte. Die Sonne geht fast unter und so kommen nur noch 360 Watt PV-Leistung herein. Das reicht, um den Hausverbrauch von 305 Watt zu decken. Angeblich wird der Akku noch mit 63W geladen, obwohl er zu 100% voll ist und auch die 8W Netzbezug dürften der begrenzten Meßgenauigkeit geschuldet sein.
Tagesverlauf vom 29.03.2019
Dieses Diagramm zeigt exemplarisch den Tagesverlauf vom 29.03. Die grüne Fläche im Hintergrund stellt den Ladezustand des Akkus dar. Er wird über nacht von 100% auf gut 50% entladen. Die rote Linie zeigt den Hausverbrauch an. Die orange Linie zeigt die Solarproduktion, die gegen 8:00 Uhr beginnt. Die Solarproduktion deckt zunächst den Hausverbrauch, die (kaum zu sehende) grüne Linie, die das Entladen des Akkus anzeigt, geht gegen null. Die überschüssige PV-Energie wird ins Netz eingespeist (blaue Linie).
Da die Anlage nur 70% der möglichen Spitzenleistung einspeisen darf (6,72kW, der Rest geht verloren), habe ich die Akkuladung so programmiert, daß sie erst um 11:30 Uhr startet und dann auch nur mit 1kW lädt. Das ist an der dunkelgrünen Kurve zu sehen. Damit wird eine mögliche Kappung in der Mittagszeit vermieden.
Endlich ist der Installateur soweit, daß die Wohnraumlüftung in Betrieb genommen werden kann. Er hat eine Zehnder ComfoAir Q450 TR installiert. Sie kann pro Stunde bis zu 450 m³ Luft austauschen. Die Wärme wird dabei zum großen Teil zurückgewonnen und die Luft wird gefiltert. Wir erhoffen uns, daß wir dadurch nur noch in Ausnahmefällen über die Fenster lüften müssen. Dadurch sollten wir deutlich weniger Ärger mit Fliegen und sonstigen Insekten im Haus haben und auch Blütenstaub dürfte zum großen Teil ausgefiltert werden.
Wie die folgenden Bilder zeigen, sind eine Menge dicker Rohre dazu notwendig.
Die Rohre gehen knapp am Wechselrichter und am Netzwerkschrank vorbei. Ein Großteil der Decke ist nun mit Rohren gepflastert. Auch die provisorische Deckenlampe verschwindet hinter den Rohren.
Die prinzipielle Funktionsweise ist recht simpel: Über Deckenventile wird Luft aus den Räumen abgesaugt und nach draußen geblasen, während die gleiche Menge Außenluft über andere Deckenventile nach innen geleitet wird. Beide Luftströme passieren einen Wärmetauscher, der dafür sorgt, daß die Temperatur der Innenluft möglichst gehalten wird. Im Winter soll es also warm bleiben, im Sommer kühl. Über 80% der Wärme soll so zurückgewonnen werden.
In der Mitte sieht man das Bedienpanel der Lüftungsanlage
Hinter den um 45° geneigten Klappen neben dem Bedienfeld sind die Filter eingesteckt. Sie müssen regelmäßig gereinigt bzw. ersetzt werden. Dasselbe gilt für die Filter in den Deckenventilen.
Über das Bedienpanel kann die Luftmenge eingestellt werden, die pro Stunde ausgetauscht wird.
Das Bedienpanel ist einfach gehalten. Mit den <+> und <->-Tasten wird die stündlich ausgetauschte Luftmenge in drei Stufen eingestellt: niedrig (210 m³/h), normal (300 m³/h) oder hoch (405 m³/h). Darüberhinaus gibt es die Stufe „Abwesenheit“ (ABW), in der nur 70 m³/h ausgetauscht werden. Das ist die Urlaubsstufe, wenn niemand im Haus ist. Die Leistungsaufnahme der Lüftung ist leider nicht vernachlässigbar. Ich habe 25W in der niedigsten Stufe gemessen, 55W bei Normalbetrieb und 125W bei der hohen Geschwindigkeit.
Die ersten Erfahrungen
Die ersten Erfahrungen nach zwei Tagen und zwei Nächten sind weitgehend positiv. Wir haben immer noch eine Menge Feuchtigkeit im Haus und wegen der mit Folie zugehängten Fenster (wegen der Verputzer) können wir über diese im Moment nur eingeschränkt lüften. Seit die Lüftung in Betrieb ist, ist das Raumklima sehr viel angenehmer. Die Geräuschkulisse hält sich entgegen unseren Befürchtungen in engen Grenzen. Direkt unter dem Auslassventil hört man die Luftströmung im Normalbetrieb als leises Rauschen. Obwohl wir empfindlich sind, ist das nicht störend oder gar schlafraubend. Wenn es das wäre, könnten wir die Zirkulation noch auf die unterste Stufe einstellen. Wenn bei einer Party viele Leute im Haus sind, kann man auf die höchste Stufe einstellen, was nur dann hörbar ist, wenn alle ruhig sind.
Nein, die Lücke in meinen Beiträgen bedeutet nicht, daß es keine Fortschritte gab. Das Gegenteil ist zum Glück der Fall, aber genau deshalb muß ich Prioritäten setzen. Daher beschreibe ich nur kurz den Stand der Dinge, ohne neue Fotos einzufügen.
Die Küche ist aufgebaut und (fast) voll funktionsfähig. Da es im Moment nicht so wichtig ist, fehlt noch die Dunstabzugshaube und der Backofen. Aus Zeitmangel kochen wir sowieso nicht viel und da kann man zum Lüften auch einfach die Fenster aufmachen. Einen Backofen haben wir in der Einliegerwohnung im Keller. Für die Fertigpizza oder auch einen selbergemachten Auflauf gehen wir dann halt nach unten. Auch die Beleuchtung ist noch sehr provisorisch und z.T. funzelig. Lampen sind nunmal Designelemente, die Muße beim Aussuchen brauchen.
Das Vinyl ist inzwischen überall verlegt, aber die Fußleisten fehlen noch. Am 13.03. haben wir mit einem Umzugsunternehmen die schweren Sachen von Düsseldorf nach Stromberg bringen lassen. Jetzt sind die Schlafzimmer‑, Wohnzimmer- und Arbeitszimmerschränke hier und können eingeräumt werden. Das bringt ein gutes Stück Ordnung in das ganze Durcheinander. Außerdem sind die bequemen Wohnzimmersessel da und wir können nun gemütlich Fernseh gucken.
Alle Innentüren sind inzwischen gesetzt, auch die Glastür zum Flur im Erdgeschoss. Als letztes haben wir die Glas-Schiebetüren vom Wohnzimmer zur Kellertreppe und von der Küche zum Hauswirtschaftsraum montiert.
Just als (fast) alle Rollladensteuerungen eingebaut waren und funktionierten, kamen vergangene Woche die Verputzer und ließen das für den Außenputz notwendige Gerüst aufbauen. Jetzt sind die meisten Fenster mit Schutzfolie verklebt, in die ein kleiner Schlitz für Frischluft geschnitten wurde. Die Rollläden dürfen nicht bewegt werden, solange diese Folie dran ist. Nun gut, wir freuen uns darauf, daß nun endlich der Außenputz draufkommt. Bis das Gerüst wieder abgebaut wird, werden wahrscheinlich mindestens zwei Monate ins Land gehen. Zunächst muß der Unterputz aufgebracht werden und dann drei Wochen aushärten. Dann kommt der Überputz drauf, der natürlich auch wieder festwerden muß und am Ende wird gestrichen.
Außer den Verputzern sind in der kommenden Woche die Fliesenleger nochmal dran. Nachdem alle Innentüren fertig sind, müssen sie die letzten Sockelfliesen noch ankleben und ausfugen. Auch an der Haustür sind noch ein paar Bodenfliesen zu legen. Außerdem kommt morgen der Küchenbauer nochmal, um einige Kleinigkeiten auszubessern. Zwei falsche Frontplatten wurden geliefert, eine andere war verkratzt und ein Griff war an der falschen Position montiert. Nichts ernstes, sowas kommt wohl immer wieder mal vor. Auch der Installateur hat noch ein paar Dinge zu erledigen. Er soll endlich die kontrollierte Wohnraumlüftung in Betrieb nehmen und er muß noch die Umwälzpumpe für Warmwasser anschließen. Im Moment müssen wir je nach Zapfstelle fast eine Minute Wasser laufen lassen, bevor es warm wird.
Bis Ende April werden wir noch ein paarmal mit dem Anhänger nach Düsseldorf fahren müssen, um dort die Reste abzuholen. Es wird nun immer schwerer, aus dem Bodensatz das rauszufiltern, was wir behalten wollen und was wir dem Sperrmüll anvertrauen. Obwohl unser neues Haus eine größere Wohnfläche hat als das alte, haben wir nun doch wesentlich weniger Lagerraum. Der neue Keller ist ja eine eigene Wohnung und kein Abstellraum und die neue Garage ist doch viel kleiner, als die alte.
Über kurz oder lang werden wir anbauen müssen, zumindest ein Gartenhäuschen…
Das Warten hat ein Ende: am vergangenen Freitag wurde die neue Küche für das Erdgeschoss geliefert und ab Montag wird sie eingebaut. Dafür sind vier Tage reserviert. Für die Lieferung waren zwei mittelgroße Transporter vonnöten und die Arbeitskraft von vier Männern. Zwei haben nach und nach die Transporter entladen, während die beiden anderen die Teile ausgepackt und grob an ihren Stellplatz positioniert haben. Die Installation soll ein Mann alleine machen. Vermutlich baut man darauf, daß der Kunde freudig mit anpackt.
Nachdem die Küche am Freitag geliefert wurde, sind wir nach Düsseldorf gefahren, weil in dieser Woche die Glastüren geliefert wurden. Wir haben zwei Schiebetüren für die Wohnküche im Erdgeschoss vorgesehen und eine weitere schwenkbare Glastür zum Flur im EG. Die haben wir alle am Samstag abgeholt. Sie mussten hochkant transportiert werden und wir sind froh, daß wir sie heil nach Stromberg gebracht haben. Wir hatten noch fünf weitere Holztüren in Düsseldorf in der Garage stehen, die wir schon vor ein paar Wochen abgeholt hatten. Die haben wir auch hochkant transportiert und die Glastüren als Sandwich dazwischengepackt. Das ganze musste dann natürlich kippsicher verzurrt werden. Wir werden langsam zu Verladeexperten. Unser 750kg Anhänger hat sich bereits mehr als bezahlt gemacht. Die gesamte Achslast lag heute übrigens bei etwa 600kg, also deutlich im grünen Bereich.
Hier ein paar optische Eindrücke von der neuen Küche:
Spülmaschine, Spüle und Schränke im HauswirtschaftsraumWaschmaschine, Trockner und Schränke im HauswirtschaftsraumHier kommen Backofen und Mikrowelle hin, in die Lücke neben der Tür kommt der Kühlschrank.Vorne sieht man die Kücheninsel, in die ein 90cm breiter Induk-Herd eingebaut wird. Hinten an der Wand ist der zukünftige Arbeitsbereich mit einem Spülbecken rechts unter dem Fenster.Leider sind noch keine Tapeten an der Wand, so daß die zukünftige Küchenchefin leider am Sonntagabend noch Überstunden machen muß.
Wie man sieht, fehlen auch noch einige Steckdosen. Der Elektriker hat uns versprochen, am Dienstag jemanden zu schicken, der sie einbaut und dann auch die Blenden draufmacht.
Auch dieses Grundstück ist nun verkauft und vermutlich wird dort in Kürze gebaut. In dieser Woche wurden die Bäume gefällt. Das Wetter war dazu gewiss nicht ideal, es gab Schnee und Nebel. Die Zeitrafferaufnahme macht einen nicht direkt neidisch auf den Beruf des Waldarbeiters.
Baumfällarbeiten beim südöstlichen Nachbarn.
An diesem Dienstag soll das bestellte Vinyl und die dazugehörige Trittschalldämmung für das Obergeschoss in Düsseldorf geliefert werden. Ich bin in Düsseldorf, weil ich gestern meinen ehemaligen Firmenwagen abgeben musste. Auch der Anhänger ist hier, so daß wir das Vinyl direkt darauf laden können. Es sind 30 Pack, von denen jeder knapp 18 kg wiegt. Das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers liegt bei 750 kg, sein Eigengewicht bei gut 100 kg, so daß wir noch grob 100 kg zuladen können sollten. Gut daß wir eine Achslast-Waage für den Wohnwagen haben. Nachdem alles verladen war, kamen fast 800 kg Gesamtgewicht heraus, so daß wir dann doch wieder ein paar Dinge ausladen mussten. Lieber kein Risiko eingehen, schon garnicht ohne Not!
Li kam dann aus Stromberg mit unserem neuen Kia Sorento und wir sind dann zwei Stunden später mit dem beladenen Anhänger wieder nach Stromberg aufgebrochen. Das neue Auto hat sich bei diesen beiden Touren schon gut bewährt. Das Head-Up-Display ist eine feine Sache und der Allrad-Antrieb wird in unserer neuen Wohnlage von großem Nutzen sein. Viele Nachbarn und auch DHL und Hermes sind an mehreren Tagen wegen Schneeglätte nicht den Hügel hochgekommen. Hin und wieder wurde zwar der Schnee geräumt, aber wenn kein Salz gestreut wird, bleibt die Straße zu glatt, um hochzukommen. Freilich hat auch der Allradantrieb seine Grenzen. Wir haben uns wegen des Wohnwagens dafür entschieden. Auf unserem Wintercampingplatz haben wir vor einem Jahr mehrere im Matsch festgefahrene Zugwagen und Wohnmobile gesehen, die der Campingplatzbetreiber mit seinem Trekker rausziehen musste.