Eröff­nung der Gartensaison

Schon Ende Janu­ar hat­ten wir bei unter­schied­li­chen Lie­fe­ran­ten Pflan­zen bestellt, weil es da noch einen Früh­bu­cherra­batt von immer­hin 10% gab. Da sich die Gesamt­ko­sten auf fast 1000 Euro sum­mier­ten, konn­ten wir den Ange­bo­ten nicht wider­ste­hen und haben noch im Janu­ar zur Lie­fe­rung im Lau­fe des März bestellt.

So vie­le Pflan­zen brau­chen natür­lich auch viel Blu­men­er­de. Also muss­ten wir schau­en, daß auch die ver­füg­bar ist, wenn die Pflan­zen kom­men. Bei den geplan­ten Aktio­nen rech­net man nicht mehr in Liter oder Kilo­gramm, son­dern in Palet­ten. So haben wir dann also bei Obi eine Palet­te mit „Qua­li­täts-Blu­men­er­de“ zum Preis von knapp 500 Euro inklu­si­ve Lie­fe­rung bestellt. Das sind dann immer­hin 45 Säcke à 50 Liter. Da Lie­fer­zei­ten von bis zu vier Wochen in Aus­sicht gestellt wur­den, haben wir gleich Anfang Febru­ar bestellt.

Das war offen­sicht­lich lan­ge vor der Hoch­sai­son. Denn schon ein paar Tage spä­ter steht ohne wei­te­re Ankün­di­gung ein Fuß­gän­ger vor der Tür, der in sehr gebro­che­nem deutsch und offen­sicht­lich ver­wirrt auf uns ein­re­det. Li woll­te ihn schon mit den Wor­ten „mir gäbet nix“ abwim­meln. Es dau­ert eine gan­ze Wei­le, bis uns auch anhand des Lie­fer­scheins mit dem er wedelt klar wird, daß er irgend­wo einen LKW mit einer Palet­te Blu­men­er­de ste­hen hat. Da wir aus sei­nen Wor­ten nicht schlau wer­den, gehe ich mit ihm. Sein LKW steht am Buchen­ring und er wei­gert sich, die stei­le Stra­ße zu unse­rem Haus hochzufahren.

Um eine lan­ge und unfrucht­ba­re Dis­kus­si­on zu ver­mei­den, las­sen wir ihn die Palet­te am Buchen­ring abstel­len. Wir holen die Säcke dann spä­ter mit unse­ren Anhän­ger dort ab. Das ist zwar eine Placke­rei und der Anhän­ger hat mit Sicher­heit auch sein zuläs­si­ges Gesamt­ge­wicht über­schrit­ten, aber wir müs­sen ihn ja nur ein paar Meter zie­hen. Nun gut, um nicht rück­wärts fah­ren zu müs­sen, fah­re ich ihn eine Run­de um den Buchen­ring spa­zie­ren, bevor ich den Anhän­ger auf dem Hof abstel­le. Der Vor­teil ist, die Säcke kön­nen auf dem Anhän­ger blei­ben, bis sie ver­ar­bei­tet wer­den. So ist schon­mal die Lage­rung geklärt. Zur Ent­la­stung der Ach­se laden wir aber ein paar Säcke aus.

Am 28. Febru­ar, dem ein­zi­gen ech­ten Win­ter­tag in Schin­del­dorf, kam die erste Pflan­zen­lie­fe­rung. Eine Palet­te mit vie­len Pflänz­chen, die zunächst mal mög­lichst frost­frei gela­gert wer­den müs­sen, bevor sie bei bes­se­rem Wet­ter gepflanzt wer­den kön­nen. Das unmit­tel­bar größ­te Pro­blem war aber, daß der Lie­fe­rant wegen des star­ken Schnee­falls mit sei­nem LKW nicht den Hügel hoch­kam, weder vor­wärts noch rück­wärts. Ver­mut­lich hat­te er kei­ne Win­ter­rei­fen mon­tiert, wir haben schließ­lich Kli­ma­wan­del und so Win­ter wie frü­her, die gibt’s ja bekannt­lich nicht mehr. So muss­te dann die Palet­te abge­la­den und per Hub­wa­gen zumin­dest auf den Park­platz gebracht wer­den. Auch zu zweit eine Schin­de­rei, denn die Schu­he hat­ten in dem fri­schen Schnee kei­nen Halt. Letzt­lich hat es irgend­wie geklappt und dann haben Li und ich die Pflan­zen vor dort ein­zeln abge­holt und am Schluß auch noch die lee­re Palet­te in den Car­port gebracht.

Anfang März hat­ten wir dann den Salat. Plötz­lich und uner­war­tet kom­men da Pake­te mit 100 wur­zel­nack­ten Kirsch­lor­beer­bäum­chen, 80 Gold­fin­ger Sträu­chern und 15 Poten­til­la-Mix Pflänz­chen und die wol­len alle mög­lichst schnell in die Erde. Die frü­her gelie­fer­ten Pflan­zen stan­den ja auch noch rum und es gab noch Nacht­frö­ste, also nicht wirk­lich Wet­ter zum Pflan­zen. Alles was in Töp­fen war, haben wir dann zwi­schen Grill­platz und zukünf­ti­gen Gar­ten­haus gela­gert. Dort konn­ten wir die Pflan­zen regel­mä­ßig bewäs­sern und nachts gegen den Frost abdecken. Die wur­zel­nack­ten Kirsch­lor­bee­ren muss­ten der­weil ein paar Tage in ihren Kar­tons übernachten.

Irgend­wann wur­de das Wet­ter dann doch bes­ser, so daß wir mit dem Ein­pflan­zen begin­nen konn­ten. Als erstes waren die Kirsch­lor­bee­ren dran, denn die hat­ten es am unge­müt­lich­sten. Da Erd­aus­hub har­te kör­per­li­che Arbeit ist, habe ich Li das machen lassen.

Kirschlorbeer
Eini­ge die­ser Kirsch­lor­bee­ren am süd­li­chen Hang sind lei­der nicht ange­wach­sen, aber die mei­sten wer­den wohl durchkommen.
Kirschlorbeeren
Die­se Rei­he sieht bes­ser aus, aber auch hier wer­den es eini­ge wohl nicht schaffen.

Dann kamen nach und nach die ein­ge­topf­ten Pflan­zen in die Erde, zunächst 80 Gold­fin­ger Sträu­cher, die angeb­lich Insek­ten anlocken sollen:

Goldfinger
Eine Rei­he Gold­fin­ger-Sträu­cher am süd­li­chen Hang.
Pflanzen westlich des Carports
Pflan­zen west­lich des Carports.
Westseite
Die Blu­men west­lich des Car­ports blü­hen schon.

Was man sonst immer her­bei­sehnt und genießt, kommt uns in die­sem Jahr nicht zupaß – wochen­lan­ger Sonnenschein!

Sonnenschein
Seit sechs Wochen knacki­ger Son­nen­schein und kein Trop­fen Regen. Das kommt im Moment ungelegen.
Bewässerung
Li bei der Bewäs­se­rung der neu gesetz­ten Pflanzen.

Wir sind täg­lich an die zwei Stun­den mit Bewäs­sern beschäf­tigt. Zum Glück haben wir unter dem Rasen Bewäs­se­rungs­schläu­che ver­legt, ins­ge­samt fünf Strän­ge, die wir alle zwei oder drei Tage jeweils für eine Stun­de anschalten.

Hochbeete
Die Hoch­bee­te zei­gen sich bei strah­len­dem Son­nen­schein mit blü­hen­den Blu­men in ihrer gan­zen Schönheit.
Reiher
Der Rei­her bewacht die Blumen.

Wäh­rend Li sich um die Pflan­zen geküm­mert hat, muss­te auch jemand das Trep­pen­ge­län­der instal­lie­ren. Es ist, wie auch das Gelän­der an den Stell­plät­zen, aus Edel­stahl und über pas­sen­de Bögen dar­an angeschlossen.

Treppengeländer
Das Trep­pen­ge­län­der mit Anschluß an das schon im Herbst instal­lier­te Geländer.

Außer­dem war eine Gar­ten­be­leuch­tung gewünscht. Als Fun­da­ment für die Lam­pen dient jeweils ein Stein, mit dem auch die Mau­ern gebaut wur­den. Jeder wiegt etwas über 40 kg. In die Mit­te habe ich zur Kabel­durch­füh­rung ein oder zwei Löcher gebohrt und jeder Stein wur­de ein­be­to­niert, damit er ordent­lich sitzt und hof­fent­lich in der Waa­ge bleibt.

Gartenlampe
Als Fun­da­ment für die Gar­ten­lam­pen wur­de jeweils ein Mau­er­stein verwendet.

Als Kabel wur­de fünf­ad­ri­ges Erd­ka­bel ver­wen­det, das zum zusätz­li­chen Schutz noch­mal durch ein rotes fle­xi­bles Rohr gezo­gen wur­de. Trotz­dem soll­te man nicht mit schwe­ren Gar­ten­werk­zeu­gen dar­auf rumhacken.

Hier ein Blick auf den Grill­platz. Im Hin­ter­grund sieht man das Trep­pen­ge­län­der und die neu­en Gartenlampen.

Unser Grillplatz
Unser Grill­platz. Im Hin­ter­grund die neu instal­lier­te Beleuchtung.

Auch die Ver­ka­be­lung des Gar­ten­hau­ses ist vor­be­rei­tet. Es soll natür­lich Strom­an­schluß bekom­men und von dort wird dann die Gar­ten­be­leuch­tung gesteu­ert. Außer­dem wird es über vier sepa­ra­te Ether­net­ka­bel an das Netz­werk ange­schlos­sen. Die Idee ist, dort spä­ter mal ein oder zwei Web­cams zu instal­lie­ren. Daß es vier Kabel gewor­den sind liegt ein­fach dar­an, daß ich einen 100m Ring bestellt habe, der dann für vier Kabel gereicht hat.

Versorgungskabel Gartenhaus
Die Ver­sor­gungs­ka­bel zum Gar­ten­haus: Erdung, Netz (3‑phasig), Netz­werk (CAT7, 4‑mal) und PV-Kabel.

Außer­dem sind zwei 4 mm² PV-Kabel ver­legt. Es könn­te ja sein, daß wir noch ein paar Panee­le auf das Dach des Gar­ten­hau­ses mon­tie­ren wol­len, um ein zukünf­ti­ges Elek­tro­au­to zu laden. Die Dach­grö­ße könn­te für bis zu 4 kWp rei­chen. Die Aus­rich­tung ist ide­al in Südrichtung.

2 Gedanken zu „Eröff­nung der Gartensaison“

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