Der Wetterbericht sagt zwei mehr oder weniger regenfreie Tage voraus. Das sollte doch reichen, um so ein kleines Dach zu montieren, oder nicht? Nunja, wenn’s etwas durchregnet, ist das in der jetzigen Bauphase auch nicht so schlimm, also nichts wie los…
Material und Werkzeug liegen bereit, jetzt zunächst die Unterkonstruktion von der Plane befreien und ein paar kleine Vorarbeiten erledigen. Die Sparren sind nur provisorisch mit kleinen Winkeln festgeschraubt, also müssen erst mal dicke Holzschrauben durch die Sparren in die Mauerlatten geschraubt werden. Kein großes Problem, mit dem Akkuschrauber geht das zügig. Dann kommen nach und nach die 18 mm dicken OSB-Platten auf’s Dach, müssen ausgerichtet, festgeschraubt und zugeschnitten werden. Sie sind 2,05 m lang, 0,675 m breit und wiegen jeweils 15 kg. Angeblich! Bei der ersten mag das auch so gewesen sein, die zwanzigste war aber deutlich schwerer. Hätte ich das geahnt, dann hätte ich mit der letzten angefangen. Am Schluss werden diese Platten mit selbstklebenden Bitumenbahnen gegen Witterungseinflüsse geschützt. Die wiegen nur 25 kg pro 5‑m-Rolle…
Den ersten Teil der Arbeiten haben wir wieder in einem kleinen Zeitraffervideo zusammengefasst:
Was wir nicht bedacht hatten, war der aufziehende Wind. Der war anfangs nur unangenehm, erreichte aber am zweiten Tag über 60 km/h, was schon nahe an die Definition eines Sturms kommt. Nicht nur, daß er damit noch unangenehmer als am Tag zuvor war, er macht das Arbeiten auch gefährlich. Eine Böe hat einem im Nu die OSB-Platte aus der Hand gefegt, die Bitumenbahn weggerollt oder einen bei schlechtem Halt von der Leiter geblasen. Das Video oben endet mit dem Umwerfen der Kamera durch den Wind. Zum Glück ist sie heil geblieben, aber die Restarbeiten mussten dann ohne Videoüberwachung stattfinden. Aufgeben war keine Alternative, denn für die nächste Nacht war Regen angesagt und so musste die letzte Bitumenbahn dann zumindest provisorisch auf das Dach gelegt werden. Hier ein Foto vom jetzigen Zustand:
Die letzte Bitumenbahn ist noch nicht verklebt, sondern nur an einigen Stellen getackert und mit Steinen beschwert. So können wir jetzt auf besseres Wetter warten. Dann müssen die vorderen OSB-Platten noch leicht gekürzt werden, bevor die letzte Bahn verklebt werden kann. Am Ende sollen dann noch rundum Bleche befestigt werden. Unten, wo die Dachrinne hinkommen wird, ist schon ein Blech befestigt, das man aber auf diesem Foto nicht sehen kann.
Obwohl wir ursprünglich ein Gartenhaus aus Holz kaufen und selber aufbauen wollten, haben wir uns nach einigem hin und her für die gemauerte Variante entschieden. Beispiele gibt’s in der Nachbarschaft, allerdings fordert der Bebauungsplan eine Holzverkleidung. Letztlich war die höhere Stabilität der Grund für Stein statt Holz, zumal wir erwägen, auch auf das Gartenhausdach noch eine PV-Anlage zu bauen.
Da wir sowieso noch eine Mauer zur Straße errichten lassen wollten, haben wir das Mauern dann auch den Profis überlassen, zumal es Knochenarbeit ist. Im vergangenen Herbst wurde der Rohbau dann fertiggestellt. Die Erbauer haben eine etwas dickere Folie provisorisch als Regenschutz angebracht, die wir selbst dann nach unten mit Latten abgestützt und oben mit Holz beschwert haben. Damit war das laute Flattern der Folie im Wind behoben. Sie wäre auch über kurz oder lang weggerissen worden. Vor der Winterpause konnten wir noch mehr oder weniger provisorisch ein Fenster und zwei Türen einbauen und im Winter schon ein paar Gartengeräte und Pflanzen dort abstellen.
Glücklicherweise hatten wir einen langen Winter, aber jetzt gibt es keine Entschuldigung mehr, wir müssen das Gartenhaus ausbauen. An den noch etwas regnerischen und unbeständigen Tagen habe ich innen die Verkabelung vorbereitet. Beide Räume sollen Licht und Steckdosen bekommen und auch die Außenbeleuchtung im Garten soll von hier aus gesteuert werden. Außerdem habe ich Netzwerkkabel verlegt, damit man vielleicht mal eine Webcam installieren kann und auch PV- und Erdungskabel zum Potentialausgleich liegen bereit.
Als der Wetterbericht dann für Ende April ein paar schöne und trockene Tage angekündigt hatte, gab es kein Halten mehr, die Unterkonstruktion für das Dach mußte montiert werden. Das Holz für die Mauerlatten und Sparren hatten wir noch rechtzeitig besorgen können, denn Holz ist im Moment knapp.
Dann hat sich Li mit ein paar Tagen Vorsprung als Anstreicher und Lackierer betätigt, während ich das Holz hoffentlich sturmfest auf dem Gartenhaus montiert habe. Für den eiligen Beobachter haben wir die drei Tage in einem gut dreiminütigen Video festgehalten:
Momentan ruht die Arbeit aus Gründen der Witterung und wegen fehlenden Materials. OSB-Platten sind schon da, Dachpappe und Nägel sollten in den nächsten Tagen kommen. Sobald das Wetter wieder besser wird, geht es weiter. Bis dahin werden wir schrittweise am Innenausbau weitermachen.
Nach fast einem Jahr kreativer Pause kommt nun endlich auf mehrfachen Wunsch einer einzelnen Person ein neuer Eintrag. Im vergangenen Jahr waren wir im wesentlichen mit der Gartenanlage beschäftigt und wegen der monatelangen Trockenheit mit täglichem und langwierigen Bewässern. Die Lust zu einem Blog-Update ist dabei auf der Strecke geblieben.
Im September wurde es kühler und so haben wir in dem kurzen Zeitfenster zwischen tropischer Hitze und sibirischem Frost die Balkongeländer montiert. Hier ein paar Fotos von diesen Aktivitäten vom vergangenen Herbst:
Geländerbau: Gewindeschneiden in den Handlauf zum Verschrauben auf den StützenFertig montierte Stützen und Handlauf der Balkongeländer. Die Verglasung fehlt noch.
Die Edelstahlteile haben wir über das Internet bestellt und per Spedition zu vernünftigen Preisen liefern lassen. Das ging bei den Glasscheiben leider nicht. Sie wollten für ein Einweggestell und die Lieferung per Spedition fast 300 Euro haben. Daher haben wir uns zur Selbstabholung in Meppen entschieden. Das ist von uns ziemlich genau 400 km entfernt, also 800 km hin und zurück. Die Tour ist also an einem Tag zu schaffen. Um es erst einmal auszuprobieren, aber auch aus Gewichtsgründen, habe ich zunächst nur das Glas für den oberen Balkon geholt. Das war gleichzeitig eine ideale Teststrecke für unseren neuen elektrisch angetriebenen Hyundai Kona mit einer realistischen Reichweite von etwa 400 km. Zwei kurze (etwa 25 und 30 Minuten) und ein etwas längerer (etwa 1:10 Stunde) Ladestop waren nötig, um mit hinreichend Reserve wieder nach Hause zu kommen. Längere Strecken sind also möglich, brauchen aber etwas Planung. Die zweite Fuhre ein paar Wochen später habe ich mit dem Kia Sorento gemacht, denn das Wetter wurde winterlich und das Gewicht von 16 Verbundglasscheiben ist für einen Kleinwagen eigentlich zu hoch.
Nachfolgend noch zwei Fotos von unserem Balkon auf den Donnersberg von Ende September 2020.
Blick auf den Donnersberg von unserem Balkon
Und hier nochmal von derselben Stelle mit dem extremen Teleobjektiv der Lumix DC-TZ91 Kamera.
Blick auf den fast 40 km entfernten Donnersberg über nebelverhangene Täler
Mitte Oktober hat sich dann endlich unser Bauunternehmer gerührt um die schon im Frühjahr beauftragten Arbeiten zu erledigen. Es war für die Baubranche ein extrem gutes Jahr. Wegen der Pandemie sind viele Leute zu Hause geblieben. Sie konnten ihr Geld nicht für Urlaube verprassen und haben häufig kleine und große Umbauten an ihren Immobilien vorgenommen. Entsprechend schwer war es, Gehör bei den Bauunternehmern zu finden.
Zwei Arbeiten lagen an: Bau einer Gartenmauer und Rohbau des Gartenhauses. Wenn Profis am Werk und die richtigen Maschinen im Einsatz sind, geht das ganz schnell. Der Start war am 20. Oktober und am 28. Oktober waren die Herren fertig.
Die massive Gartenmauer zur Straße hin war leider nötig, weil es mehr als einmal vorkam, daß Autos über den Acker gefahren sind. Das traut sich jetzt keiner mehr:
Gartenmauer zur Straße
Hier der Rohbau des gemauerte Gartenhauses:
Gartenhaus im RohbauGartenhaus
Dieses Foto zeigt die neue Gartenmauer, die beiden Balkongeländer, das obere bereits mit Glas und rechts den Rohbau des Gartenhauses.
Die neue Gartenmauer, das obere verglaste Balkongeländer und rechts der Rohbau des Gartenhauses
Für uns ist das der Beginn der Winterpause, in der wir eigentlich mit dem Innenausbau weitermachen wollten. Das Problem dabei ist freilich, daß man sich sehr schnell an den unfertigen Zustand gewöhnt und sich nach einem anstrengenden Arbeitsjahr auch mal gerne entspannt. So haben wir in den Wintermonaten nur kleinere, nicht weiter berichtenswerte, Fortschritte beim Hausbau gemacht.
Das gab mir allerdings den Freiraum, mich wieder mehr meinem uralten Hobby, dem Amateurfunk, zu widmen. Nachdem ich im Alter von 17 Jahren meine Lizenz erworben hatte, habe ich mich rückblickend nur kurze Zeit damit beschäftigt. Es kam die Bundeswehr, das Studium, das Berufsleben und die Fliegerei dazwischen. In den fast 50 Jahren seit meiner Lizenzprüfung hat sich im Amateurfunk unglaublich viel verändert. Auch der Amateurfunk ist digital geworden. Käuflich zu erwerbende Transceiver verwenden nur noch die nötigsten Analogbausteine, fast der komplette Signalpfad ist digitalisiert. Es ist faszinierend. Uralte Betriebsarten wie CW (Morsen), AM, FM und SSB (Sprechfunk) existieren weiterhin, aber es gibt etliche neue digitale Betriebsarten wie z.B. FT8 oder D‑STAR. Darüberhinaus gibt es für den Bastler für wenig Geld Meßwerkzeuge, von denen man vor 50 Jahren nur träumen konnte: Spektrumanalysatoren (natürlich chinesischer Provenienz) bis in den (unteren) GHz-Bereich für gut 1.000 € oder vektorielle Netzwerkanalysatoren für einige hundert Euro. Außerdem natürlich jede Menge kostenlose PC-Programme, was das Her(t)z begehrt. Falls jemand Interesse an meinen diesbezüglichen Aktivitäten hat, sei hier auf meinen zweiten Blog, das Sudelbuch verwiesen.
In den vergangenen zwei Monaten haben wir viel gesät und gepflanzt, vor allem aber bewässert. Es gab fast acht Wochen lang keinen Tropfen Regen und so mussten wir jeden Tag über zwei Stunden den Garten bewässern. Bei meist wolkenlosem Himmel und trockener Luft hatte man das Gefühl, daß das Wasser verdunstet, bevor es am Boden ankommt. Leider sind auch nicht alle Pflanzen durchgekommen, besonders von den Kirschlorbeeren hat es ein paar erwischt.
Zur Belohnung ist aber jetzt vieles am Blühen, manches auch schon verblüht. Hier ein paar aktuelle Fotos.
Der Blick aus dem Küchenfenster zeigt das Hochbeet mit Blumen und die noch immer unbebaute Grundplatte des Gartenhauses.
Der Reiher bewacht die BlumeninselWir warten immer noch auf das Gartenhaus. Ob das dieses Jahr nochwas wird?
Die Nordseite des Hauses liegt meist im Schatten. Hier konnten die Sträucher gut gedeihen, auch ohne regelmäßige Bewässerung.
Die Kirschlorbeersträucher auf der Nordseite sind angewachsen und sie treiben frisches Grün.Da unser neues Elektroauto regelmäßig zum Laden vor der Garage steht, musste nun der Anhänger auf dem Stellplatz geparkt werden.
Diese Seite ist ideal nach Süden ausgerichtet hat daher in den trockenen Wochen sehr viel Wasser benötigt. Es hat sich aber gelohnt.
Auch südlich des Stellplatzes gedeihen die Blumen und die Sträucher.
Auf den folgenden Bildern sieht man jeweils auch den Rasen, den wir im Herbst verlegt haben. Nachdem es die vergangenen Tage ganz ordentlich geregnet hat, ist er saftig grün geworden.
Hier die Grenze zum Nachbarn. Zwischen Thujas und Kirschlorbeer ist Niemandsland.Blumen vor der Terrasse.Auch die Beete an der Terrasse sind bepflanzt. Das soll schon im nächsten Jahr ein Sichtschutz werden.Das Hochbeet mit Reiher und Vogeltränke.Die Westseite neben dem Carport.Die meisten Kirschlorbeersträucher auf dem Südhang sind angewachsen.Wir haben nicht nur Kirschlorbeer sondern auch Fingerkräuter (Potentilla) gepflanzt.Der Bewuchs am östlichen Ende des Südhangs.Die langgezogene Auffahrt zum Hof erleichtert die Fahrt mit Anhänger und Wohnwagen.
Auch im Haus hat es ein paar Fortschritte gegeben. Einen davon zeigt dieses Bild:
In der Garage haben wir einfache Wandschienen montiert.
Wir haben Wandschienen und Regalträger montiert, damit die Leiter endlich mal wieder im Trockenen liegt und das Holz vom Boden wegkommt. Das mittelfristige Ziel ist es, unser neues Elektroauto zukünftig in der Garage abzustellen. Da ist es vor Wind und Wetter geschützt und dort wird es demnächst auch seine Tankstelle bekommen. Im Moment laden wir noch über Schuko.
Seit vier Wochen haben wir ein Elektroauto, einen Hyundai Kona.
Schon Ende Januar hatten wir bei unterschiedlichen Lieferanten Pflanzen bestellt, weil es da noch einen Frühbucherrabatt von immerhin 10% gab. Da sich die Gesamtkosten auf fast 1000 Euro summierten, konnten wir den Angeboten nicht widerstehen und haben noch im Januar zur Lieferung im Laufe des März bestellt.
So viele Pflanzen brauchen natürlich auch viel Blumenerde. Also mussten wir schauen, daß auch die verfügbar ist, wenn die Pflanzen kommen. Bei den geplanten Aktionen rechnet man nicht mehr in Liter oder Kilogramm, sondern in Paletten. So haben wir dann also bei Obi eine Palette mit „Qualitäts-Blumenerde“ zum Preis von knapp 500 Euro inklusive Lieferung bestellt. Das sind dann immerhin 45 Säcke à 50 Liter. Da Lieferzeiten von bis zu vier Wochen in Aussicht gestellt wurden, haben wir gleich Anfang Februar bestellt.
Das war offensichtlich lange vor der Hochsaison. Denn schon ein paar Tage später steht ohne weitere Ankündigung ein Fußgänger vor der Tür, der in sehr gebrochenem deutsch und offensichtlich verwirrt auf uns einredet. Li wollte ihn schon mit den Worten „mir gäbet nix“ abwimmeln. Es dauert eine ganze Weile, bis uns auch anhand des Lieferscheins mit dem er wedelt klar wird, daß er irgendwo einen LKW mit einer Palette Blumenerde stehen hat. Da wir aus seinen Worten nicht schlau werden, gehe ich mit ihm. Sein LKW steht am Buchenring und er weigert sich, die steile Straße zu unserem Haus hochzufahren.
Um eine lange und unfruchtbare Diskussion zu vermeiden, lassen wir ihn die Palette am Buchenring abstellen. Wir holen die Säcke dann später mit unseren Anhänger dort ab. Das ist zwar eine Plackerei und der Anhänger hat mit Sicherheit auch sein zulässiges Gesamtgewicht überschritten, aber wir müssen ihn ja nur ein paar Meter ziehen. Nun gut, um nicht rückwärts fahren zu müssen, fahre ich ihn eine Runde um den Buchenring spazieren, bevor ich den Anhänger auf dem Hof abstelle. Der Vorteil ist, die Säcke können auf dem Anhänger bleiben, bis sie verarbeitet werden. So ist schonmal die Lagerung geklärt. Zur Entlastung der Achse laden wir aber ein paar Säcke aus.
Am 28. Februar, dem einzigen echten Wintertag in Schindeldorf, kam die erste Pflanzenlieferung. Eine Palette mit vielen Pflänzchen, die zunächst mal möglichst frostfrei gelagert werden müssen, bevor sie bei besserem Wetter gepflanzt werden können. Das unmittelbar größte Problem war aber, daß der Lieferant wegen des starken Schneefalls mit seinem LKW nicht den Hügel hochkam, weder vorwärts noch rückwärts. Vermutlich hatte er keine Winterreifen montiert, wir haben schließlich Klimawandel und so Winter wie früher, die gibt’s ja bekanntlich nicht mehr. So musste dann die Palette abgeladen und per Hubwagen zumindest auf den Parkplatz gebracht werden. Auch zu zweit eine Schinderei, denn die Schuhe hatten in dem frischen Schnee keinen Halt. Letztlich hat es irgendwie geklappt und dann haben Li und ich die Pflanzen vor dort einzeln abgeholt und am Schluß auch noch die leere Palette in den Carport gebracht.
Anfang März hatten wir dann den Salat. Plötzlich und unerwartet kommen da Pakete mit 100 wurzelnackten Kirschlorbeerbäumchen, 80 Goldfinger Sträuchern und 15 Potentilla-Mix Pflänzchen und die wollen alle möglichst schnell in die Erde. Die früher gelieferten Pflanzen standen ja auch noch rum und es gab noch Nachtfröste, also nicht wirklich Wetter zum Pflanzen. Alles was in Töpfen war, haben wir dann zwischen Grillplatz und zukünftigen Gartenhaus gelagert. Dort konnten wir die Pflanzen regelmäßig bewässern und nachts gegen den Frost abdecken. Die wurzelnackten Kirschlorbeeren mussten derweil ein paar Tage in ihren Kartons übernachten.
Irgendwann wurde das Wetter dann doch besser, so daß wir mit dem Einpflanzen beginnen konnten. Als erstes waren die Kirschlorbeeren dran, denn die hatten es am ungemütlichsten. Da Erdaushub harte körperliche Arbeit ist, habe ich Li das machen lassen.
Einige dieser Kirschlorbeeren am südlichen Hang sind leider nicht angewachsen, aber die meisten werden wohl durchkommen.Diese Reihe sieht besser aus, aber auch hier werden es einige wohl nicht schaffen.
Dann kamen nach und nach die eingetopften Pflanzen in die Erde, zunächst 80 Goldfinger Sträucher, die angeblich Insekten anlocken sollen:
Eine Reihe Goldfinger-Sträucher am südlichen Hang.Pflanzen westlich des Carports.Die Blumen westlich des Carports blühen schon.
Was man sonst immer herbeisehnt und genießt, kommt uns in diesem Jahr nicht zupaß – wochenlanger Sonnenschein!
Seit sechs Wochen knackiger Sonnenschein und kein Tropfen Regen. Das kommt im Moment ungelegen.Li bei der Bewässerung der neu gesetzten Pflanzen.
Wir sind täglich an die zwei Stunden mit Bewässern beschäftigt. Zum Glück haben wir unter dem Rasen Bewässerungsschläuche verlegt, insgesamt fünf Stränge, die wir alle zwei oder drei Tage jeweils für eine Stunde anschalten.
Die Hochbeete zeigen sich bei strahlendem Sonnenschein mit blühenden Blumen in ihrer ganzen Schönheit.Der Reiher bewacht die Blumen.
Während Li sich um die Pflanzen gekümmert hat, musste auch jemand das Treppengeländer installieren. Es ist, wie auch das Geländer an den Stellplätzen, aus Edelstahl und über passende Bögen daran angeschlossen.
Das Treppengeländer mit Anschluß an das schon im Herbst installierte Geländer.
Außerdem war eine Gartenbeleuchtung gewünscht. Als Fundament für die Lampen dient jeweils ein Stein, mit dem auch die Mauern gebaut wurden. Jeder wiegt etwas über 40 kg. In die Mitte habe ich zur Kabeldurchführung ein oder zwei Löcher gebohrt und jeder Stein wurde einbetoniert, damit er ordentlich sitzt und hoffentlich in der Waage bleibt.
Als Fundament für die Gartenlampen wurde jeweils ein Mauerstein verwendet.
Als Kabel wurde fünfadriges Erdkabel verwendet, das zum zusätzlichen Schutz nochmal durch ein rotes flexibles Rohr gezogen wurde. Trotzdem sollte man nicht mit schweren Gartenwerkzeugen darauf rumhacken.
Hier ein Blick auf den Grillplatz. Im Hintergrund sieht man das Treppengeländer und die neuen Gartenlampen.
Unser Grillplatz. Im Hintergrund die neu installierte Beleuchtung.
Auch die Verkabelung des Gartenhauses ist vorbereitet. Es soll natürlich Stromanschluß bekommen und von dort wird dann die Gartenbeleuchtung gesteuert. Außerdem wird es über vier separate Ethernetkabel an das Netzwerk angeschlossen. Die Idee ist, dort später mal ein oder zwei Webcams zu installieren. Daß es vier Kabel geworden sind liegt einfach daran, daß ich einen 100m Ring bestellt habe, der dann für vier Kabel gereicht hat.
Die Versorgungskabel zum Gartenhaus: Erdung, Netz (3‑phasig), Netzwerk (CAT7, 4‑mal) und PV-Kabel.
Außerdem sind zwei 4 mm² PV-Kabel verlegt. Es könnte ja sein, daß wir noch ein paar Paneele auf das Dach des Gartenhauses montieren wollen, um ein zukünftiges Elektroauto zu laden. Die Dachgröße könnte für bis zu 4 kWp reichen. Die Ausrichtung ist ideal in Südrichtung.
Der diesjährige Winter fand am 28. Februar statt. Es hat heftig geschneit und der Schnee bliebt tatsächlich bis zum nächsten Tag liegen. Hier ein paar Eindrücke von der eingeschneiten Außenanlage:
Die eingeschneiten HochbeeteUnser GrillplatzDer KirschlorbeerEin verschneiter Strauch
Für diejenigen, die nicht zur Arbeit mussten, war es ein schöner Tag. Andere mussten ihr Auto stehenlassen, zumindest bis der Schneeräumer durch war.
In der vergangenen Schneesaison hatte der Räumdienst seinen Vertrag gekündigt, nachdem es von einigen Anwohnern Klagen gab, daß nicht alle Straßen pünktlich gereinigt waren. So mussten dann alle wieder selber Schnee schaufeln, was natürlich auch nicht recht war. Zum Glück hat man wieder jemanden gefunden, der den Service nun übernimmt. So werden seit diesem Winter auch die Seitenstraßen wieder freigeräumt.
Hier nun ohne weiteren Kommentar die Fortsetzung des Zeitraffer-Videos von der vergangenen Woche. Diesmal mit doppelter Geschwindigkeit.
Die Baufortschritte beim Nachbarn in der zweiten Woche.
Heute (Freitag) tut sich nicht mehr viel sichtbares. Wahrscheinlich schreitet der Innenausbau nun voran, daher gibt es keine weiteren Zeitraffer-Aufnahmen. Vielleicht wieder, wenn die Fassade gemacht wird.
Nachdem im vergangenen Jahr bereits die Bodenplatte gegossen wurde, ist die Winterpause nun beendet und das Haus wird aufgestellt. Wir sitzen in der ersten Reihe und können daher das Geschehen mit der Kamera beobachten. Hier die Zeitrafferaufnahmen der ersten Woche:
Die ersten vier Tage eines Fertighauses
Wir waren der Meinung, daß ein Fertighaus aus Betonelementen besteht, aber offensichtlich sind alle Elemente aus Holz gefertigt.
Unsere PV-Anlage in Stromberg ging am 23. November 2018 in Betrieb, so daß wir am Neujahrstag 2020 auf etwas mehr als ein komplettes Kalenderjahr zurückschauen konnten. Es sind also alle vier Jahreszeiten abgedeckt, wenngleich der warme Sommer 2019 sicher nicht repräsentativ ist. Auch der Winter hätte schneereicher sein können, so daß die PV-Module wochenlang eingeschneit gewesen wären. So gesehen war 2019 sicherlich ein überproportional gutes Jahr.
Die ersten vier Monate in 2019 sind wir noch zwischen Düsseldorf und Stromberg gependelt, so daß unser Eigenstromverbrauch in diesen Monaten jeweils etwa 100 kWh unter dem Mittelwert der anderen Monate von etwas über 320 kWh lag. Unser gesamter Hausstromverbrauch für 2019 lag bei knapp 3500 kWh. Der Hausstromverbrauch beinhaltet nicht den Stromverbrauch der Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser. Das nachfolgende Bild zeigt die grafische Übersicht.
Ertrag der PV-Anlage 2019
Die orangen Balken zeigen die Gesamtproduktion der Anlage, im gesamten Kalenderjahr 2019 also 10921,64 kWh. Da wir eine Leistung von 9,6 kWp installiert haben, wurden in diesem Jahr also 1138 kWh/kWp generiert. Das ist ein sehr guter Wert. Unsere alte Anlage in Düsseldorf hat selten mehr als 900 kWh/kWp pro Jahr geliefert. Von der erzeugten elektrischen Energie haben wir gut 3000 kWh selbst verbraucht und gut 7000 kWh wurden ins Netz eingespeist. Ein kleiner Teil der hier als eingespeist gezählten Energie, etwa 400 kWh, ist übrigens in die Wärmepumpe geflossen. Das soll hier aber nicht weiter analysiert werden. Von unserem gesamten Hausverbrauch mussten wir etwa 13% aus dem Netz beziehen. Das passiert im wesentlichen während der Dunkelflaute von November bis Januar. In den anderen Monaten sind wir wegen des Akkus im wesentlichen autark. Der Zähler zeigt dennoch in jedem Monat zwischen 2 und 5 kWh Netzbezug an, was durch Umschaltvorgänge erklärt werden kann: solange nicht mindestens 60 Watt aus dem Akku entnommen werden, wird der Verbrauch aus dem Netz gedeckt. Wenn also beispielsweise im Haus 3000 Watt verbraucht werden, die Sonne aber nur noch 2950 Watt liefert, werden die fehlenden 50 Watt aus dem Netz gezogen. Der Akku wird erst belästigt, wenn die Sonne weniger als 2940 Watt liefert. Dieser Schwellwert soll den Akku schonen.
Hat sich die PV-Anlage denn nun gelohnt?
Diese Frage wird immer wieder gerne gestellt, aber wir können sie erst am Ende der Lebensdauer seriös beantworten. Dennoch können wir über den Daumen peilen, was uns das Jahr 2019 eingebracht hat:
für die 3000 kWh selbst verbrauchten Strom hätten wir beim Energieversorger 900 Euro zahlen müssen.
die 400 kWh selbst verbrauchten Strom für die Wärmepumpe hätten uns 80 Euro gekostet
Die 6600 kWh tatsächlich eingespeister Energie haben uns etwa 720 Euro Einspeisevergütung eingebracht
Damit liegt unser Ertrag für 2019 also bei rund 1700 Euro.
Wenn wir mit einem durchschnittlichen Jahresertrag von 1500 Euro rechnen, dann sollten wir nach 17 Jahren die Anschaffungskosten von etwa 25 k€ erwirtschaftet haben. Das ist freilich aus verschiedenen Gründen eine Milchmädchenrechnung: die Verzinsung ist zur Zeit fast, aber nicht ganz vernachlässigbar, es fallen Steuern an, die Kosten für eingespeiste und bezogene Energie werden sich über die Jahre deutlich ändern und nicht zuletzt wird an der Anlage auch mal etwas kaputtgehen. Der Akku wird nach 10 Jahren nur noch 70–80% seiner ursprünglichen Kapazität haben, was aber nicht heißt, daß wir ihn dann austauschen müssen.
Ohne Akku wäre die Bilanz eindeutiger im Plus. Wir wollten aber den Akku haben, weil er auch eine gewisse Notstromreserve liefert. Wenn das Netz ausfällt, schaltet die Anlage automatisch in den Inselmodus und versorgt das ganze Haus, wenn die Sonne scheint aus den PV-Paneelen, ansonsten aus dem Akku.
Die Handwerker sind weg und so konnten wir endlich seit vielen Wochen mal wieder unserem eigenen Takt folgen. Leider waren sowohl das vergangene Wochenende als auch die ersten Tage der Woche kalt und neblig. Dennoch hat Li immer wieder mal ein oder zwei Stunden draußen verbracht, Pflanzen gesetzt und Zwiebeln verbuddelt. Ich habe derweil Fugensand in das Pflaster gefegt. Man glaubt nicht, wieviele Säcke in diesen Fugen einfach verschwinden. Inzwischen dürften wir bei etwa zehn Säcken à 25 kg sein, aber gezählt habe ich sie nicht. Die genaue Anzahl wird auf der Rechnung stehen…
Neben den schon vor ein paar Wochen gepflanzten Kirschlorbeeren an den Stellplätzen, sind nun weitere Gewächse vergraben. Hoffentlich sind sie winterfest.
Bepflanzung der Stellplätze: auch die Schräge bekommt noch etwas Grünzeug, bevor der Winter einbricht.
Der Hang im Süden zeigt schon erste Risse. Wir hoffen daß er hält, andernfalls müssen wir im nächsten Jahr die Erde mit Eimern wieder hochtragen. Vielleicht sorgt die Bepflanzung irgendwann für Stabilität.
Hangbepflanzung auf der Südseite. Hoffentlich rutscht da nichts…
Auch auf der Nordwestseite sind erste Büsche und Sträucher gepflanzt, die nun Zeit zum Anwachsen haben.
Die Bepflanzung auf der Nordwestseite
Oben an der Straße hat eine kleine Buche ihren Platz gefunden. Wenn sie größer wird, muß sie wohl regelmäßig beschnitten werden, damit die Autos vorbeifahren können.
Eine kleine Buche, da wir ja nicht weit vom Buchenring entfernt wohnen.
Der Blumenkübel soll Flurschaden verhindern, weil manche Fahrer immer wieder gerne eine kleine Abkürzung über das Grundstück nehmen. Es sind schon tiefe Spuren von einem größeren Fahrzeug zu sehen. Mal schauen, wie lange der Kübel noch da steht. Ich sehe ihn schon in seinen Einzelteilen auf dem Boden liegen.
Die erste Mahd
Der Rasen liegt jetzt seit knapp zwei Wochen und er ist schon gewachsen. Es wurde empfohlen, ihn dieses Jahr mindestens noch einmal zu mähen. Da heute ein sonniger Tag war, hat die leichteste von uns beiden das nun erledigt.
Der Rasen ist inzwischen gut angewachsen und muß vor dem Winter nochmal gemäht werden.Die erste Mahd unseres neuen Rasens. Das Bedienpersonal gewöhnt sich gerade an den neuen Akku-Rasenmäher.
Da wir unseren alten Rasenmäher in Düsseldorf gelassen haben, musste ein neuer her. Ein Benzinrasenmäher kam aus Lärmschutzgründen nicht in Frage. Nach langem hin und her haben wir uns dann für einen Akkumäher entschieden, damit wir nicht immer das lange Kabel hinterherschleppen müssen.
Zur Auswahl des Akku-Mähers
Die Auswahl an Akku-Mähern ist inzwischen recht groß, so daß man die Qual der Wahl hat. Eigentlich hätte es bei unserer Rasengröße ein kleiner Mäher mit entsprechend kleinen Akkus getan. Sie kommen allerdings bei hohem Gras an ihre Grenzen und wenn der Akku schon etwas in die Jahre gekommen ist, reicht eine Ladung womöglich auch nicht mehr für den gesamten Rasen.
Von den bekannten Marken Bosch, Stihl und Gardena haben wir aus Kostengründen Abstand genommen. Ein Einhell-Mäher hatte in einem Test der Stiftung Warentest vom April 2019 ganz gut abgeschnitten, aber er hatte nur zwei kleine Akkus. Letztlich sind wir beim Fuxtec EA-146 gelandet, der mit € 249,- (ohne Akku) relativ günstig ist. Er ist robust, hat einen bürstenlosen Motor, kugelgelagerte Räder und ein Metallgehäuse, aber leider ist er dadurch ziemlich schwer. Er wird mit einem 120V Akku betrieben, den es in einer 2 Ah (240Wh) und einer 3 Ah (360 Wh) Variante gibt. Schon der kleine Akku wäre für unsere Rasenfläche ausreichend.
Die Entscheidung für diesen Mäher wurde uns noch dadurch erleichtert, daß es gerade ein Sonderangebot für einen Laubbläser inklusive dem 3 Ah Akku gab. Dieser Set war mit € 279,- nur unwesentlich teurer, als der Akku alleine (€ 269,-). Damit haben wir also für etwas über 500 Euro einen Rasenmäher, einen Laubbläser und einen ordentlichen Akku bekommen. Ich bin damit zufrieden, das Bedienpersonal klagt allerdings über das Gewicht des Rasenmähers.
Anmerkung: das Angebot Akku incl. Laubbläser scheint es inzwischen nicht mehr zu geben, dafür ist der einzelne Akku aber auf € 229,- reduziert.