Aus­bau des Gar­ten­hau­ses – Der Dach­decker geht ans Werk

Der Wet­ter­be­richt sagt zwei mehr oder weni­ger regen­freie Tage vor­aus. Das soll­te doch rei­chen, um so ein klei­nes Dach zu mon­tie­ren, oder nicht? Nun­ja, wenn’s etwas durch­reg­net, ist das in der jet­zi­gen Bau­pha­se auch nicht so schlimm, also nichts wie los…

Mate­ri­al und Werk­zeug lie­gen bereit, jetzt zunächst die Unter­kon­struk­ti­on von der Pla­ne befrei­en und ein paar klei­ne Vor­ar­bei­ten erle­di­gen. Die Spar­ren sind nur pro­vi­so­risch mit klei­nen Win­keln fest­ge­schraubt, also müs­sen erst mal dicke Holz­schrau­ben durch die Spar­ren in die Mau­er­lat­ten geschraubt wer­den. Kein gro­ßes Pro­blem, mit dem Akku­schrau­ber geht das zügig. Dann kom­men nach und nach die 18 mm dicken OSB-Plat­ten auf’s Dach, müs­sen aus­ge­rich­tet, fest­ge­schraubt und zuge­schnit­ten wer­den. Sie sind 2,05 m lang, 0,675 m breit und wie­gen jeweils 15 kg. Angeb­lich! Bei der ersten mag das auch so gewe­sen sein, die zwan­zig­ste war aber deut­lich schwe­rer. Hät­te ich das geahnt, dann hät­te ich mit der letz­ten ange­fan­gen. Am Schluss wer­den die­se Plat­ten mit selbst­kle­ben­den Bitu­men­bah­nen gegen Wit­te­rungs­ein­flüs­se geschützt. Die wie­gen nur 25 kg pro 5‑m-Rol­le…

Den ersten Teil der Arbei­ten haben wir wie­der in einem klei­nen Zeit­raf­fer­vi­deo zusammengefasst:

Was wir nicht bedacht hat­ten, war der auf­zie­hen­de Wind. Der war anfangs nur unan­ge­nehm, erreich­te aber am zwei­ten Tag über 60 km/h, was schon nahe an die Defi­ni­ti­on eines Sturms kommt. Nicht nur, daß er damit noch unan­ge­neh­mer als am Tag zuvor war, er macht das Arbei­ten auch gefähr­lich. Eine Böe hat einem im Nu die OSB-Plat­te aus der Hand gefegt, die Bitu­men­bahn weg­ge­rollt oder einen bei schlech­tem Halt von der Lei­ter gebla­sen. Das Video oben endet mit dem Umwer­fen der Kame­ra durch den Wind. Zum Glück ist sie heil geblie­ben, aber die Rest­ar­bei­ten muss­ten dann ohne Video­über­wa­chung statt­fin­den. Auf­ge­ben war kei­ne Alter­na­ti­ve, denn für die näch­ste Nacht war Regen ange­sagt und so muss­te die letz­te Bitu­men­bahn dann zumin­dest pro­vi­so­risch auf das Dach gelegt wer­den. Hier ein Foto vom jet­zi­gen Zustand:

Die letz­te Bitu­men­bahn ist noch nicht ver­klebt, son­dern nur an eini­gen Stel­len getackert und mit Stei­nen beschwert. So kön­nen wir jetzt auf bes­se­res Wet­ter war­ten. Dann müs­sen die vor­de­ren OSB-Plat­ten noch leicht gekürzt wer­den, bevor die letz­te Bahn ver­klebt wer­den kann. Am Ende sol­len dann noch rund­um Ble­che befe­stigt wer­den. Unten, wo die Dach­rin­ne hin­kom­men wird, ist schon ein Blech befe­stigt, das man aber auf die­sem Foto nicht sehen kann.

Unser neu­es Pro­jekt: Aus­bau des Gartenhauses

Obwohl wir ursprüng­lich ein Gar­ten­haus aus Holz kau­fen und sel­ber auf­bau­en woll­ten, haben wir uns nach eini­gem hin und her für die gemau­er­te Vari­an­te ent­schie­den. Bei­spie­le gibt’s in der Nach­bar­schaft, aller­dings for­dert der Bebau­ungs­plan eine Holz­ver­klei­dung. Letzt­lich war die höhe­re Sta­bi­li­tät der Grund für Stein statt Holz, zumal wir erwä­gen, auch auf das Gar­ten­haus­dach noch eine PV-Anla­ge zu bauen.

Da wir sowie­so noch eine Mau­er zur Stra­ße errich­ten las­sen woll­ten, haben wir das Mau­ern dann auch den Pro­fis über­las­sen, zumal es Kno­chen­ar­beit ist. Im ver­gan­ge­nen Herbst wur­de der Roh­bau dann fer­tig­ge­stellt. Die Erbau­er haben eine etwas dicke­re Folie pro­vi­so­risch als Regen­schutz ange­bracht, die wir selbst dann nach unten mit Lat­ten abge­stützt und oben mit Holz beschwert haben. Damit war das lau­te Flat­tern der Folie im Wind beho­ben. Sie wäre auch über kurz oder lang weg­ge­ris­sen wor­den. Vor der Win­ter­pau­se konn­ten wir noch mehr oder weni­ger pro­vi­so­risch ein Fen­ster und zwei Türen ein­bau­en und im Win­ter schon ein paar Gar­ten­ge­rä­te und Pflan­zen dort abstellen.

Glück­li­cher­wei­se hat­ten wir einen lan­gen Win­ter, aber jetzt gibt es kei­ne Ent­schul­di­gung mehr, wir müs­sen das Gar­ten­haus aus­bau­en. An den noch etwas reg­ne­ri­schen und unbe­stän­di­gen Tagen habe ich innen die Ver­ka­be­lung vor­be­rei­tet. Bei­de Räu­me sol­len Licht und Steck­do­sen bekom­men und auch die Außen­be­leuch­tung im Gar­ten soll von hier aus gesteu­ert wer­den. Außer­dem habe ich Netz­werk­ka­bel ver­legt, damit man viel­leicht mal eine Web­cam instal­lie­ren kann und auch PV- und Erdungs­ka­bel zum Poten­ti­al­aus­gleich lie­gen bereit.

Als der Wet­ter­be­richt dann für Ende April ein paar schö­ne und trocke­ne Tage ange­kün­digt hat­te, gab es kein Hal­ten mehr, die Unter­kon­struk­ti­on für das Dach muß­te mon­tiert wer­den. Das Holz für die Mau­er­lat­ten und Spar­ren hat­ten wir noch recht­zei­tig besor­gen kön­nen, denn Holz ist im Moment knapp.

Dann hat sich Li mit ein paar Tagen Vor­sprung als Anstrei­cher und Lackie­rer betä­tigt, wäh­rend ich das Holz hof­fent­lich sturm­fest auf dem Gar­ten­haus mon­tiert habe. Für den eili­gen Beob­ach­ter haben wir die drei Tage in einem gut drei­mi­nü­ti­gen Video festgehalten:

Momen­tan ruht die Arbeit aus Grün­den der Wit­te­rung und wegen feh­len­den Mate­ri­als. OSB-Plat­ten sind schon da, Dach­pap­pe und Nägel soll­ten in den näch­sten Tagen kom­men. Sobald das Wet­ter wie­der bes­ser wird, geht es wei­ter. Bis dahin wer­den wir schritt­wei­se am Innen­aus­bau weitermachen.

Was zuletzt geschah…

Nach fast einem Jahr krea­ti­ver Pau­se kommt nun end­lich auf mehr­fa­chen Wunsch einer ein­zel­nen Per­son ein neu­er Ein­trag. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren wir im wesent­li­chen mit der Gar­ten­an­la­ge beschäf­tigt und wegen der mona­te­lan­gen Trocken­heit mit täg­li­chem und lang­wie­ri­gen Bewäs­sern. Die Lust zu einem Blog-Update ist dabei auf der Strecke geblieben.

Im Sep­tem­ber wur­de es küh­ler und so haben wir in dem kur­zen Zeit­fen­ster zwi­schen tro­pi­scher Hit­ze und sibi­ri­schem Frost die Bal­kon­ge­län­der mon­tiert. Hier ein paar Fotos von die­sen Akti­vi­tä­ten vom ver­gan­ge­nen Herbst:

Geländerbau
Gelän­der­bau: Gewin­de­schnei­den in den Hand­lauf zum Ver­schrau­ben auf den Stützen

Balkongeländer
Fer­tig mon­tier­te Stüt­zen und Hand­lauf der Bal­kon­ge­län­der. Die Ver­gla­sung fehlt noch.

Die Edel­stahl­tei­le haben wir über das Inter­net bestellt und per Spe­di­ti­on zu ver­nünf­ti­gen Prei­sen lie­fern las­sen. Das ging bei den Glas­schei­ben lei­der nicht. Sie woll­ten für ein Ein­weg­ge­stell und die Lie­fe­rung per Spe­di­ti­on fast 300 Euro haben. Daher haben wir uns zur Selbst­ab­ho­lung in Mep­pen ent­schie­den. Das ist von uns ziem­lich genau 400 km ent­fernt, also 800 km hin und zurück. Die Tour ist also an einem Tag zu schaf­fen. Um es erst ein­mal aus­zu­pro­bie­ren, aber auch aus Gewichts­grün­den, habe ich zunächst nur das Glas für den obe­ren Bal­kon geholt. Das war gleich­zei­tig eine idea­le Test­strecke für unse­ren neu­en elek­trisch ange­trie­be­nen Hyun­dai Kona mit einer rea­li­sti­schen Reich­wei­te von etwa 400 km. Zwei kur­ze (etwa 25 und 30 Minu­ten) und ein etwas län­ge­rer (etwa 1:10 Stun­de) Lade­stop waren nötig, um mit hin­rei­chend Reser­ve wie­der nach Hau­se zu kom­men. Län­ge­re Strecken sind also mög­lich, brau­chen aber etwas Pla­nung. Die zwei­te Fuh­re ein paar Wochen spä­ter habe ich mit dem Kia Soren­to gemacht, denn das Wet­ter wur­de win­ter­lich und das Gewicht von 16 Ver­bund­glas­schei­ben ist für einen Klein­wa­gen eigent­lich zu hoch.

Nach­fol­gend noch zwei Fotos von unse­rem Bal­kon auf den Don­ners­berg von Ende Sep­tem­ber 2020.

Donnersberg
Blick auf den Don­ners­berg von unse­rem Balkon

Und hier noch­mal von der­sel­ben Stel­le mit dem extre­men Tele­ob­jek­tiv der Lumix DC-TZ91 Kamera.

Donnersberg
Blick auf den fast 40 km ent­fern­ten Don­ners­berg über nebel­ver­han­ge­ne Täler

Mit­te Okto­ber hat sich dann end­lich unser Bau­un­ter­neh­mer gerührt um die schon im Früh­jahr beauf­trag­ten Arbei­ten zu erle­di­gen. Es war für die Bau­bran­che ein extrem gutes Jahr. Wegen der Pan­de­mie sind vie­le Leu­te zu Hau­se geblie­ben. Sie konn­ten ihr Geld nicht für Urlau­be ver­pras­sen und haben häu­fig klei­ne und gro­ße Umbau­ten an ihren Immo­bi­li­en vor­ge­nom­men. Ent­spre­chend schwer war es, Gehör bei den Bau­un­ter­neh­mern zu finden.

Zwei Arbei­ten lagen an: Bau einer Gar­ten­mau­er und Roh­bau des Gar­ten­hau­ses. Wenn Pro­fis am Werk und die rich­ti­gen Maschi­nen im Ein­satz sind, geht das ganz schnell. Der Start war am 20. Okto­ber und am 28. Okto­ber waren die Her­ren fertig.

Die mas­si­ve Gar­ten­mau­er zur Stra­ße hin war lei­der nötig, weil es mehr als ein­mal vor­kam, daß Autos über den Acker gefah­ren sind. Das traut sich jetzt kei­ner mehr:

Gartenmauer
Gar­ten­mau­er zur Straße

Hier der Roh­bau des gemau­er­te Gartenhauses:

Gartenhaus
Gar­ten­haus im Rohbau

Gartenhaus
Gar­ten­haus

Die­ses Foto zeigt die neue Gar­ten­mau­er, die bei­den Bal­kon­ge­län­der, das obe­re bereits mit Glas und rechts den Roh­bau des Gartenhauses.

Gartenmauer
Die neue Gar­ten­mau­er, das obe­re ver­gla­ste Bal­kon­ge­län­der und rechts der Roh­bau des Gartenhauses

Für uns ist das der Beginn der Win­ter­pau­se, in der wir eigent­lich mit dem Innen­aus­bau wei­ter­ma­chen woll­ten. Das Pro­blem dabei ist frei­lich, daß man sich sehr schnell an den unfer­ti­gen Zustand gewöhnt und sich nach einem anstren­gen­den Arbeits­jahr auch mal ger­ne ent­spannt. So haben wir in den Win­ter­mo­na­ten nur klei­ne­re, nicht wei­ter berich­tens­wer­te, Fort­schrit­te beim Haus­bau gemacht.

Das gab mir aller­dings den Frei­raum, mich wie­der mehr mei­nem uralten Hob­by, dem Ama­teur­funk, zu wid­men. Nach­dem ich im Alter von 17 Jah­ren mei­ne Lizenz erwor­ben hat­te, habe ich mich rück­blickend nur kur­ze Zeit damit beschäf­tigt. Es kam die Bun­des­wehr, das Stu­di­um, das Berufs­le­ben und die Flie­ge­rei dazwi­schen. In den fast 50 Jah­ren seit mei­ner Lizenz­prü­fung hat sich im Ama­teur­funk unglaub­lich viel ver­än­dert. Auch der Ama­teur­funk ist digi­tal gewor­den. Käuf­lich zu erwer­ben­de Trans­cei­ver ver­wen­den nur noch die nötig­sten Ana­log­bau­stei­ne, fast der kom­plet­te Signal­pfad ist digi­ta­li­siert. Es ist fas­zi­nie­rend. Uralte Betriebs­ar­ten wie CW (Mor­sen), AM, FM und SSB (Sprech­funk) exi­stie­ren wei­ter­hin, aber es gibt etli­che neue digi­ta­le Betriebs­ar­ten wie z.B. FT8 oder D‑STAR. Dar­über­hin­aus gibt es für den Bast­ler für wenig Geld Meß­werk­zeu­ge, von denen man vor 50 Jah­ren nur träu­men konn­te: Spek­trumana­ly­sa­to­ren (natür­lich chi­ne­si­scher Pro­ve­ni­enz) bis in den (unte­ren) GHz-Bereich für gut 1.000 € oder vek­to­ri­el­le Netz­werk­ana­ly­sa­to­ren für eini­ge hun­dert Euro. Außer­dem natür­lich jede Men­ge kosten­lo­se PC-Pro­gram­me, was das Her(t)z begehrt. Falls jemand Inter­es­se an mei­nen dies­be­züg­li­chen Akti­vi­tä­ten hat, sei hier auf mei­nen zwei­ten Blog, das Sudel­buch verwiesen.

Die Bota­nik wächst und gedeiht

In den ver­gan­ge­nen zwei Mona­ten haben wir viel gesät und gepflanzt, vor allem aber bewäs­sert. Es gab fast acht Wochen lang kei­nen Trop­fen Regen und so muss­ten wir jeden Tag über zwei Stun­den den Gar­ten bewäs­sern. Bei meist wol­ken­lo­sem Him­mel und trocke­ner Luft hat­te man das Gefühl, daß das Was­ser ver­dun­stet, bevor es am Boden ankommt. Lei­der sind auch nicht alle Pflan­zen durch­ge­kom­men, beson­ders von den Kirsch­lor­bee­ren hat es ein paar erwischt.

Zur Beloh­nung ist aber jetzt vie­les am Blü­hen, man­ches auch schon ver­blüht. Hier ein paar aktu­el­le Fotos.

Der Blick aus dem Küchen­fen­ster zeigt das Hoch­beet mit Blu­men und die noch immer unbe­bau­te Grund­plat­te des Gartenhauses.

Blumeninsel
Der Rei­her bewacht die Blumeninsel
Fundament für das Gartenhaus
Wir war­ten immer noch auf das Gar­ten­haus. Ob das die­ses Jahr noch­was wird?

Die Nord­sei­te des Hau­ses liegt meist im Schat­ten. Hier konn­ten die Sträu­cher gut gedei­hen, auch ohne regel­mä­ßi­ge Bewässerung.

Nordostseite
Die Kirsch­lor­beer­sträu­cher auf der Nord­sei­te sind ange­wach­sen und sie trei­ben fri­sches Grün.
Stellplatz
Da unser neu­es Elek­tro­au­to regel­mä­ßig zum Laden vor der Gara­ge steht, muss­te nun der Anhän­ger auf dem Stell­platz geparkt werden.

Die­se Sei­te ist ide­al nach Süden aus­ge­rich­tet hat daher in den trocke­nen Wochen sehr viel Was­ser benö­tigt. Es hat sich aber gelohnt.

Stellplatz
Auch süd­lich des Stell­plat­zes gedei­hen die Blu­men und die Sträucher.

Auf den fol­gen­den Bil­dern sieht man jeweils auch den Rasen, den wir im Herbst ver­legt haben. Nach­dem es die ver­gan­ge­nen Tage ganz ordent­lich gereg­net hat, ist er saf­tig grün geworden.

Grenze zum Nachbarn
Hier die Gren­ze zum Nach­barn. Zwi­schen Thu­jas und Kirsch­lor­beer ist Niemandsland.
Blumen vor der Terrasse
Blu­men vor der Terrasse.
Terrasse
Auch die Bee­te an der Ter­ras­se sind bepflanzt. Das soll schon im näch­sten Jahr ein Sicht­schutz werden.
Hochbeet
Das Hoch­beet mit Rei­her und Vogeltränke.
Westseite
Die West­sei­te neben dem Carport.
Südhang
Die mei­sten Kirsch­lor­beer­sträu­cher auf dem Süd­hang sind angewachsen.
Der Südhang
Wir haben nicht nur Kirsch­lor­beer son­dern auch Fin­ger­kräu­ter (Poten­til­la) gepflanzt.
Der Südhang
Der Bewuchs am öst­li­chen Ende des Südhangs.
Auffahrt
Die lang­ge­zo­ge­ne Auf­fahrt zum Hof erleich­tert die Fahrt mit Anhän­ger und Wohnwagen.

Auch im Haus hat es ein paar Fort­schrit­te gege­ben. Einen davon zeigt die­ses Bild:

Garage
In der Gara­ge haben wir ein­fa­che Wand­schie­nen montiert.

Wir haben Wand­schie­nen und Regal­trä­ger mon­tiert, damit die Lei­ter end­lich mal wie­der im Trocke­nen liegt und das Holz vom Boden weg­kommt. Das mit­tel­fri­sti­ge Ziel ist es, unser neu­es Elek­tro­au­to zukünf­tig in der Gara­ge abzu­stel­len. Da ist es vor Wind und Wet­ter geschützt und dort wird es dem­nächst auch sei­ne Tank­stel­le bekom­men. Im Moment laden wir noch über Schuko.

Elektroauto
Seit vier Wochen haben wir ein Elek­tro­au­to, einen Hyun­dai Kona.

Eröff­nung der Gartensaison

Schon Ende Janu­ar hat­ten wir bei unter­schied­li­chen Lie­fe­ran­ten Pflan­zen bestellt, weil es da noch einen Früh­bu­cherra­batt von immer­hin 10% gab. Da sich die Gesamt­ko­sten auf fast 1000 Euro sum­mier­ten, konn­ten wir den Ange­bo­ten nicht wider­ste­hen und haben noch im Janu­ar zur Lie­fe­rung im Lau­fe des März bestellt.

So vie­le Pflan­zen brau­chen natür­lich auch viel Blu­men­er­de. Also muss­ten wir schau­en, daß auch die ver­füg­bar ist, wenn die Pflan­zen kom­men. Bei den geplan­ten Aktio­nen rech­net man nicht mehr in Liter oder Kilo­gramm, son­dern in Palet­ten. So haben wir dann also bei Obi eine Palet­te mit „Qua­li­täts-Blu­men­er­de“ zum Preis von knapp 500 Euro inklu­si­ve Lie­fe­rung bestellt. Das sind dann immer­hin 45 Säcke à 50 Liter. Da Lie­fer­zei­ten von bis zu vier Wochen in Aus­sicht gestellt wur­den, haben wir gleich Anfang Febru­ar bestellt.

Das war offen­sicht­lich lan­ge vor der Hoch­sai­son. Denn schon ein paar Tage spä­ter steht ohne wei­te­re Ankün­di­gung ein Fuß­gän­ger vor der Tür, der in sehr gebro­che­nem deutsch und offen­sicht­lich ver­wirrt auf uns ein­re­det. Li woll­te ihn schon mit den Wor­ten „mir gäbet nix“ abwim­meln. Es dau­ert eine gan­ze Wei­le, bis uns auch anhand des Lie­fer­scheins mit dem er wedelt klar wird, daß er irgend­wo einen LKW mit einer Palet­te Blu­men­er­de ste­hen hat. Da wir aus sei­nen Wor­ten nicht schlau wer­den, gehe ich mit ihm. Sein LKW steht am Buchen­ring und er wei­gert sich, die stei­le Stra­ße zu unse­rem Haus hochzufahren.

Um eine lan­ge und unfrucht­ba­re Dis­kus­si­on zu ver­mei­den, las­sen wir ihn die Palet­te am Buchen­ring abstel­len. Wir holen die Säcke dann spä­ter mit unse­ren Anhän­ger dort ab. Das ist zwar eine Placke­rei und der Anhän­ger hat mit Sicher­heit auch sein zuläs­si­ges Gesamt­ge­wicht über­schrit­ten, aber wir müs­sen ihn ja nur ein paar Meter zie­hen. Nun gut, um nicht rück­wärts fah­ren zu müs­sen, fah­re ich ihn eine Run­de um den Buchen­ring spa­zie­ren, bevor ich den Anhän­ger auf dem Hof abstel­le. Der Vor­teil ist, die Säcke kön­nen auf dem Anhän­ger blei­ben, bis sie ver­ar­bei­tet wer­den. So ist schon­mal die Lage­rung geklärt. Zur Ent­la­stung der Ach­se laden wir aber ein paar Säcke aus.

Am 28. Febru­ar, dem ein­zi­gen ech­ten Win­ter­tag in Schin­del­dorf, kam die erste Pflan­zen­lie­fe­rung. Eine Palet­te mit vie­len Pflänz­chen, die zunächst mal mög­lichst frost­frei gela­gert wer­den müs­sen, bevor sie bei bes­se­rem Wet­ter gepflanzt wer­den kön­nen. Das unmit­tel­bar größ­te Pro­blem war aber, daß der Lie­fe­rant wegen des star­ken Schnee­falls mit sei­nem LKW nicht den Hügel hoch­kam, weder vor­wärts noch rück­wärts. Ver­mut­lich hat­te er kei­ne Win­ter­rei­fen mon­tiert, wir haben schließ­lich Kli­ma­wan­del und so Win­ter wie frü­her, die gibt’s ja bekannt­lich nicht mehr. So muss­te dann die Palet­te abge­la­den und per Hub­wa­gen zumin­dest auf den Park­platz gebracht wer­den. Auch zu zweit eine Schin­de­rei, denn die Schu­he hat­ten in dem fri­schen Schnee kei­nen Halt. Letzt­lich hat es irgend­wie geklappt und dann haben Li und ich die Pflan­zen vor dort ein­zeln abge­holt und am Schluß auch noch die lee­re Palet­te in den Car­port gebracht.

Anfang März hat­ten wir dann den Salat. Plötz­lich und uner­war­tet kom­men da Pake­te mit 100 wur­zel­nack­ten Kirsch­lor­beer­bäum­chen, 80 Gold­fin­ger Sträu­chern und 15 Poten­til­la-Mix Pflänz­chen und die wol­len alle mög­lichst schnell in die Erde. Die frü­her gelie­fer­ten Pflan­zen stan­den ja auch noch rum und es gab noch Nacht­frö­ste, also nicht wirk­lich Wet­ter zum Pflan­zen. Alles was in Töp­fen war, haben wir dann zwi­schen Grill­platz und zukünf­ti­gen Gar­ten­haus gela­gert. Dort konn­ten wir die Pflan­zen regel­mä­ßig bewäs­sern und nachts gegen den Frost abdecken. Die wur­zel­nack­ten Kirsch­lor­bee­ren muss­ten der­weil ein paar Tage in ihren Kar­tons übernachten.

Irgend­wann wur­de das Wet­ter dann doch bes­ser, so daß wir mit dem Ein­pflan­zen begin­nen konn­ten. Als erstes waren die Kirsch­lor­bee­ren dran, denn die hat­ten es am unge­müt­lich­sten. Da Erd­aus­hub har­te kör­per­li­che Arbeit ist, habe ich Li das machen lassen.

Kirschlorbeer
Eini­ge die­ser Kirsch­lor­bee­ren am süd­li­chen Hang sind lei­der nicht ange­wach­sen, aber die mei­sten wer­den wohl durchkommen.
Kirschlorbeeren
Die­se Rei­he sieht bes­ser aus, aber auch hier wer­den es eini­ge wohl nicht schaffen.

Dann kamen nach und nach die ein­ge­topf­ten Pflan­zen in die Erde, zunächst 80 Gold­fin­ger Sträu­cher, die angeb­lich Insek­ten anlocken sollen:

Goldfinger
Eine Rei­he Gold­fin­ger-Sträu­cher am süd­li­chen Hang.
Pflanzen westlich des Carports
Pflan­zen west­lich des Carports.
Westseite
Die Blu­men west­lich des Car­ports blü­hen schon.

Was man sonst immer her­bei­sehnt und genießt, kommt uns in die­sem Jahr nicht zupaß – wochen­lan­ger Sonnenschein!

Sonnenschein
Seit sechs Wochen knacki­ger Son­nen­schein und kein Trop­fen Regen. Das kommt im Moment ungelegen.
Bewässerung
Li bei der Bewäs­se­rung der neu gesetz­ten Pflanzen.

Wir sind täg­lich an die zwei Stun­den mit Bewäs­sern beschäf­tigt. Zum Glück haben wir unter dem Rasen Bewäs­se­rungs­schläu­che ver­legt, ins­ge­samt fünf Strän­ge, die wir alle zwei oder drei Tage jeweils für eine Stun­de anschalten.

Hochbeete
Die Hoch­bee­te zei­gen sich bei strah­len­dem Son­nen­schein mit blü­hen­den Blu­men in ihrer gan­zen Schönheit.
Reiher
Der Rei­her bewacht die Blumen.

Wäh­rend Li sich um die Pflan­zen geküm­mert hat, muss­te auch jemand das Trep­pen­ge­län­der instal­lie­ren. Es ist, wie auch das Gelän­der an den Stell­plät­zen, aus Edel­stahl und über pas­sen­de Bögen dar­an angeschlossen.

Treppengeländer
Das Trep­pen­ge­län­der mit Anschluß an das schon im Herbst instal­lier­te Geländer.

Außer­dem war eine Gar­ten­be­leuch­tung gewünscht. Als Fun­da­ment für die Lam­pen dient jeweils ein Stein, mit dem auch die Mau­ern gebaut wur­den. Jeder wiegt etwas über 40 kg. In die Mit­te habe ich zur Kabel­durch­füh­rung ein oder zwei Löcher gebohrt und jeder Stein wur­de ein­be­to­niert, damit er ordent­lich sitzt und hof­fent­lich in der Waa­ge bleibt.

Gartenlampe
Als Fun­da­ment für die Gar­ten­lam­pen wur­de jeweils ein Mau­er­stein verwendet.

Als Kabel wur­de fünf­ad­ri­ges Erd­ka­bel ver­wen­det, das zum zusätz­li­chen Schutz noch­mal durch ein rotes fle­xi­bles Rohr gezo­gen wur­de. Trotz­dem soll­te man nicht mit schwe­ren Gar­ten­werk­zeu­gen dar­auf rumhacken.

Hier ein Blick auf den Grill­platz. Im Hin­ter­grund sieht man das Trep­pen­ge­län­der und die neu­en Gartenlampen.

Unser Grillplatz
Unser Grill­platz. Im Hin­ter­grund die neu instal­lier­te Beleuchtung.

Auch die Ver­ka­be­lung des Gar­ten­hau­ses ist vor­be­rei­tet. Es soll natür­lich Strom­an­schluß bekom­men und von dort wird dann die Gar­ten­be­leuch­tung gesteu­ert. Außer­dem wird es über vier sepa­ra­te Ether­net­ka­bel an das Netz­werk ange­schlos­sen. Die Idee ist, dort spä­ter mal ein oder zwei Web­cams zu instal­lie­ren. Daß es vier Kabel gewor­den sind liegt ein­fach dar­an, daß ich einen 100m Ring bestellt habe, der dann für vier Kabel gereicht hat.

Versorgungskabel Gartenhaus
Die Ver­sor­gungs­ka­bel zum Gar­ten­haus: Erdung, Netz (3‑phasig), Netz­werk (CAT7, 4‑mal) und PV-Kabel.

Außer­dem sind zwei 4 mm² PV-Kabel ver­legt. Es könn­te ja sein, daß wir noch ein paar Panee­le auf das Dach des Gar­ten­hau­ses mon­tie­ren wol­len, um ein zukünf­ti­ges Elek­tro­au­to zu laden. Die Dach­grö­ße könn­te für bis zu 4 kWp rei­chen. Die Aus­rich­tung ist ide­al in Südrichtung.

Win­ter im Schindeldorf

Der dies­jäh­ri­ge Win­ter fand am 28. Febru­ar statt. Es hat hef­tig geschneit und der Schnee bliebt tat­säch­lich bis zum näch­sten Tag lie­gen. Hier ein paar Ein­drücke von der ein­ge­schnei­ten Außenanlage:

Die eingeschneiten Hochbeete
Die ein­ge­schnei­ten Hochbeete
Unser Grillplatz
Unser Grill­platz
Der Kirschlorbeer
Der Kirsch­lor­beer
Ein verschneiter Strauch
Ein ver­schnei­ter Strauch

Für die­je­ni­gen, die nicht zur Arbeit muss­ten, war es ein schö­ner Tag. Ande­re muss­ten ihr Auto ste­hen­las­sen, zumin­dest bis der Schnee­räu­mer durch war.

In der ver­gan­ge­nen Schnee­sai­son hat­te der Räum­dienst sei­nen Ver­trag gekün­digt, nach­dem es von eini­gen Anwoh­nern Kla­gen gab, daß nicht alle Stra­ßen pünkt­lich gerei­nigt waren. So muss­ten dann alle wie­der sel­ber Schnee schau­feln, was natür­lich auch nicht recht war. Zum Glück hat man wie­der jeman­den gefun­den, der den Ser­vice nun über­nimmt. So wer­den seit die­sem Win­ter auch die Sei­ten­stra­ßen wie­der freigeräumt.

Beim Nach­barn geht’s weiter

Hier nun ohne wei­te­ren Kom­men­tar die Fort­set­zung des Zeit­raf­fer-Vide­os von der ver­gan­ge­nen Woche. Dies­mal mit dop­pel­ter Geschwindigkeit.

Die Bau­fort­schrit­te beim Nach­barn in der zwei­ten Woche.

Heu­te (Frei­tag) tut sich nicht mehr viel sicht­ba­res. Wahr­schein­lich schrei­tet der Innen­aus­bau nun vor­an, daher gibt es kei­ne wei­te­ren Zeit­raf­fer-Auf­nah­men. Viel­leicht wie­der, wenn die Fas­sa­de gemacht wird.

Auf­bau des Fer­tig­hau­ses beim Nachbarn

Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr bereits die Boden­plat­te gegos­sen wur­de, ist die Win­ter­pau­se nun been­det und das Haus wird auf­ge­stellt. Wir sit­zen in der ersten Rei­he und kön­nen daher das Gesche­hen mit der Kame­ra beob­ach­ten. Hier die Zeit­raf­fer­auf­nah­men der ersten Woche:

Die ersten vier Tage eines Fertighauses

Wir waren der Mei­nung, daß ein Fer­tig­haus aus Beton­ele­men­ten besteht, aber offen­sicht­lich sind alle Ele­men­te aus Holz gefertigt.

Rück­blick auf das erste Betriebs­jahr der PV-Anlage

Unse­re PV-Anla­ge in Strom­berg ging am 23. Novem­ber 2018 in Betrieb, so daß wir am Neu­jahrs­tag 2020 auf etwas mehr als ein kom­plet­tes Kalen­der­jahr zurück­schau­en konn­ten. Es sind also alle vier Jah­res­zei­ten abge­deckt, wenn­gleich der war­me Som­mer 2019 sicher nicht reprä­sen­ta­tiv ist. Auch der Win­ter hät­te schnee­rei­cher sein kön­nen, so daß die PV-Modu­le wochen­lang ein­ge­schneit gewe­sen wären. So gese­hen war 2019 sicher­lich ein über­pro­por­tio­nal gutes Jahr.

Die ersten vier Mona­te in 2019 sind wir noch zwi­schen Düs­sel­dorf und Strom­berg gepen­delt, so daß unser Eigen­strom­ver­brauch in die­sen Mona­ten jeweils etwa 100 kWh unter dem Mit­tel­wert der ande­ren Mona­te von etwas über 320 kWh lag. Unser gesam­ter Haus­strom­ver­brauch für 2019 lag bei knapp 3500 kWh. Der Haus­strom­ver­brauch beinhal­tet nicht den Strom­ver­brauch der Wär­me­pum­pe für Hei­zung und Warm­was­ser. Das nach­fol­gen­de Bild zeigt die gra­fi­sche Übersicht.

Ertrag der PV-Anlage
Ertrag der PV-Anla­ge 2019

Die oran­gen Bal­ken zei­gen die Gesamt­pro­duk­ti­on der Anla­ge, im gesam­ten Kalen­der­jahr 2019 also 10921,64 kWh. Da wir eine Lei­stung von 9,6 kWp instal­liert haben, wur­den in die­sem Jahr also 1138 kWh/kWp gene­riert. Das ist ein sehr guter Wert. Unse­re alte Anla­ge in Düs­sel­dorf hat sel­ten mehr als 900 kWh/kWp pro Jahr gelie­fert. Von der erzeug­ten elek­tri­schen Ener­gie haben wir gut 3000 kWh selbst ver­braucht und gut 7000 kWh wur­den ins Netz ein­ge­speist. Ein klei­ner Teil der hier als ein­ge­speist gezähl­ten Ener­gie, etwa 400 kWh, ist übri­gens in die Wär­me­pum­pe geflos­sen. Das soll hier aber nicht wei­ter ana­ly­siert wer­den. Von unse­rem gesam­ten Haus­ver­brauch muss­ten wir etwa 13% aus dem Netz bezie­hen. Das pas­siert im wesent­li­chen wäh­rend der Dun­kel­flau­te von Novem­ber bis Janu­ar. In den ande­ren Mona­ten sind wir wegen des Akkus im wesent­li­chen aut­ark. Der Zäh­ler zeigt den­noch in jedem Monat zwi­schen 2 und 5 kWh Netz­be­zug an, was durch Umschalt­vor­gän­ge erklärt wer­den kann: solan­ge nicht min­de­stens 60 Watt aus dem Akku ent­nom­men wer­den, wird der Ver­brauch aus dem Netz gedeckt. Wenn also bei­spiels­wei­se im Haus 3000 Watt ver­braucht wer­den, die Son­ne aber nur noch 2950 Watt lie­fert, wer­den die feh­len­den 50 Watt aus dem Netz gezo­gen. Der Akku wird erst belä­stigt, wenn die Son­ne weni­ger als 2940 Watt lie­fert. Die­ser Schwell­wert soll den Akku schonen.

Hat sich die PV-Anla­ge denn nun gelohnt?

Die­se Fra­ge wird immer wie­der ger­ne gestellt, aber wir kön­nen sie erst am Ende der Lebens­dau­er seri­ös beant­wor­ten. Den­noch kön­nen wir über den Dau­men pei­len, was uns das Jahr 2019 ein­ge­bracht hat:

  • für die 3000 kWh selbst ver­brauch­ten Strom hät­ten wir beim Ener­gie­ver­sor­ger 900 Euro zah­len müssen.
  • die 400 kWh selbst ver­brauch­ten Strom für die Wär­me­pum­pe hät­ten uns 80 Euro gekostet
  • Die 6600 kWh tat­säch­lich ein­ge­spei­ster Ener­gie haben uns etwa 720 Euro Ein­spei­se­ver­gü­tung eingebracht

Damit liegt unser Ertrag für 2019 also bei rund 1700 Euro.

Wenn wir mit einem durch­schnitt­li­chen Jah­res­er­trag von 1500 Euro rech­nen, dann soll­ten wir nach 17 Jah­ren die Anschaf­fungs­ko­sten von etwa 25 k€ erwirt­schaf­tet haben. Das ist frei­lich aus ver­schie­de­nen Grün­den eine Milch­mäd­chen­rech­nung: die Ver­zin­sung ist zur Zeit fast, aber nicht ganz ver­nach­läs­sig­bar, es fal­len Steu­ern an, die Kosten für ein­ge­spei­ste und bezo­ge­ne Ener­gie wer­den sich über die Jah­re deut­lich ändern und nicht zuletzt wird an der Anla­ge auch mal etwas kaputt­ge­hen. Der Akku wird nach 10 Jah­ren nur noch 70–80% sei­ner ursprüng­li­chen Kapa­zi­tät haben, was aber nicht heißt, daß wir ihn dann aus­tau­schen müssen.

Ohne Akku wäre die Bilanz ein­deu­ti­ger im Plus. Wir woll­ten aber den Akku haben, weil er auch eine gewis­se Not­strom­re­ser­ve lie­fert. Wenn das Netz aus­fällt, schal­tet die Anla­ge auto­ma­tisch in den Insel­mo­dus und ver­sorgt das gan­ze Haus, wenn die Son­ne scheint aus den PV-Panee­len, anson­sten aus dem Akku.

Die Bota­nik im Herbst

Die Hand­wer­ker sind weg und so konn­ten wir end­lich seit vie­len Wochen mal wie­der unse­rem eige­nen Takt fol­gen. Lei­der waren sowohl das ver­gan­ge­ne Wochen­en­de als auch die ersten Tage der Woche kalt und neb­lig. Den­noch hat Li immer wie­der mal ein oder zwei Stun­den drau­ßen ver­bracht, Pflan­zen gesetzt und Zwie­beln ver­bud­delt. Ich habe der­weil Fugen­sand in das Pfla­ster gefegt. Man glaubt nicht, wie­vie­le Säcke in die­sen Fugen ein­fach ver­schwin­den. Inzwi­schen dürf­ten wir bei etwa zehn Säcken à 25 kg sein, aber gezählt habe ich sie nicht. Die genaue Anzahl wird auf der Rech­nung stehen…

Neben den schon vor ein paar Wochen gepflanz­ten Kirsch­lor­bee­ren an den Stell­plät­zen, sind nun wei­te­re Gewäch­se ver­gra­ben. Hof­fent­lich sind sie winterfest.

Bepflanzung der Stellplätze
Bepflan­zung der Stell­plät­ze: auch die Schrä­ge bekommt noch etwas Grün­zeug, bevor der Win­ter einbricht.

Der Hang im Süden zeigt schon erste Ris­se. Wir hof­fen daß er hält, andern­falls müs­sen wir im näch­sten Jahr die Erde mit Eimern wie­der hoch­tra­gen. Viel­leicht sorgt die Bepflan­zung irgend­wann für Stabilität.

Hangbepflanzung
Hang­be­pflan­zung auf der Süd­sei­te. Hof­fent­lich rutscht da nichts…

Auch auf der Nord­west­sei­te sind erste Büsche und Sträu­cher gepflanzt, die nun Zeit zum Anwach­sen haben.

Bepflanzung
Die Bepflan­zung auf der Nordwestseite

Oben an der Stra­ße hat eine klei­ne Buche ihren Platz gefun­den. Wenn sie grö­ßer wird, muß sie wohl regel­mä­ßig beschnit­ten wer­den, damit die Autos vor­bei­fah­ren können.

Bepflanzung
Eine klei­ne Buche, da wir ja nicht weit vom Buchen­ring ent­fernt wohnen.

Der Blu­men­kü­bel soll Flur­scha­den ver­hin­dern, weil man­che Fah­rer immer wie­der ger­ne eine klei­ne Abkür­zung über das Grund­stück neh­men. Es sind schon tie­fe Spu­ren von einem grö­ße­ren Fahr­zeug zu sehen. Mal schau­en, wie lan­ge der Kübel noch da steht. Ich sehe ihn schon in sei­nen Ein­zel­tei­len auf dem Boden liegen.

Die erste Mahd

Der Rasen liegt jetzt seit knapp zwei Wochen und er ist schon gewach­sen. Es wur­de emp­foh­len, ihn die­ses Jahr min­de­stens noch ein­mal zu mähen. Da heu­te ein son­ni­ger Tag war, hat die leich­te­ste von uns bei­den das nun erledigt.

Rasenmähen
Der Rasen ist inzwi­schen gut ange­wach­sen und muß vor dem Win­ter noch­mal gemäht werden.
Erste Mahd
Die erste Mahd unse­res neu­en Rasens. Das Bedien­per­so­nal gewöhnt sich gera­de an den neu­en Akku-Rasenmäher.

Da wir unse­ren alten Rasen­mä­her in Düs­sel­dorf gelas­sen haben, muss­te ein neu­er her. Ein Ben­zin­ra­sen­mä­her kam aus Lärm­schutz­grün­den nicht in Fra­ge. Nach lan­gem hin und her haben wir uns dann für einen Akkumä­her ent­schie­den, damit wir nicht immer das lan­ge Kabel hin­ter­her­schlep­pen müssen.

Zur Aus­wahl des Akku-Mähers

Die Aus­wahl an Akku-Mähern ist inzwi­schen recht groß, so daß man die Qual der Wahl hat. Eigent­lich hät­te es bei unse­rer Rasen­grö­ße ein klei­ner Mäher mit ent­spre­chend klei­nen Akkus getan. Sie kom­men aller­dings bei hohem Gras an ihre Gren­zen und wenn der Akku schon etwas in die Jah­re gekom­men ist, reicht eine Ladung womög­lich auch nicht mehr für den gesam­ten Rasen.

Von den bekann­ten Mar­ken Bosch, Stihl und Gar­de­na haben wir aus Kosten­grün­den Abstand genom­men. Ein Ein­hell-Mäher hat­te in einem Test der Stif­tung Waren­test vom April 2019 ganz gut abge­schnit­ten, aber er hat­te nur zwei klei­ne Akkus. Letzt­lich sind wir beim Fux­tec EA-146 gelan­det, der mit € 249,- (ohne Akku) rela­tiv gün­stig ist. Er ist robust, hat einen bür­sten­lo­sen Motor, kugel­ge­la­ger­te Räder und ein Metall­ge­häu­se, aber lei­der ist er dadurch ziem­lich schwer. Er wird mit einem 120V Akku betrie­ben, den es in einer 2 Ah (240Wh) und einer 3 Ah (360 Wh) Vari­an­te gibt. Schon der klei­ne Akku wäre für unse­re Rasen­flä­che ausreichend.

Die Ent­schei­dung für die­sen Mäher wur­de uns noch dadurch erleich­tert, daß es gera­de ein Son­der­an­ge­bot für einen Laub­blä­ser inklu­si­ve dem 3 Ah Akku gab. Die­ser Set war mit € 279,- nur unwe­sent­lich teu­rer, als der Akku allei­ne (€ 269,-). Damit haben wir also für etwas über 500 Euro einen Rasen­mä­her, einen Laub­blä­ser und einen ordent­li­chen Akku bekom­men. Ich bin damit zufrie­den, das Bedien­per­so­nal klagt aller­dings über das Gewicht des Rasenmähers.

Anmer­kung: das Ange­bot Akku incl. Laub­blä­ser scheint es inzwi­schen nicht mehr zu geben, dafür ist der ein­zel­ne Akku aber auf € 229,- reduziert.