Eröff­nung der Gartensaison

Schon Ende Janu­ar hat­ten wir bei unter­schied­li­chen Lie­fe­ran­ten Pflan­zen bestellt, weil es da noch einen Früh­bu­cherra­batt von immer­hin 10% gab. Da sich die Gesamt­ko­sten auf fast 1000 Euro sum­mier­ten, konn­ten wir den Ange­bo­ten nicht wider­ste­hen und haben noch im Janu­ar zur Lie­fe­rung im Lau­fe des März bestellt.

So vie­le Pflan­zen brau­chen natür­lich auch viel Blu­men­er­de. Also muss­ten wir schau­en, daß auch die ver­füg­bar ist, wenn die Pflan­zen kom­men. Bei den geplan­ten Aktio­nen rech­net man nicht mehr in Liter oder Kilo­gramm, son­dern in Palet­ten. So haben wir dann also bei Obi eine Palet­te mit „Qua­li­täts-Blu­men­er­de“ zum Preis von knapp 500 Euro inklu­si­ve Lie­fe­rung bestellt. Das sind dann immer­hin 45 Säcke à 50 Liter. Da Lie­fer­zei­ten von bis zu vier Wochen in Aus­sicht gestellt wur­den, haben wir gleich Anfang Febru­ar bestellt.

Das war offen­sicht­lich lan­ge vor der Hoch­sai­son. Denn schon ein paar Tage spä­ter steht ohne wei­te­re Ankün­di­gung ein Fuß­gän­ger vor der Tür, der in sehr gebro­che­nem deutsch und offen­sicht­lich ver­wirrt auf uns ein­re­det. Li woll­te ihn schon mit den Wor­ten „mir gäbet nix“ abwim­meln. Es dau­ert eine gan­ze Wei­le, bis uns auch anhand des Lie­fer­scheins mit dem er wedelt klar wird, daß er irgend­wo einen LKW mit einer Palet­te Blu­men­er­de ste­hen hat. Da wir aus sei­nen Wor­ten nicht schlau wer­den, gehe ich mit ihm. Sein LKW steht am Buchen­ring und er wei­gert sich, die stei­le Stra­ße zu unse­rem Haus hochzufahren.

Um eine lan­ge und unfrucht­ba­re Dis­kus­si­on zu ver­mei­den, las­sen wir ihn die Palet­te am Buchen­ring abstel­len. Wir holen die Säcke dann spä­ter mit unse­ren Anhän­ger dort ab. Das ist zwar eine Placke­rei und der Anhän­ger hat mit Sicher­heit auch sein zuläs­si­ges Gesamt­ge­wicht über­schrit­ten, aber wir müs­sen ihn ja nur ein paar Meter zie­hen. Nun gut, um nicht rück­wärts fah­ren zu müs­sen, fah­re ich ihn eine Run­de um den Buchen­ring spa­zie­ren, bevor ich den Anhän­ger auf dem Hof abstel­le. Der Vor­teil ist, die Säcke kön­nen auf dem Anhän­ger blei­ben, bis sie ver­ar­bei­tet wer­den. So ist schon­mal die Lage­rung geklärt. Zur Ent­la­stung der Ach­se laden wir aber ein paar Säcke aus.

Am 28. Febru­ar, dem ein­zi­gen ech­ten Win­ter­tag in Schin­del­dorf, kam die erste Pflan­zen­lie­fe­rung. Eine Palet­te mit vie­len Pflänz­chen, die zunächst mal mög­lichst frost­frei gela­gert wer­den müs­sen, bevor sie bei bes­se­rem Wet­ter gepflanzt wer­den kön­nen. Das unmit­tel­bar größ­te Pro­blem war aber, daß der Lie­fe­rant wegen des star­ken Schnee­falls mit sei­nem LKW nicht den Hügel hoch­kam, weder vor­wärts noch rück­wärts. Ver­mut­lich hat­te er kei­ne Win­ter­rei­fen mon­tiert, wir haben schließ­lich Kli­ma­wan­del und so Win­ter wie frü­her, die gibt’s ja bekannt­lich nicht mehr. So muss­te dann die Palet­te abge­la­den und per Hub­wa­gen zumin­dest auf den Park­platz gebracht wer­den. Auch zu zweit eine Schin­de­rei, denn die Schu­he hat­ten in dem fri­schen Schnee kei­nen Halt. Letzt­lich hat es irgend­wie geklappt und dann haben Li und ich die Pflan­zen vor dort ein­zeln abge­holt und am Schluß auch noch die lee­re Palet­te in den Car­port gebracht.

Anfang März hat­ten wir dann den Salat. Plötz­lich und uner­war­tet kom­men da Pake­te mit 100 wur­zel­nack­ten Kirsch­lor­beer­bäum­chen, 80 Gold­fin­ger Sträu­chern und 15 Poten­til­la-Mix Pflänz­chen und die wol­len alle mög­lichst schnell in die Erde. Die frü­her gelie­fer­ten Pflan­zen stan­den ja auch noch rum und es gab noch Nacht­frö­ste, also nicht wirk­lich Wet­ter zum Pflan­zen. Alles was in Töp­fen war, haben wir dann zwi­schen Grill­platz und zukünf­ti­gen Gar­ten­haus gela­gert. Dort konn­ten wir die Pflan­zen regel­mä­ßig bewäs­sern und nachts gegen den Frost abdecken. Die wur­zel­nack­ten Kirsch­lor­bee­ren muss­ten der­weil ein paar Tage in ihren Kar­tons übernachten.

Irgend­wann wur­de das Wet­ter dann doch bes­ser, so daß wir mit dem Ein­pflan­zen begin­nen konn­ten. Als erstes waren die Kirsch­lor­bee­ren dran, denn die hat­ten es am unge­müt­lich­sten. Da Erd­aus­hub har­te kör­per­li­che Arbeit ist, habe ich Li das machen lassen.

Kirschlorbeer
Eini­ge die­ser Kirsch­lor­bee­ren am süd­li­chen Hang sind lei­der nicht ange­wach­sen, aber die mei­sten wer­den wohl durchkommen.
Kirschlorbeeren
Die­se Rei­he sieht bes­ser aus, aber auch hier wer­den es eini­ge wohl nicht schaffen.

Dann kamen nach und nach die ein­ge­topf­ten Pflan­zen in die Erde, zunächst 80 Gold­fin­ger Sträu­cher, die angeb­lich Insek­ten anlocken sollen:

Goldfinger
Eine Rei­he Gold­fin­ger-Sträu­cher am süd­li­chen Hang.
Pflanzen westlich des Carports
Pflan­zen west­lich des Carports.
Westseite
Die Blu­men west­lich des Car­ports blü­hen schon.

Was man sonst immer her­bei­sehnt und genießt, kommt uns in die­sem Jahr nicht zupaß – wochen­lan­ger Sonnenschein!

Sonnenschein
Seit sechs Wochen knacki­ger Son­nen­schein und kein Trop­fen Regen. Das kommt im Moment ungelegen.
Bewässerung
Li bei der Bewäs­se­rung der neu gesetz­ten Pflanzen.

Wir sind täg­lich an die zwei Stun­den mit Bewäs­sern beschäf­tigt. Zum Glück haben wir unter dem Rasen Bewäs­se­rungs­schläu­che ver­legt, ins­ge­samt fünf Strän­ge, die wir alle zwei oder drei Tage jeweils für eine Stun­de anschalten.

Hochbeete
Die Hoch­bee­te zei­gen sich bei strah­len­dem Son­nen­schein mit blü­hen­den Blu­men in ihrer gan­zen Schönheit.
Reiher
Der Rei­her bewacht die Blumen.

Wäh­rend Li sich um die Pflan­zen geküm­mert hat, muss­te auch jemand das Trep­pen­ge­län­der instal­lie­ren. Es ist, wie auch das Gelän­der an den Stell­plät­zen, aus Edel­stahl und über pas­sen­de Bögen dar­an angeschlossen.

Treppengeländer
Das Trep­pen­ge­län­der mit Anschluß an das schon im Herbst instal­lier­te Geländer.

Außer­dem war eine Gar­ten­be­leuch­tung gewünscht. Als Fun­da­ment für die Lam­pen dient jeweils ein Stein, mit dem auch die Mau­ern gebaut wur­den. Jeder wiegt etwas über 40 kg. In die Mit­te habe ich zur Kabel­durch­füh­rung ein oder zwei Löcher gebohrt und jeder Stein wur­de ein­be­to­niert, damit er ordent­lich sitzt und hof­fent­lich in der Waa­ge bleibt.

Gartenlampe
Als Fun­da­ment für die Gar­ten­lam­pen wur­de jeweils ein Mau­er­stein verwendet.

Als Kabel wur­de fünf­ad­ri­ges Erd­ka­bel ver­wen­det, das zum zusätz­li­chen Schutz noch­mal durch ein rotes fle­xi­bles Rohr gezo­gen wur­de. Trotz­dem soll­te man nicht mit schwe­ren Gar­ten­werk­zeu­gen dar­auf rumhacken.

Hier ein Blick auf den Grill­platz. Im Hin­ter­grund sieht man das Trep­pen­ge­län­der und die neu­en Gartenlampen.

Unser Grillplatz
Unser Grill­platz. Im Hin­ter­grund die neu instal­lier­te Beleuchtung.

Auch die Ver­ka­be­lung des Gar­ten­hau­ses ist vor­be­rei­tet. Es soll natür­lich Strom­an­schluß bekom­men und von dort wird dann die Gar­ten­be­leuch­tung gesteu­ert. Außer­dem wird es über vier sepa­ra­te Ether­net­ka­bel an das Netz­werk ange­schlos­sen. Die Idee ist, dort spä­ter mal ein oder zwei Web­cams zu instal­lie­ren. Daß es vier Kabel gewor­den sind liegt ein­fach dar­an, daß ich einen 100m Ring bestellt habe, der dann für vier Kabel gereicht hat.

Versorgungskabel Gartenhaus
Die Ver­sor­gungs­ka­bel zum Gar­ten­haus: Erdung, Netz (3‑phasig), Netz­werk (CAT7, 4‑mal) und PV-Kabel.

Außer­dem sind zwei 4 mm² PV-Kabel ver­legt. Es könn­te ja sein, daß wir noch ein paar Panee­le auf das Dach des Gar­ten­hau­ses mon­tie­ren wol­len, um ein zukünf­ti­ges Elek­tro­au­to zu laden. Die Dach­grö­ße könn­te für bis zu 4 kWp rei­chen. Die Aus­rich­tung ist ide­al in Südrichtung.

Win­ter im Schindeldorf

Der dies­jäh­ri­ge Win­ter fand am 28. Febru­ar statt. Es hat hef­tig geschneit und der Schnee bliebt tat­säch­lich bis zum näch­sten Tag lie­gen. Hier ein paar Ein­drücke von der ein­ge­schnei­ten Außenanlage:

Die eingeschneiten Hochbeete
Die ein­ge­schnei­ten Hochbeete
Unser Grillplatz
Unser Grill­platz
Der Kirschlorbeer
Der Kirsch­lor­beer
Ein verschneiter Strauch
Ein ver­schnei­ter Strauch

Für die­je­ni­gen, die nicht zur Arbeit muss­ten, war es ein schö­ner Tag. Ande­re muss­ten ihr Auto ste­hen­las­sen, zumin­dest bis der Schnee­räu­mer durch war.

In der ver­gan­ge­nen Schnee­sai­son hat­te der Räum­dienst sei­nen Ver­trag gekün­digt, nach­dem es von eini­gen Anwoh­nern Kla­gen gab, daß nicht alle Stra­ßen pünkt­lich gerei­nigt waren. So muss­ten dann alle wie­der sel­ber Schnee schau­feln, was natür­lich auch nicht recht war. Zum Glück hat man wie­der jeman­den gefun­den, der den Ser­vice nun über­nimmt. So wer­den seit die­sem Win­ter auch die Sei­ten­stra­ßen wie­der freigeräumt.

Beim Nach­barn geht’s weiter

Hier nun ohne wei­te­ren Kom­men­tar die Fort­set­zung des Zeit­raf­fer-Vide­os von der ver­gan­ge­nen Woche. Dies­mal mit dop­pel­ter Geschwindigkeit.

Die Bau­fort­schrit­te beim Nach­barn in der zwei­ten Woche.

Heu­te (Frei­tag) tut sich nicht mehr viel sicht­ba­res. Wahr­schein­lich schrei­tet der Innen­aus­bau nun vor­an, daher gibt es kei­ne wei­te­ren Zeit­raf­fer-Auf­nah­men. Viel­leicht wie­der, wenn die Fas­sa­de gemacht wird.

Auf­bau des Fer­tig­hau­ses beim Nachbarn

Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr bereits die Boden­plat­te gegos­sen wur­de, ist die Win­ter­pau­se nun been­det und das Haus wird auf­ge­stellt. Wir sit­zen in der ersten Rei­he und kön­nen daher das Gesche­hen mit der Kame­ra beob­ach­ten. Hier die Zeit­raf­fer­auf­nah­men der ersten Woche:

Die ersten vier Tage eines Fertighauses

Wir waren der Mei­nung, daß ein Fer­tig­haus aus Beton­ele­men­ten besteht, aber offen­sicht­lich sind alle Ele­men­te aus Holz gefertigt.

Die Bota­nik im Herbst

Die Hand­wer­ker sind weg und so konn­ten wir end­lich seit vie­len Wochen mal wie­der unse­rem eige­nen Takt fol­gen. Lei­der waren sowohl das ver­gan­ge­ne Wochen­en­de als auch die ersten Tage der Woche kalt und neb­lig. Den­noch hat Li immer wie­der mal ein oder zwei Stun­den drau­ßen ver­bracht, Pflan­zen gesetzt und Zwie­beln ver­bud­delt. Ich habe der­weil Fugen­sand in das Pfla­ster gefegt. Man glaubt nicht, wie­vie­le Säcke in die­sen Fugen ein­fach ver­schwin­den. Inzwi­schen dürf­ten wir bei etwa zehn Säcken à 25 kg sein, aber gezählt habe ich sie nicht. Die genaue Anzahl wird auf der Rech­nung stehen…

Neben den schon vor ein paar Wochen gepflanz­ten Kirsch­lor­bee­ren an den Stell­plät­zen, sind nun wei­te­re Gewäch­se ver­gra­ben. Hof­fent­lich sind sie winterfest.

Bepflanzung der Stellplätze
Bepflan­zung der Stell­plät­ze: auch die Schrä­ge bekommt noch etwas Grün­zeug, bevor der Win­ter einbricht.

Der Hang im Süden zeigt schon erste Ris­se. Wir hof­fen daß er hält, andern­falls müs­sen wir im näch­sten Jahr die Erde mit Eimern wie­der hoch­tra­gen. Viel­leicht sorgt die Bepflan­zung irgend­wann für Stabilität.

Hangbepflanzung
Hang­be­pflan­zung auf der Süd­sei­te. Hof­fent­lich rutscht da nichts…

Auch auf der Nord­west­sei­te sind erste Büsche und Sträu­cher gepflanzt, die nun Zeit zum Anwach­sen haben.

Bepflanzung
Die Bepflan­zung auf der Nordwestseite

Oben an der Stra­ße hat eine klei­ne Buche ihren Platz gefun­den. Wenn sie grö­ßer wird, muß sie wohl regel­mä­ßig beschnit­ten wer­den, damit die Autos vor­bei­fah­ren können.

Bepflanzung
Eine klei­ne Buche, da wir ja nicht weit vom Buchen­ring ent­fernt wohnen.

Der Blu­men­kü­bel soll Flur­scha­den ver­hin­dern, weil man­che Fah­rer immer wie­der ger­ne eine klei­ne Abkür­zung über das Grund­stück neh­men. Es sind schon tie­fe Spu­ren von einem grö­ße­ren Fahr­zeug zu sehen. Mal schau­en, wie lan­ge der Kübel noch da steht. Ich sehe ihn schon in sei­nen Ein­zel­tei­len auf dem Boden liegen.

Die erste Mahd

Der Rasen liegt jetzt seit knapp zwei Wochen und er ist schon gewach­sen. Es wur­de emp­foh­len, ihn die­ses Jahr min­de­stens noch ein­mal zu mähen. Da heu­te ein son­ni­ger Tag war, hat die leich­te­ste von uns bei­den das nun erledigt.

Rasenmähen
Der Rasen ist inzwi­schen gut ange­wach­sen und muß vor dem Win­ter noch­mal gemäht werden.
Erste Mahd
Die erste Mahd unse­res neu­en Rasens. Das Bedien­per­so­nal gewöhnt sich gera­de an den neu­en Akku-Rasenmäher.

Da wir unse­ren alten Rasen­mä­her in Düs­sel­dorf gelas­sen haben, muss­te ein neu­er her. Ein Ben­zin­ra­sen­mä­her kam aus Lärm­schutz­grün­den nicht in Fra­ge. Nach lan­gem hin und her haben wir uns dann für einen Akkumä­her ent­schie­den, damit wir nicht immer das lan­ge Kabel hin­ter­her­schlep­pen müssen.

Zur Aus­wahl des Akku-Mähers

Die Aus­wahl an Akku-Mähern ist inzwi­schen recht groß, so daß man die Qual der Wahl hat. Eigent­lich hät­te es bei unse­rer Rasen­grö­ße ein klei­ner Mäher mit ent­spre­chend klei­nen Akkus getan. Sie kom­men aller­dings bei hohem Gras an ihre Gren­zen und wenn der Akku schon etwas in die Jah­re gekom­men ist, reicht eine Ladung womög­lich auch nicht mehr für den gesam­ten Rasen.

Von den bekann­ten Mar­ken Bosch, Stihl und Gar­de­na haben wir aus Kosten­grün­den Abstand genom­men. Ein Ein­hell-Mäher hat­te in einem Test der Stif­tung Waren­test vom April 2019 ganz gut abge­schnit­ten, aber er hat­te nur zwei klei­ne Akkus. Letzt­lich sind wir beim Fux­tec EA-146 gelan­det, der mit € 249,- (ohne Akku) rela­tiv gün­stig ist. Er ist robust, hat einen bür­sten­lo­sen Motor, kugel­ge­la­ger­te Räder und ein Metall­ge­häu­se, aber lei­der ist er dadurch ziem­lich schwer. Er wird mit einem 120V Akku betrie­ben, den es in einer 2 Ah (240Wh) und einer 3 Ah (360 Wh) Vari­an­te gibt. Schon der klei­ne Akku wäre für unse­re Rasen­flä­che ausreichend.

Die Ent­schei­dung für die­sen Mäher wur­de uns noch dadurch erleich­tert, daß es gera­de ein Son­der­an­ge­bot für einen Laub­blä­ser inklu­si­ve dem 3 Ah Akku gab. Die­ser Set war mit € 279,- nur unwe­sent­lich teu­rer, als der Akku allei­ne (€ 269,-). Damit haben wir also für etwas über 500 Euro einen Rasen­mä­her, einen Laub­blä­ser und einen ordent­li­chen Akku bekom­men. Ich bin damit zufrie­den, das Bedien­per­so­nal klagt aller­dings über das Gewicht des Rasenmähers.

Anmer­kung: das Ange­bot Akku incl. Laub­blä­ser scheint es inzwi­schen nicht mehr zu geben, dafür ist der ein­zel­ne Akku aber auf € 229,- reduziert.

Was bis­her geschah…

Ein paar Mona­te sind nun ver­gan­gen, ohne daß ich die­sen Blog upge­da­ted habe. Daher kommt nun eine Zusam­men­fas­sung des­sen, was in die­ser Zeit geschah.

Abschied von Düsseldorf

Am 20. April, Oster­sams­tag, haben wir unser ehe­ma­li­ges Haus in Düs­sel­dorf weit­ge­hend geräumt und dem Käu­fer über­ge­ben. Eine Woche spä­ter sind wir noch­mal mit Anhän­ger hin­ge­fah­ren, haben die aller­letz­ten Din­ge auf­ge­la­den und uns von den Nach­barn ver­ab­schie­det. Wäh­rend der gesam­ten Bau- und Umzugs­pha­se sind wir 28-mal mit Anhän­ger zwi­schen Düs­sel­dorf und Strom­berg gepen­delt. Eine Strecke ist 200km lang und wegen der Geschwin­dig­keits­be­schrän­kung mit Anhän­ger auf 80 km/h hat jede Fahrt etwa 3 Stun­den gedauert.

Wie frü­her schon geschrie­ben, konn­ten wir seit Dezem­ber 2018 schon ganz gut im neu­en Haus woh­nen. Daß wir kurz vor Weih­nach­ten sogar war­mes Was­ser bekom­men haben, hat die Situa­ti­on sehr ent­spannt, denn der vor­her genutz­te Cam­ping­platz hat­te eigent­lich schon Winterpause.

Fort­schrit­te beim Innenausbau

Seit Ende April haben wir uns im wesent­li­chen dem Innen­aus­bau hin­ge­ge­ben, weil die lästig gewor­de­ne Pen­de­lei end­lich ent­fal­len ist. Wir haben alle Bäder fer­tig ein­ge­rich­tet und in Betrieb genom­men, Wän­de gestri­chen, tape­ziert und Schrän­ke auf­ge­baut. Damit konn­ten wir dann end­lich vie­le Umzugs­kar­tons aus­räu­men, Din­gen ihren Platz zuord­nen und sie so wie­der auf­find­bar machen.

Der Som­mer war warm und es hat wenig gereg­net. Wir haben die Gele­gen­heit genutzt, um die (zuge­müll­te) Gara­ge in den Car­port aus­zu­räu­men und den Boden mit Beton­far­be zu strei­chen. Die Win­ter­rei­fen und den Fahr­rad­trä­ger konn­ten wir an der Wand befe­sti­gen, was erheb­li­chen Platz­ge­winn brach­te. Zwei schö­ne neue Metall­schrän­ke brach­ten Platz für eine Men­ge Klein­kram, der vor­her ver­streut auf dem Boden lag. Auch die zwei Rega­le, die zeit­wei­se im Neben­raum der Gara­ge („Anschluß­raum“) stan­den, haben wir noch in der Gara­ge gelas­sen. Sie könn­ten zukünf­tig Platz in einem noch zu errich­ten­den Gar­ten­haus fin­den. So konn­ten wir dann auch gleich den Anschluß­raum fer­tig­ma­chen, als er leer­ge­räumt war.

Inzwi­schen ist der mei­ste Kram aus dem Car­port wie­der in die Gara­ge geräumt und sie bie­tet nun sogar Platz für die bei­den Fahr­rä­der, die wir vor­her in der Ein­lie­ger­woh­nung abstel­len mussten.

Nach und nach haben wir Ord­nung bekom­men und man konn­te wie­der einen Fuß vor den ande­ren set­zen. Wir haben dann die Decken­lam­pen auf­ge­hängt, Roll­laden­steue­run­gen ein­ge­baut, Ther­mo­sta­te in allen Räu­men instal­liert und die Hei­zungs­steue­rung in Betrieb genommen.

Bei der Haus­au­to­ma­ti­sie­rung haben wir uns für die funk­ge­steu­er­te Home­ma­tic IP Serie ent­schie­den. Die Auto­ma­ti­sie­rung beschränkt sich auf die Hei­zungs­steue­rung, die Roll­laden­steue­rung und die Rauch­mel­der. Dazu wer­de ich gele­gent­lich noch­mal einen eige­nen Arti­kel schreiben.

Außen­putz und Anstrich

Wäh­rend wir den Innen­aus­bau vor­an­ge­trie­ben haben, hat­te auch der Bau­un­ter­neh­mer außen noch zu tun. Er hat nach und nach das Haus ver­putzt und anschlie­ßend durch einen Sub­un­ter­neh­mer anstrei­chen lassen.

Haus mit Gerüst
Der Anstrich ist größ­ten­teils fer­tig­ge­stellt, aber das Gerüst ver­hin­dert noch die unge­trüb­te Ansicht des Hauses.

Außer­dem hat er auf den bei­den Bal­ko­nen den Est­rich ver­legt und die­se Bal­ko­ne anschlie­ßend gefliest.

Fertigstellung der Balkone
Die Bal­ko­ne wer­den letzt­lich gefliest, aber vor­her muß noch ein Ein­kor­n­est­rich auf einer Drai­nage­mat­te auf­ge­bracht wer­den. So kann Regen­was­ser pro­blem­los ablaufen.
Terrasse unten, gefliest
Fer­tig geflie­ste Ter­ras­se im Erdgeschoss
Terrasse oben, gefliest
Auch die obe­re Ter­ras­se ist fer­tig gefliest

Mona­te­lang stand wegen die­ser Arbei­ten ein Gerüst um das gan­ze Haus her­um und wir waren heil­froh, als es nach Fer­tig­stel­lung des Anstrichs end­lich abge­baut wurde.

Südseite ohne Gerüst
End­lich ist das Gerüst zumin­dest auf der Süd­sei­te abge­baut und man kann den Anstrich unge­hin­dert beur­tei­len. Vor dem Anstrich muß anhand klei­ner Farb­tä­fel­chen eine Ent­schei­dung für die Far­ben getrof­fen wer­den. Wir sind zufrieden.

Die Last mit dem Wohnwagen

Für das letz­te Wochen­en­de im Juni hat­ten wir eini­gen Fei­er­lich­kei­ten in Düs­sel­dorf zuge­sagt. Wir hat­ten uns schon vor eini­gen Wochen ent­schie­den, mit dem Wohn­wa­gen hin­zu­fah­ren und ein paar Tage zu blei­ben. Der Wohn­wa­gen stand schon seit Dezem­ber bei Lis Bru­der in Wöll­stein und wir nutz­ten nun die­se Gele­gen­heit, ihn end­lich zu unse­rem neu­en Zuhau­se zu bringen.

Das haben wir lan­ge vor uns her­ge­scho­ben, denn es war kei­nes­wegs sicher, daß das gelin­gen wird. Wir haben direkt vor dem Haus einen stei­len Anfahrts­weg mit geschätz­ten 12% Stei­gung, eher mehr. Das ist einer­seits für den Zug­wa­gen eine Her­aus­for­de­rung, aber eben­so hät­te der Wohn­wa­gen wegen eines zu hohen Böschungs­win­kels auf­set­zen kön­nen. Letzt­lich hat es funk­tio­niert, auch wenn das mit dem Auf­set­zen knapp war. Wir waren sehr erleich­tert, auch weil wir den Car­port extra für den Wohn­wa­gen dimen­sio­niert haben. Hier das Beweisfoto:

Der Wohnwagen ist da
Es ist geschafft, der Wohn­wa­gen steht auf dem Hof.

Seit Janu­ar haben wir einen Zug­wa­gen mit All­rad­an­trieb, der auch auf dem schrä­gen Schot­ter auf unse­rem Grund­stück tadel­los durch­ge­zo­gen hat. Der vor­he­ri­ge Wagen mit Front­an­trieb hat schon bei dem klei­nen Anhän­ger durch­ge­dreht, so daß wir nur mit einem gewis­sen Schwung auf unse­ren Hof fah­ren konn­ten. Mit Wohn­wa­gen hät­te das nicht funktioniert.

End­lich ein paar Tage Urlaub

Die gelun­ge­ne Her­fahrt mit dem Wohn­wa­gen bedeu­tet noch nicht, daß die Rück­fahrt auch so leicht funk­tio­niert. Die Stra­ßen sind eng und die letz­ten 100m sind steil und nur ein­spu­rig befahr­bar. Mit einem über 12m lan­gen Gespann ist man auch gege­be­nen­falls auf das Wohl­wol­len des Gegen­ver­kehrs ange­wie­sen. Mit Anhän­ger rück­wärts zu fah­ren ist schon auf brei­ter Stra­ße und ohne Stei­gung nicht ganz leicht.

Nun gut, genug gejam­mert: nicht nur das Hoch­zie­hen des Wohn­wa­gens hat geklappt, son­dern auch die Berg­ab­fahrt! Wenn man dann erst mal auf der Auto­bahn ist, ist der Rest nur noch ein Gedulds­spiel. So hat­ten wir bei son­ni­gem Wet­ter ein paar wun­der­schö­ne Urlaubs­ta­ge am Rhein in Düsseldorf.

Urlaub am Rhein
Ende Juni gön­nen wir uns ein paar Tage Urlaub, die wir auf einem Cam­ping­platz in Düs­sel­dorf am Rhein verbringen.

Der Ein­fach­heit hal­ber hat­ten wir uns für den Cam­ping­platz in Meer­busch ent­schie­den, der direkt gegen­über von Kai­sers­werth am Ufer des Rheins liegt. Wir waren auf Flug­lärm und tuckern­de und hupen­de Rhein­schif­fe gefasst, aber nichts davon war stö­rend. Nachts ist kein Flug­be­trieb und die Schif­fe waren lei­se. Wir kom­men wie­der, lei­der ist der Platz aber in den Win­ter­mo­na­ten geschlossen.

Rück­blick auf die letz­ten Wochen

Nein, die Lücke in mei­nen Bei­trä­gen bedeu­tet nicht, daß es kei­ne Fort­schrit­te gab. Das Gegen­teil ist zum Glück der Fall, aber genau des­halb muß ich Prio­ri­tä­ten set­zen. Daher beschrei­be ich nur kurz den Stand der Din­ge, ohne neue Fotos einzufügen.

Die Küche ist auf­ge­baut und (fast) voll funk­ti­ons­fä­hig. Da es im Moment nicht so wich­tig ist, fehlt noch die Dunst­ab­zugs­hau­be und der Back­ofen. Aus Zeit­man­gel kochen wir sowie­so nicht viel und da kann man zum Lüf­ten auch ein­fach die Fen­ster auf­ma­chen. Einen Back­ofen haben wir in der Ein­lie­ger­woh­nung im Kel­ler. Für die Fer­tig­piz­za oder auch einen sel­ber­ge­mach­ten Auf­lauf gehen wir dann halt nach unten. Auch die Beleuch­tung ist noch sehr pro­vi­so­risch und z.T. fun­ze­lig. Lam­pen sind nun­mal Desi­gnele­men­te, die Muße beim Aus­su­chen brauchen.

Das Vinyl ist inzwi­schen über­all ver­legt, aber die Fuß­lei­sten feh­len noch. Am 13.03. haben wir mit einem Umzugs­un­ter­neh­men die schwe­ren Sachen von Düs­sel­dorf nach Strom­berg brin­gen las­sen. Jetzt sind die Schlafzimmer‑, Wohn­zim­mer- und Arbeits­zim­mer­schrän­ke hier und kön­nen ein­ge­räumt wer­den. Das bringt ein gutes Stück Ord­nung in das gan­ze Durch­ein­an­der. Außer­dem sind die beque­men Wohn­zim­mer­ses­sel da und wir kön­nen nun gemüt­lich Fern­seh gucken.

Alle Innen­tü­ren sind inzwi­schen gesetzt, auch die Glas­tür zum Flur im Erd­ge­schoss. Als letz­tes haben wir die Glas-Schie­be­tü­ren vom Wohn­zim­mer zur Kel­ler­trep­pe und von der Küche zum Haus­wirt­schafts­raum montiert.

Just als (fast) alle Roll­laden­steue­run­gen ein­ge­baut waren und funk­tio­nier­ten, kamen ver­gan­ge­ne Woche die Ver­put­zer und lie­ßen das für den Außen­putz not­wen­di­ge Gerüst auf­bau­en. Jetzt sind die mei­sten Fen­ster mit Schutz­fo­lie ver­klebt, in die ein klei­ner Schlitz für Frisch­luft geschnit­ten wur­de. Die Roll­lä­den dür­fen nicht bewegt wer­den, solan­ge die­se Folie dran ist. Nun gut, wir freu­en uns dar­auf, daß nun end­lich der Außen­putz drauf­kommt. Bis das Gerüst wie­der abge­baut wird, wer­den wahr­schein­lich min­de­stens zwei Mona­te ins Land gehen. Zunächst muß der Unter­putz auf­ge­bracht wer­den und dann drei Wochen aus­här­ten. Dann kommt der Über­putz drauf, der natür­lich auch wie­der fest­wer­den muß und am Ende wird gestrichen.

Außer den Ver­put­zern sind in der kom­men­den Woche die Flie­sen­le­ger noch­mal dran. Nach­dem alle Innen­tü­ren fer­tig sind, müs­sen sie die letz­ten Sockel­flie­sen noch ankle­ben und aus­fu­gen. Auch an der Haus­tür sind noch ein paar Boden­flie­sen zu legen. Außer­dem kommt mor­gen der Küchen­bau­er noch­mal, um eini­ge Klei­nig­kei­ten aus­zu­bes­sern. Zwei fal­sche Front­plat­ten wur­den gelie­fert, eine ande­re war ver­kratzt und ein Griff war an der fal­schen Posi­ti­on mon­tiert. Nichts ern­stes, sowas kommt wohl immer wie­der mal vor. Auch der Instal­la­teur hat noch ein paar Din­ge zu erle­di­gen. Er soll end­lich die kon­trol­lier­te Wohn­raum­lüf­tung in Betrieb neh­men und er muß noch die Umwälz­pum­pe für Warm­was­ser anschlie­ßen. Im Moment müs­sen wir je nach Zapf­stel­le fast eine Minu­te Was­ser lau­fen las­sen, bevor es warm wird.

Bis Ende April wer­den wir noch ein paar­mal mit dem Anhän­ger nach Düs­sel­dorf fah­ren müs­sen, um dort die Reste abzu­ho­len. Es wird nun immer schwe­rer, aus dem Boden­satz das raus­zu­fil­tern, was wir behal­ten wol­len und was wir dem Sperr­müll anver­trau­en. Obwohl unser neu­es Haus eine grö­ße­re Wohn­flä­che hat als das alte, haben wir nun doch wesent­lich weni­ger Lager­raum. Der neue Kel­ler ist ja eine eige­ne Woh­nung und kein Abstell­raum und die neue Gara­ge ist doch viel klei­ner, als die alte.

Über kurz oder lang wer­den wir anbau­en müs­sen, zumin­dest ein Gartenhäuschen…

Holz­fäll­ar­bei­ten beim Nach­barn im Südosten

Auch die­ses Grund­stück ist nun ver­kauft und ver­mut­lich wird dort in Kür­ze gebaut. In die­ser Woche wur­den die Bäu­me gefällt. Das Wet­ter war dazu gewiss nicht ide­al, es gab Schnee und Nebel. Die Zeit­raf­fer­auf­nah­me macht einen nicht direkt nei­disch auf den Beruf des Waldarbeiters.

Baum­fäll­ar­bei­ten beim süd­öst­li­chen Nachbarn.

End­lich – es wird warm im Haus

Wir pen­deln nun regel­mä­ßig mög­lichst ein­mal in der Woche  mit bela­de­nem Anhän­ger von Düs­sel­dorf nach Strom­berg. Am 16.11. ist es wie­der soweit. Dies­mal schaf­fen wir Bad­ke­ra­mik nach Strom­berg, die schon län­ger bei uns im Kel­ler lagert. Die seit Mitt­woch lau­fen­de Trock­nung des Est­richs wird vor­aus­sicht­lich viel Feuch­tig­keit ins Haus brin­gen, so daß wir bis­lang nur die robu­ste­ren Din­ge run­ter­schaf­fen. Auch die Fahr­rä­der neh­men wir mit, die brau­chen wir im Win­ter in Düs­sel­dorf nicht mehr.

Für den kom­men­den Mon­tag ist der Flie­sen­le­ger ange­kün­digt. Wenn der los­legt, wol­len wir die Decken in den betrof­fe­nen Räu­men gestri­chen haben, weil man sonst beim Strei­chen alles wie­der ver­saut. Bedau­er­li­cher­wei­se müs­sen wir daher die Ein­la­dung von Tina am Sonn­tag absagen.

Die Arbeit geht dies­mal ganz gut von der Hand, die Trock­nung des Est­richs läuft auf vol­len Tou­ren (200 kWh/Tag = 40 € Strom­ko­sten). Wir müs­sen nicht mehr frie­ren, son­dern kom­men wegen der recht hohen Luft­feuch­tig­keit sogar ziem­lich ins Schwit­zen. Bis Sonn­tag­abend sind in den Räu­men, die gefliest wer­den sol­len, alle Decken zwei­mal gestri­chen. Wir sind zufrie­den. Inzwi­schen haben wir auch schon den Kühl­schrank in Betrieb genom­men und unse­re alte Mikro­wel­le aus Düs­sel­dorf tut auf der Bau­stel­le auch ihren Dienst. So kön­nen wir nach geta­ner Arbeit ein küh­les Bier bei der war­men Mahl­zeit genießen.

Abendessen
Abend­essen auf der Bau­stel­le nach geta­ner Arbeit.