Erfah­run­gen mit der PV-Anlage

Nach­dem das erste Quar­tal des Jah­res vor­bei ist, muß ich nun mal unse­re bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit der PV-Anla­ge zusam­men­fas­sen. Die instal­lier­te Maxi­mal­lei­stung beträgt 9,6 kW. Das ist also das, was bei opti­ma­ler Bestrah­lung an Lei­stungs­er­trag erwar­tet wer­den kann. Der Ener­gie­er­trag ist die­se Lei­stung mul­ti­pli­ziert mit der Zeit (mathe­ma­tisch das Inte­gral der Lei­stung über die Zeit). Als gro­ben Dau­men­wert kann man einen Jah­res­ener­gie­er­trag von 1000 kWh pro instal­lier­tem kW Spit­zen­lei­stung (kWp) erwar­ten. In son­ni­gen Gegen­den und son­ni­gen Jah­ren mehr, in reg­ne­ri­schen weni­ger. Wir soll­ten also knapp 10.000 kWh Solar­er­trag im Jahr haben.

Hier liste ich nun die Ergeb­nis­se des ersten Quar­tals auf. Alle Anga­ben in kWh für Janu­ar, Febru­ar und März:

  • Haus­ver­brauch: 171 + 155 + 258 = 584
  • Solar­pro­duk­ti­on ins­ge­samt: 228 + 640 + 925 = 1793
  • Netz­be­zug: 56 + 18 + 9 = 83
  • Netz­ein­spei­sung: 82 + 436 + 595 = 1113

Der Haus­ver­brauch ist nicht reprä­sen­ta­tiv, weil wir nur unre­gel­mä­ßig vor Ort waren und weil die Bau­fir­ma zeit­wei­se dicke Dreh­strom-Maschi­nen betrie­ben hat.

Wie man sieht, haben wir schon im Janu­ar zwei Drit­tel unse­res Haus­ver­brauchs mit der PV-Anla­ge decken kön­nen. Im Febru­ar erhöh­te sich der Aut­ar­kie­grad auf 90% und im März auf 97%. Das geht natür­lich nur mit Hil­fe eines Akkus. Seit Febru­ar reicht die Solar­pro­duk­ti­on an jedem Tag aus, um den Akku auf 100% zu laden. Über Nacht wird er dann nor­ma­ler­wei­se auf etwa 50 bis 60% ent­la­den. Wenn wir abends nach Son­nen­un­ter­gang noch Kochen oder Waschen, dann ist er am näch­sten mor­gen auch schon­mal auf 30% abge­sackt. 20% ist die momen­tan ein­pro­gram­mier­te Rest­men­ge, die er als Not­strom­re­ser­ve behal­ten soll. Wenn die Ladung soweit abge­sackt ist, wird wei­te­rer Strom aus dem Netz bezo­gen. Soll­te das Netz aus­fal­len, dann über­nimmt der Akku die Hausversorgung.

Nach­fol­gend als Bei­spie­le die Anzei­gen im Web-basier­ten Überwachunsportal:

Aktuelle Werte vom 01. April 2019 um 19:03:57 Uhr
Aktu­el­le Wer­te vom 01. April 2019 um 19:03:57 Uhr

Die­ses Dia­gramm zeigt die aktu­el­len Wer­te. Die Son­ne geht fast unter und so kom­men nur noch 360 Watt PV-Lei­stung her­ein. Das reicht, um den Haus­ver­brauch von 305 Watt zu decken. Angeb­lich wird der Akku noch mit 63W gela­den, obwohl er zu 100% voll ist und auch die 8W Netz­be­zug dürf­ten der begrenz­ten Meß­ge­nau­ig­keit geschul­det sein.

Tagesverlauf vom 29.03.2019
Tages­ver­lauf vom 29.03.2019

Die­ses Dia­gramm zeigt exem­pla­risch den Tages­ver­lauf vom 29.03. Die grü­ne Flä­che im Hin­ter­grund stellt den Lade­zu­stand des Akkus dar. Er wird über nacht von 100% auf gut 50% ent­la­den. Die rote Linie zeigt den Haus­ver­brauch an. Die oran­ge Linie zeigt die Solar­pro­duk­ti­on, die gegen 8:00 Uhr beginnt. Die Solar­pro­duk­ti­on deckt zunächst den Haus­ver­brauch, die (kaum zu sehen­de) grü­ne Linie, die das Ent­la­den des Akkus anzeigt, geht gegen null. Die über­schüs­si­ge PV-Ener­gie wird ins Netz ein­ge­speist (blaue Linie).

Da die Anla­ge nur 70% der mög­li­chen Spit­zen­lei­stung ein­spei­sen darf (6,72kW, der Rest geht ver­lo­ren), habe ich die Akku­la­dung so pro­gram­miert, daß sie erst um 11:30 Uhr star­tet und dann auch nur mit 1kW lädt. Das ist an der dun­kel­grü­nen Kur­ve zu sehen. Damit wird eine mög­li­che Kap­pung in der Mit­tags­zeit vermieden.

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