Instal­la­ti­on der Pho­to­vol­ta­ik­pa­nee­le, zwei­ter Tag

Den zwei­ten Tag gehen wir etwas locke­rer an, als den ersten. Die Mon­teu­re sind ein­ge­wie­sen und kön­nen allei­ne arbei­ten. Wir wol­len am Nach­mit­tag nicht wie­der zum Cam­ping­platz zurück­fah­ren und machen daher den Wohn­wa­gen fer­tig und räu­men die Lebens­mit­tel ins Auto. Wir kom­men erst gegen Mit­tag auf der Bau­stel­le an.

Die Mon­teu­re haben die hori­zon­ta­len Trä­ger bereits mon­tiert und die Kabel unter den Zie­geln hin­durch in den Spitz­bo­den gelegt.

Kabel auf dem Spitz­bo­den. Es sind zwei Kabel pro String und das drit­te Kabel ist der Potentialausgleich.

Hier wer­den gera­de die ersten Modu­le eingeklemmt.

Die ersten Panee­le wer­den verlegt

Anders als bei unse­rer Anla­ge in Düs­sel­dorf sind die Modu­le schwim­mend ver­legt, so daß sie sich in allen Rich­tun­gen aus­deh­nen und zusam­men­zie­hen kön­nen. Sie müs­sen Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de von über 100° aus­hal­ten, was erheb­li­che ther­mi­sche Span­nun­gen ver­ur­sa­chen kann.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag, das west­li­che Walm­dach mit 10 Modu­len ist schon fertig.
An die­sem schö­nen Son­nen­tag könn­te es schon nahe an die nomi­na­le Spit­zen­lei­stung von 3kW kom­men, wenn denn nur schon der Wech­sel­rich­ter instal­liert wäre.

Gut eine Stun­de spä­ter ist dann auch das süd­li­che Walm­dach fer­tig. Hier wird gera­de das letz­te Paneel eingeklemmt.

Auch das süd­li­che Walm­dach ist nun nahe­zu fer­tig montiert.

Mit 22 Modu­len hat das süd­li­che Walm­dach eine nomi­na­le Spit­zen­lei­stung von 6,6 kWp. Wir rech­nen mit einem jähr­li­chen Ertrag von etwa 950 kWh pro kWp instal­lier­ter Lei­stung. Bei ins­ge­samt 9,6 kWp kön­nen wir also mit etwa 9000 kWh Ertrag im Jahr rechnen.

22 Panee­le in Rich­tung Süden, von der Son­ne verwöhnt!

Wir wer­fen noch einen letz­ten Blick auf die Panee­le, denn wenn das Gerüst abge­baut ist, wer­den wir die­sen Anblick nur noch per Droh­ne genie­ßen können.

Instal­la­ti­on der Pho­to­vol­ta­ik­pa­nee­le, erster Tag

Es ist soweit, an die­sem Mon­tag soll die Instal­la­ti­on der Pho­to­vol­ta­ik begin­nen. Auch wenn der Tech­nik­raum noch nicht fer­tig ist und daher der Wech­sel­rich­ter noch nicht instal­liert wer­den kann, müs­sen jetzt die Panee­le auf das Dach, solan­ge das Gerüst noch steht.

Wir sind für etwa 9:30 Uhr mit dem Sola­teur ver­ab­re­det. Wir sind ein paar Minu­ten vor ihm am Ort und erfah­ren gleich von den Nach­barn, daß bereits am frü­hen Mor­gen eine Lie­fe­rung mit Panee­len nicht zuge­stellt wer­den konn­te, weil kei­ner da war. Die Spe­di­ti­on ist dar­auf­hin wie­der weg­ge­fah­ren und hat angeb­lich eine Nach­richt hin­ter­las­sen, die wir aber nicht fin­den. Alles kein Pro­blem, die Panee­le wer­den sowie­so erst mor­gen benö­tigt, das Büro des Sola­teurs muß nun mit der Spe­di­ti­on klä­ren, wann ein wei­te­rer Zustell­ver­such erfolgt. Die Mon­teu­re hof­fen, daß das erst mor­gen der Fall sein wird. Dann müs­sen sie die Modu­le nicht zwi­schen­la­gern und kön­nen am näch­sten Tag einen Schräg­auf­zug mitbringen.

Wir inspi­zie­ren erst mal das neu gedeck­te Dach. Es hat in den letz­ten Tagen nicht gereg­net und so liegt noch der Staub von den geschnit­te­nen Zie­geln auf dem Dach und die Dach­decker haben ihre Fuß­spu­ren hin­ter­las­sen, wie ehe­mals Neil Arm­strong auf dem Mond.

Das Dach ist gedeckt
Das Dach ist gedeckt

Hier wur­de eine hoch­wer­ti­ge Dach­lu­ke ver­baut. Es ist ein dop­pelt­ver­gla­stes Velux Fenster.

Wir sind zufrie­den, das Dach sieht ordent­lich aus. Lei­der muß der Dach­decker des Sola­teurs nun etli­che Zie­gel wie­der her­aus­neh­men und die Stel­len abhäm­mern, wo die Haken für das Tra­ge­ge­stell der Panee­le mon­tiert werden.

Haken für das Tragegerüst

Gut, daß die­se Stel­len spä­ter mit Panee­len abge­deckt sind, sonst hät­ten wir Beden­ken, daß bei ungün­sti­gem Wind das Regen­was­ser hier durch­ge­bla­sen wird.

Die Haken wer­den mit der dar­über­lie­gen­den Zie­gel abge­deckt, so daß der Regen nach unten ablau­fen kann.
Die Haken bil­den die Grund­la­ge zur Mon­ta­ge des Tragegerüsts
Auf die­ses ver­ti­ka­le Grund­ge­rüst wer­den spä­ter hori­zon­ta­le Alu­mi­ni­um­stan­gen mon­tiert, in die die Panee­le schwim­mend ein­ge­hängt werden.

Es ist 14 Uhr und die Mon­teu­re pla­nen noch die hori­zon­ta­len Trä­ger zu schnei­den und zu mon­tie­ren und sehen dann einem frü­hen Fei­er­abend ent­ge­gen. Doch das Unglück kommt per Spedition:

Die Panee­le wer­den per Spe­di­ti­on angeliefert

Die Fah­rer der Spe­di­ti­on bekom­men einen Bonus, wenn die Ware pünkt­lich aus­ge­lie­fert wird. Sie waren nicht dar­an inter­es­siert, das auf mor­gen zu ver­schie­ben. So müs­sen nun die Panee­le aus­ge­packt und vor­sich­tig in das Ober­ge­schoss getra­gen werden.

Zwei Kisten mit Pho­to­vol­ta­ik­pa­nee­len müs­sen nun aus­ge­packt und hoch­ge­schafft werden.
32 Stück die­ser Modu­le wer­den auf dem Dach mon­tiert. Jedes wiegt 18,3 kg und gene­riert bei vol­ler Son­nen­ein­strah­lung eine elek­tri­sche Lei­stung von 300 Watt.

Gut 18 kg ist ja nicht viel. Die kann man auch läs­sig ohne Schräg­auf­zug nach der guten alten Arm­strong-Metho­de, die nicht von dem oben genann­ten Neil erfun­den wur­de, ein Stock­werk hoch schaf­fen. Das ist Kin­der­kram. Nicht so gut durch­trai­nier­te Erwach­se­ne schaf­fen auch zehn Stück davon ohne Pro­ble­me. Aber 32 Stück sind dann doch den Ath­le­ten vor­be­hal­ten. Ich hät­te natür­lich ger­ne gehol­fen, aber aus ver­si­che­rungs­recht­li­chen Grün­den hat man dar­auf ver­zich­tet. Wirk­lich schade.

Die Modu­le wer­den im Oberg­schoss bis zur Mon­ta­ge am näch­sten Tag gelagert

Die Modu­le sind gegen Dieb­stahl ver­si­chert und so hat man kei­ne Beden­ken, sie über Nacht unge­si­chert im Ober­ge­schoss zu lagern.

Decken des Dachs

An die­sem Sams­tag soll nun end­lich das Dach gedeckt wer­den und daher fah­ren wir wie­der nach Strom­berg, um dabei zuzu­schau­en. Als wir ankom­men, ist aller­dings kein Dach­decker zu sehen. Dampf­sper­re, Dach­lat­ten und Regen­rin­ne sind aber fer­tig montiert.

Dampf­sper­re und Dach­lat­tung fer­tig montiert

Das Dach ist also fer­tig vor­be­rei­tet, um mit den Dach­zie­geln belegt zu wer­den. Wie wir spä­ter erfah­ren, wur­den die Zie­gel nicht gelie­fert und daher ver­zö­gert sich die Akti­on bis in die näch­ste Woche. Wir sind etwas ner­vös, weil wir für Mon­tag und Diens­tag der dar­auf­fol­gen­den Woche einen festen Ter­min mit dem Sola­teur haben. Der kann die Modu­le aber erst mon­tie­ren, wenn die Zie­gel gelegt sind. Der Dach­decker ver­spricht, daß er das schafft und so sind wir beruhigt.

Hier noch ein paar Fotos vom Dachstuhl

Dampf­sper­re und Dach­lat­tung fer­tig montiert
Dampf­sper­re und Dach­lat­tung fer­tig montiert
Dach­spar­ren durch den noch offe­nen Ein­stieg zum Spitz­bo­den gesehen

 

 

 

 

 

und eini­ge Bil­der des Dach­über­hangs mit der Regenrinne:

Dach­über­stand und Regenrinne
Dach­über­stand und Regenrinne
Dach­über­stand und Regenrinne

 

 

 

 

 

Auch wenn die Zie­gel noch nicht auf dem Dach lie­gen, sind wir froh, die Fort­schrit­te gese­hen zu haben. Es dau­ert nun nicht mehr lan­ge, bis der Bau zumin­dest gegen Tropf­was­ser von oben geschützt ist und wei­ter aus­trocke­nen kann (Schutz­art IP01 statt IP00. IP44 kommt dann, wenn Fen­ster und Türen drin sind).

Das Richt­fest

Am 20. April ist es end­lich soweit. Der Zim­mer­mann hat sei­ne Arbeit fer­tig­ge­stellt und wir kön­nen end­lich Richt­fest feiern.

Wir wol­len früh in Düs­sel­dorf los­fah­ren, weil wir ja noch den Anhän­ger in Wöll­stein abho­len und die Par­ty vor­be­rei­ten müs­sen. Da wir die gekühl­ten Sachen aber erst mor­gens ins Auto räu­men kön­nen, wird’s dann doch 10 Uhr bis wir los­kom­men. Um kurz nach 12 sind wir in Strom­berg. Wir hat­ten eigent­lich min­de­stens drei Zim­mer­leu­te auf dem Dach erwar­tet, aber es war nie­mand da. Nun­ja, wahr­schein­lich Mit­tags­pau­se. Spä­ter stell­te sich aber her­aus, daß der Zim­mer­mann am Vor­mit­tag schon fer­tig­ge­wor­den war. Er hat­te aller­dings einen Spar­ren zu wenig und war los­ge­fah­ren, um den noch zu holen.

Der Dach­stuhl ist fer­tig, der Richt­baum ist auf­ge­baut und das Fest kann beginnen

Wir laden erst mal das Auto aus. Li bleibt an der Bau­stel­le, schafft die Sachen ins Erd­ge­schoss und berei­tet vor, was mög­lich ist. Wolf­gang, unser Stu­di­en­kol­le­ge aus Darm­stadt, hat sich zum Hel­fen ange­kün­digt. Er hat sich in Schin­del­dorf ein Zim­mer für die Nacht gemie­tet. Ich fah­re nach Wöll­stein um den Anhän­ger abzu­ho­len. Auf der Rück­fahrt nach Strom­berg kommt Ger­not mit, so daß wir nun genü­gend hel­fen­de Hän­de für die Vor­be­rei­tun­gen haben. Bei dem strah­len­den Son­nen­schein ist das Ent­la­den des Anhän­gers aller­dings eine schweiß­trei­ben­de Ange­le­gen­heit. Scha­de nur, daß ich selbst nicht hel­fen kann, denn ich muß zum 12 km ent­fern­ten Cam­ping­platz in Spa­brücken, um den Wohn­wa­gen für die Nacht klar­zu­ma­chen. Wir rech­nen mit spä­ter Ankunft und damit, daß wir dann nur noch ins Bett fal­len wollen.

Ich schaf­fe es nicht ganz, bis um 15:00 Uhr zurück zu sein und rech­ne damit, daß die Zere­mo­nie ohne mich statt­fin­det. So schnell sind die Betei­lig­ten dann aber doch nicht. Erste Gäste haben sich ein­ge­fun­den, Ver­wand­te und Nach­barn. Sie unter­hal­ten sich bereits rege und die Stim­mung ist gut.

Nach und nach kom­men wei­te­re Gäste dazu und auch der Archi­tekt, der Bau­zeich­ner und der Polier von der Bau­fir­ma sind dabei. Dann kom­men auch noch der Elek­tri­ker mit zwei sei­ner Hand­wer­ker und der Hei­zungs­bau­er dazu. Auch der Zim­mer­mann ist nun mit sei­nem letz­ten Spar­ren wie­der am Platz und weil nun sein Gehil­fe nicht mehr da ist, darf ich ihm hel­fen, die­sen Spar­ren auf’s Dach zu hie­ven. Ein Spar­ren mit zwei Leu­ten, das geht, aber den gesam­ten Dach­stuhl von Hand hoch­schaf­fen, nein, nicht mit mir. Ich den­ke aber, daß die am Vor­mit­tag einen Kran benutzt haben.

Dann ist es end­lich soweit, der Zim­mer­mann, Herr Klip­pel, steht auf dem First und spricht zu sei­nem Publikum.

Zim­mer­mann beim Richtspruch

Geschafft von den Vor­be­rei­tun­gen sind wir lei­der bei­de nicht in der Lage eine ange­mes­se­ne Dan­kes­re­de zu hal­ten. So zie­hen wir uns dann alle ins Haus zurück und las­sen die Fei­er weitergehen.

Wir kön­nen uns gut mit den zukünf­ti­gen Nach­barn unter­hal­ten, die sich unter­ein­an­der schon ken­nen, obwohl eini­ge auch erst kürz­lich hier­her­ge­zo­gen sind. Nur zwei oder drei woh­nen schon seit fast 20 Jah­ren hier, die mei­sten ande­ren erst seit zwei Jah­ren oder weni­ger. Es scheint eine gute Mischung zu sein, es sind Leu­te um die 30, die klei­ne Kin­der haben und Leu­te bis 80, deren Kin­der schon lan­ge aus dem Haus sind.

Die Fei­er zieht sich, da auch am Abend noch Gäste kom­men, die tags­über arbei­ten muß­ten. So wird es dann 11 Uhr nachts, bis wir am Cam­ping­platz ankom­men. Auf­ge­räumt wird morgen.

Wir sind über­zeugt, daß es eine schö­ne Fei­er war, auch wenn am Schluß das Bier alle war. Die letz­ten Gäste muß­ten dann statt lecke­rem Düs­sel­dor­fer Alt den Sekt der Wöll­stei­ner Win­zer­ge­nos­sen­schaft trin­ken. Naja, das geht im Not­fall auch.

Vor­be­rei­tung des Richtfests

In einer Woche wol­len wir Richt­fest fei­ern und fah­ren daher an die­sem Wochen­en­de zur Vor­be­rei­tung wie­der in den Huns­rück. Auf dem Weg dort­hin besu­chen wir Ste­fan und Moni­ka in Wei­ler­swist und lei­hen uns von ihnen eine Bier­zelt­gar­ni­tur. Gut daß wir einen Anhän­ger haben. Wir schaf­fen den Anhän­ger mit Bier­zelt­gar­ni­tur, Tischen, Stüh­len und Grills nach Wöll­stein. Dort kann er eine Woche ste­hen bist die Par­ty beginnt.

In Wöll­stein hal­ten wir uns nicht lan­ge auf, aber wir müs­sen schon noch in die Win­zer­ge­nos­sen­schaft, um Wein und Sekt zu kau­fen. Schließ­lich ist das hier eine Wein­ge­gend und die Gäste wer­den ganz sicher viel mehr Wein als Bier trinken.

Auf dem Weg zurück nach Düs­sel­dorf besu­chen wir kurz die Bau­stel­le. Es gibt nun deut­li­che Fort­schrit­te. Die Fili­gran­decke ist auf dem Ober­ge­schoss, der Hei­zungs­bau­er hat schon die fle­xi­blen wei­ßen Roh­re für die Wohn­raum­lüf­tung ver­legt und der Elek­tri­ker hat die Decken­ka­bel in schwar­zen Leer­roh­ren zu den Posi­tio­nen der Decken­lam­pen geführt.

Obergeschossdecke
Fili­gran­decke des Ober­ge­schos­ses mit Lüf­tungs­roh­ren und Deckenkabeln

Am kom­men­den Mitt­woch soll die Ober­ge­schoss­decke beto­niert wer­den und dann kann der Zim­mer­mann schon am Frei­tag den bereits vor­be­rei­te­ten Dach­stuhl auf­bau­en, so daß ab 15:00 Uhr das Richt­fest star­ten kann. Wir kön­nen kaum glau­ben, wie schnell nun alles geht.

Von der Oberg­schoss­decke ist nun eine Aus­sicht zu genie­ßen, die wir spä­ter nicht mehr haben werden.

Aussicht
Aus­sicht vom Spitz­bo­den nach Süden.

Auf die­ser Ebe­ne wir in einer knap­pen Woche der Dach­stuhl montiert.

Trotz des mul­mi­gen Gefühls, ob sich da kei­ner mit dem Ter­min für das Richt­fest ver­rech­net hat, ver­tei­len wir die Ein­la­dun­gen in der Nachbarschaft.

Ein­la­dung zum Richtfest
Ein­la­dung zum Richtfest

Bespre­chung mit dem Elek­tri­ker und dem Heizungsbauer

Am 26.03. hat­ten wir eine Bespre­chung mit dem Hei­zungs­bau­er, der auch für Kli­ma, Was­ser und Abwas­ser zustän­dig ist. Es ging im wesent­li­chen um’s Ken­nen­ler­nen, aber wir woll­ten auch wis­sen wel­che Gerä­te er instal­lie­ren wird. Es ste­hen noch nicht alle Details fest, aber die Wär­me­pum­pe wird eine VITOCAL 200‑S von Viess­mann sein und die Lüf­tungs­an­la­ge von Zehn­der, Typ Zehn­der Com­fo­Air Q450 TR.

Am 27.03. konn­ten wir auch den Elek­tri­ker ken­nen­ler­nen und mit ihm unse­re Wün­sche zur Ver­ka­be­lung bespre­chen. Er macht einen sehr kom­pe­ten­ten Ein­druck. Außer dem Strom­netz soll er auch die Kabel für Satel­li­ten­fern­se­hen (Koax), Netz­werk und Tele­fon (jeweils Cat 7a) ver­le­gen. Außer­dem instal­liert er die Gegen­sprech­an­la­ge für die Haus­tür und ein zusätz­li­ches Erd­ka­bel für den Anten­nen-Blitz­schutz. Ich pla­ne, einen Anten­nen­mast an der nörd­li­chen Sei­te des Car­ports zu installieren.

Der Bau macht nun Fort­schrit­te. Erd­ge­schoss­decke und Car­port­decke sind gegos­sen und inzwi­schen soweit aus­ge­här­tet, daß das Ober­ge­schoss gemau­ert wer­den kann. Hier ein paar Fotos:

Terrassenmauer
Die Ter­ras­sen­mau­er ist bereits fertig
Obergeschoss
Ober­ge­schoss mit beto­nier­tem Boden und Treppe
Steine
All die­se Stei­ne müs­sen noch gemau­ert werden

Aus­wahl der Fen­ster und Rollläden

Im Febru­ar hat­ten wir zwei Fen­ster­her­stel­ler besucht und uns die Tech­nik und die Mög­lich­kei­ten erklä­ren las­sen. Die Ent­schei­dung war nicht ein­fach, wir haben uns letzt­lich für die Fir­ma Wies aus Spa­brücken ent­schie­den, weil die Ver­wandt­schaft aus Wöll­stein gute Erfah­run­gen mit denen gemacht hat.

Zum Schutz gegen Lärm und Wär­me­ver­lu­ste sind alle Fen­ster drei­fach ver­glast und mit Argon gefüllt. Außer­dem die­nen die Fen­ster natür­lich auch dem Schutz gegen Ein­bruch. Sie wer­den dazu in ver­schie­de­ne Wider­stands­klas­sen ein­ge­teilt. Sie sind durch die Zeit­dau­er defi­niert, die ein Ein­bre­cher mit einem defi­nier­ten Wer­zeug­satz benö­tigt, bevor das Fen­ster nach­gibt. Für nor­ma­le Wohn­häu­ser ohne erheb­li­che Wert­ge­gen­stän­de kom­men nur die Klas­sen RC1 und RC2 in Fra­ge. Sie unter­schei­den sich im ver­wen­de­ten Glas und den Beschlä­gen mit ihren Verriegelungen.Wir haben uns bei allen Fen­stern für RC1 ent­schie­den, eini­ge der Fen­ster haben aber ver­stärk­tes 6mm Ver­bund­si­cher­heits­glas (VSG).

Die RC1-Beschlä­ge von Wies sol­len für den gewöhn­li­chen Ein­bre­cher hin­rei­chend schwer zu öff­nen sein. Sie haben stan­dard­mä­ßig bereits gegen­läu­fi­ge Pilz­kopf­ver­rie­ge­lun­gen und Aus­he­bel­si­che­run­gen. Das Ver­bund­si­cher­heits­glas soll Ham­mer­schlä­gen so lan­ge wider­ste­hen, bis die Nach­bar­schaft auf­merk­sam gewor­den ist. Wei­ter­ge­hen­der Ein­bruchs­schutz für Wohn­ge­bäu­de ist nach über­ein­stim­men­der Aus­sa­ge der Fen­ster­her­stel­ler in der Wohn­la­ge nicht not­wen­dig, solan­ge es nicht von einer Ver­si­che­rung aus­drück­lich ver­langt wird.

Die Fen­ster sind nun bestellt und wer­den gefer­tigt. Der Ein­bau soll im Mai erfolgen.

Bestel­lung der Photovoltaikanlage

Heu­te haben wir die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge bei der Fir­ma Solar­zen­trum Rhein­gau in Elt­ville bestellt. Wir hat­ten uns bereits vor eini­gen Wochen für Heckert Modu­le und den S10 E BLACKLINE (3ph) Wech­sel­rich­ter von E3DC mit 10 kWh Akku ent­schie­den. Vor einer festen Bestel­lung woll­ten wir aller­dings noch ein Gegen­an­ge­bot ein­ho­len. Dazu haben wir ver­gan­ge­ne Woche,  am 20. Febru­ar, die Fir­ma Son­nen­kö­nig in Nie­der-Olm besucht. Die woll­ten aber die gesam­ten Kosten der Anla­ge vor­ab haben und boten uns als Sicher­heit ein Blatt Papier von einer Ver­si­che­rung an. Das war uns zu win­dig, zumal sie auch noch etwa 1500 Euro teu­rer waren, als der Wettbewerber.

Die Modu­le wer­den mon­tiert, sobald das Dach gedeckt ist. Das soll vor­aus­sicht­lich in der zwei­ten Mai­wo­che pas­sie­ren. Der Wech­sel­rich­ter kann lei­der erst instal­liert wer­den, wenn Türen und Fen­ster ein­ge­baut sind und der Tech­nik­raum soweit her­ge­rich­tet ist, daß Gerä­te instal­liert wer­den kön­nen. Das wird mit etwas Glück Ende Juli der Fall sein, es kann aber auch August werden.

Bau­stel­len­be­sich­ti­gung

Nach der Bespre­chung mit dem Sola­teur in Nie­der-Olm besu­chen wir wie­der ein­mal unse­re Bau­stel­le in Strom­berg. Es ist kalt, ver­ein­zelt liegt noch Schnee und die Fort­schrit­te gegen­über unse­rem letz­ten Besuch sind dem­entspre­chend beschei­den. Den­noch ist es son­nig und wir kön­nen ein paar Fotos vom Stand der Din­ge machen.

Gesamtansicht
Gesamt­an­sicht aus süd­west­li­cher Rich­tung auf den Carport.

Vie­le Stüt­zen hal­ten die Fili­gran­decken solan­ge, bis dar­auf der Beton gegos­sen und aus­ge­här­tet ist.

Blick nach Süden
Blick nach Süden aus unse­rem zukünf­ti­gen Obergeschoss

Zum ersten­mal kön­nen wir von der Ebe­ne des Ober­ge­schos­ses einen Blick nach Süden wer­fen. Die Höhe ist aus­rei­chend, um die Baum­rei­he, die den Golf­platz begrenzt, zu überblicken.

Erdgeschossdecke
Die Erd­ge­schoss­decke ist verlegt.

Hier sieht man die Fili­gran­decke des Erge­schos­ses mit den Elek­tro­ka­beln für die Decken­lam­pen. Erst wenn die Roh­re für die kon­trol­lier­te Wohn­raum­lüf­tung ver­legt sind und die Außen­tem­pe­ra­tu­ren stim­men, kann die Decke zum Ober­ge­schoss gegos­sen werden.

Carportdecke
Fili­gran­decke des Carports

Hier sieht man die Fili­gran­decke des Car­ports. Sie liegt auf der Ebe­ne der Kel­ler­decke. Mit Beton aus­ge­gos­sen bil­det sie den Boden der Terrasse.

Blick aus dem Obergeschoss
Blick aus dem Ober­ge­schoss nach Südwesten

Hier noch ein Blick über das Ober­ge­schoss in süd­west­li­che Richtung.

Tat­säch­lich sind auch noch ein paar Grund­stücke zu haben.

Bauplätze zu Verkaufen.
Bau­plät­ze zu Ver­kau­fen: 1, 2, 4, 8, 26 und 35 bis 38 sind noch zu haben.

Wir bau­en auf den Plät­zen 22 und 23. Ruhi­ge Lage und ange­neh­me Nach­bar­schaft. Wie wär’s?

Wei­te­re Über­le­gun­gen zur Photovoltaik

Nach vie­lem Mit­le­sen im Pho­to­vol­ta­ik­fo­rum, eini­gen Emails und zwei Besu­chen bei Sola­teu­ren vor Ort, haben wir uns nun ent­schie­den, zwei Dächer mit knapp 10kWp Modu­len zu bestücken. Die­se Gren­ze soll­te man nach der momen­ta­nen Rechts­la­ge nicht über­schrei­ten, weil sonst auch für den selbst ver­brauch­ten Strom EEG Umla­ge bezahlt wer­den muß. Das ist wider­sin­ning und kom­mer­zi­ell völ­lig unat­trak­tiv. Auf bei­de Dach­flä­chen könn­ten wir bis zu 35 Stück der aktu­el­len 300Wp Mit­tel­klas­se­mo­du­le z.B. von der Fir­ma Heckert installieren:

Dach­be­le­gung mit Heckert Modulen

Wahr­schein­lich wer­den wir die obe­ren drei Panee­le des brei­ten Daches unbe­stückt las­sen und kom­men dann auf 9.6 kWp. Wegen der „70%-Regel“ dür­fen wir dann eine maxi­ma­le Lei­stung von 9.6 * 70% = 6,72 kW ein­spei­sen. Das ist weni­ger dra­ma­tisch als es klingt, denn der Ertrag über­steigt nur sel­ten die­se 70% von der Spit­zen­lei­stung. Den­noch kann das bis zu 5% aus­ma­chen, die wir aber mit einem intel­li­gent gesteu­er­ten Akku für uns selbst nut­zen können.

Wir haben nun zwei Ange­bo­te für die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mit Lithi­um-Spei­chern zwi­schen 5 und 10 kWh bekom­men. Das eine basiert auf einem Fro­ni­us Symo Hybrid-Wech­sel­rich­ter, das ande­re Ange­bot ver­wen­det eine Kom­plett­lö­sung von E3DC namens S10 E BLACKLINE (3ph). Der Fro­ni­us Wech­sel­rich­ter ist unter­di­men­sio­niert, denn er kann nur maxi­mal 5 kW Aus­gangs­lei­stung ein­spei­sen. Die wird die 10 kWp Anla­ge zwar nicht oft über­schrei­ten, aber wir wol­len ja nichts ver­schen­ken. 5 kW liegt auch deut­lich unter den 6,72 kW, die erlaubt sind. Außer­dem hat der Fro­ni­us Wech­sel­rich­ter nur einen MPP Tracker, was nicht aus­reicht, um die bei­den unter­schied­lich aus­ge­rich­te­ten Dach­flä­chen zu verarbeiten.

Das E3DC-System macht einen ver­nünf­ti­gen Ein­druck. Es scheint eine run­de und aus­ge­reif­te Sache zu sein und daher sind wohl auch die Kosten etwas höher als ein­ge­plant. Außer­dem gibt es 10 Jah­re Garan­tie auf das kom­plet­te System, inklu­si­ve der Akkus. Der Anbie­ter garan­tiert, daß die Akkus nach 10 Jah­ren noch 80% ihrer Nenn­ka­pa­zi­tät haben. Damit soll­te also für 10 Jah­re ein sor­gen­frei­er Betrieb mög­lich sein. Nach zehn Jah­ren soll­te man mit 80% Akku­ka­pa­zi­tät auch noch ein paar Jah­re dran­hän­gen kön­nen, ohne die Akkus zu ersetzen.

Außer­dem ist von E3DC eine Wall­box zum Laden eines Elek­tro­au­tos ver­füg­bar. Die steu­ert dann den Lade­strom so, daß die über­schüs­si­ge Ener­gie aus der Pho­to­vol­ta­ik nicht ins Netz son­dern ins Auto ein­ge­speist wird.

Sowohl Fro­ni­us als auch E3DC bie­ten bei Netz­aus­fall ech­ten 3‑phasigen Not­strom. Fro­ni­us begrenzt dabei die Lei­stung auf 5 kW, E3DC auf 3 kW. E3DC kann asym­me­tri­sche Lasten trei­ben, also die kom­plet­ten 3 kW auf eine Pha­se ein­spei­sen. Bei Fro­ni­us ist das aus dem Daten­blatt nicht klar erkenn­bar. Es könn­te sein, daß auf einer Pha­se nur knapp 1,7 kW ent­nehm­bar sind. Das wür­de dann nicht ohne wei­te­res für eine ein­pha­sig ange­schlos­se­ne Herd­plat­te oder Kaf­fee­ma­schi­ne reichen.

Wir ten­die­ren also im Moment zu dem E3DC System. Aller­dings hat uns der Sola­teur aus Elt­ville nicht 100% ig über­zeugt. Daher sind wir auf der Suche nach einem Alternativangebot.