Den zweiten Tag gehen wir etwas lockerer an, als den ersten. Die Monteure sind eingewiesen und können alleine arbeiten. Wir wollen am Nachmittag nicht wieder zum Campingplatz zurückfahren und machen daher den Wohnwagen fertig und räumen die Lebensmittel ins Auto. Wir kommen erst gegen Mittag auf der Baustelle an.
Die Monteure haben die horizontalen Träger bereits montiert und die Kabel unter den Ziegeln hindurch in den Spitzboden gelegt.
Kabel auf dem Spitzboden. Es sind zwei Kabel pro String und das dritte Kabel ist der Potentialausgleich.
Hier werden gerade die ersten Module eingeklemmt.
Die ersten Paneele werden verlegt
Anders als bei unserer Anlage in Düsseldorf sind die Module schwimmend verlegt, so daß sie sich in allen Richtungen ausdehnen und zusammenziehen können. Sie müssen Temperaturunterschiede von über 100° aushalten, was erhebliche thermische Spannungen verursachen kann.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag, das westliche Walmdach mit 10 Modulen ist schon fertig.An diesem schönen Sonnentag könnte es schon nahe an die nominale Spitzenleistung von 3kW kommen, wenn denn nur schon der Wechselrichter installiert wäre.
Gut eine Stunde später ist dann auch das südliche Walmdach fertig. Hier wird gerade das letzte Paneel eingeklemmt.
Auch das südliche Walmdach ist nun nahezu fertig montiert.
Mit 22 Modulen hat das südliche Walmdach eine nominale Spitzenleistung von 6,6 kWp. Wir rechnen mit einem jährlichen Ertrag von etwa 950 kWh pro kWp installierter Leistung. Bei insgesamt 9,6 kWp können wir also mit etwa 9000 kWh Ertrag im Jahr rechnen.
22 Paneele in Richtung Süden, von der Sonne verwöhnt!
Wir werfen noch einen letzten Blick auf die Paneele, denn wenn das Gerüst abgebaut ist, werden wir diesen Anblick nur noch per Drohne genießen können.
Es ist soweit, an diesem Montag soll die Installation der Photovoltaik beginnen. Auch wenn der Technikraum noch nicht fertig ist und daher der Wechselrichter noch nicht installiert werden kann, müssen jetzt die Paneele auf das Dach, solange das Gerüst noch steht.
Wir sind für etwa 9:30 Uhr mit dem Solateur verabredet. Wir sind ein paar Minuten vor ihm am Ort und erfahren gleich von den Nachbarn, daß bereits am frühen Morgen eine Lieferung mit Paneelen nicht zugestellt werden konnte, weil keiner da war. Die Spedition ist daraufhin wieder weggefahren und hat angeblich eine Nachricht hinterlassen, die wir aber nicht finden. Alles kein Problem, die Paneele werden sowieso erst morgen benötigt, das Büro des Solateurs muß nun mit der Spedition klären, wann ein weiterer Zustellversuch erfolgt. Die Monteure hoffen, daß das erst morgen der Fall sein wird. Dann müssen sie die Module nicht zwischenlagern und können am nächsten Tag einen Schrägaufzug mitbringen.
Wir inspizieren erst mal das neu gedeckte Dach. Es hat in den letzten Tagen nicht geregnet und so liegt noch der Staub von den geschnittenen Ziegeln auf dem Dach und die Dachdecker haben ihre Fußspuren hinterlassen, wie ehemals Neil Armstrong auf dem Mond.
Das Dach ist gedeckt
Hier wurde eine hochwertige Dachluke verbaut. Es ist ein doppeltverglastes Velux Fenster.
Wir sind zufrieden, das Dach sieht ordentlich aus. Leider muß der Dachdecker des Solateurs nun etliche Ziegel wieder herausnehmen und die Stellen abhämmern, wo die Haken für das Tragegestell der Paneele montiert werden.
Haken für das Tragegerüst
Gut, daß diese Stellen später mit Paneelen abgedeckt sind, sonst hätten wir Bedenken, daß bei ungünstigem Wind das Regenwasser hier durchgeblasen wird.
Die Haken werden mit der darüberliegenden Ziegel abgedeckt, so daß der Regen nach unten ablaufen kann.Die Haken bilden die Grundlage zur Montage des TragegerüstsAuf dieses vertikale Grundgerüst werden später horizontale Aluminiumstangen montiert, in die die Paneele schwimmend eingehängt werden.
Es ist 14 Uhr und die Monteure planen noch die horizontalen Träger zu schneiden und zu montieren und sehen dann einem frühen Feierabend entgegen. Doch das Unglück kommt per Spedition:
Die Paneele werden per Spedition angeliefert
Die Fahrer der Spedition bekommen einen Bonus, wenn die Ware pünktlich ausgeliefert wird. Sie waren nicht daran interessiert, das auf morgen zu verschieben. So müssen nun die Paneele ausgepackt und vorsichtig in das Obergeschoss getragen werden.
Zwei Kisten mit Photovoltaikpaneelen müssen nun ausgepackt und hochgeschafft werden.32 Stück dieser Module werden auf dem Dach montiert. Jedes wiegt 18,3 kg und generiert bei voller Sonneneinstrahlung eine elektrische Leistung von 300 Watt.
Gut 18 kg ist ja nicht viel. Die kann man auch lässig ohne Schrägaufzug nach der guten alten Armstrong-Methode, die nicht von dem oben genannten Neil erfunden wurde, ein Stockwerk hoch schaffen. Das ist Kinderkram. Nicht so gut durchtrainierte Erwachsene schaffen auch zehn Stück davon ohne Probleme. Aber 32 Stück sind dann doch den Athleten vorbehalten. Ich hätte natürlich gerne geholfen, aber aus versicherungsrechtlichen Gründen hat man darauf verzichtet. Wirklich schade.
Die Module werden im Obergschoss bis zur Montage am nächsten Tag gelagert
Die Module sind gegen Diebstahl versichert und so hat man keine Bedenken, sie über Nacht ungesichert im Obergeschoss zu lagern.
An diesem Samstag soll nun endlich das Dach gedeckt werden und daher fahren wir wieder nach Stromberg, um dabei zuzuschauen. Als wir ankommen, ist allerdings kein Dachdecker zu sehen. Dampfsperre, Dachlatten und Regenrinne sind aber fertig montiert.
Dampfsperre und Dachlattung fertig montiert
Das Dach ist also fertig vorbereitet, um mit den Dachziegeln belegt zu werden. Wie wir später erfahren, wurden die Ziegel nicht geliefert und daher verzögert sich die Aktion bis in die nächste Woche. Wir sind etwas nervös, weil wir für Montag und Dienstag der darauffolgenden Woche einen festen Termin mit dem Solateur haben. Der kann die Module aber erst montieren, wenn die Ziegel gelegt sind. Der Dachdecker verspricht, daß er das schafft und so sind wir beruhigt.
Hier noch ein paar Fotos vom Dachstuhl
Dampfsperre und Dachlattung fertig montiertDampfsperre und Dachlattung fertig montiertDachsparren durch den noch offenen Einstieg zum Spitzboden gesehen
und einige Bilder des Dachüberhangs mit der Regenrinne:
Dachüberstand und RegenrinneDachüberstand und RegenrinneDachüberstand und Regenrinne
Auch wenn die Ziegel noch nicht auf dem Dach liegen, sind wir froh, die Fortschritte gesehen zu haben. Es dauert nun nicht mehr lange, bis der Bau zumindest gegen Tropfwasser von oben geschützt ist und weiter austrockenen kann (Schutzart IP01 statt IP00. IP44 kommt dann, wenn Fenster und Türen drin sind).
Am 20. April ist es endlich soweit. Der Zimmermann hat seine Arbeit fertiggestellt und wir können endlich Richtfest feiern.
Wir wollen früh in Düsseldorf losfahren, weil wir ja noch den Anhänger in Wöllstein abholen und die Party vorbereiten müssen. Da wir die gekühlten Sachen aber erst morgens ins Auto räumen können, wird’s dann doch 10 Uhr bis wir loskommen. Um kurz nach 12 sind wir in Stromberg. Wir hatten eigentlich mindestens drei Zimmerleute auf dem Dach erwartet, aber es war niemand da. Nunja, wahrscheinlich Mittagspause. Später stellte sich aber heraus, daß der Zimmermann am Vormittag schon fertiggeworden war. Er hatte allerdings einen Sparren zu wenig und war losgefahren, um den noch zu holen.
Der Dachstuhl ist fertig, der Richtbaum ist aufgebaut und das Fest kann beginnen
Wir laden erst mal das Auto aus. Li bleibt an der Baustelle, schafft die Sachen ins Erdgeschoss und bereitet vor, was möglich ist. Wolfgang, unser Studienkollege aus Darmstadt, hat sich zum Helfen angekündigt. Er hat sich in Schindeldorf ein Zimmer für die Nacht gemietet. Ich fahre nach Wöllstein um den Anhänger abzuholen. Auf der Rückfahrt nach Stromberg kommt Gernot mit, so daß wir nun genügend helfende Hände für die Vorbereitungen haben. Bei dem strahlenden Sonnenschein ist das Entladen des Anhängers allerdings eine schweißtreibende Angelegenheit. Schade nur, daß ich selbst nicht helfen kann, denn ich muß zum 12 km entfernten Campingplatz in Spabrücken, um den Wohnwagen für die Nacht klarzumachen. Wir rechnen mit später Ankunft und damit, daß wir dann nur noch ins Bett fallen wollen.
Ich schaffe es nicht ganz, bis um 15:00 Uhr zurück zu sein und rechne damit, daß die Zeremonie ohne mich stattfindet. So schnell sind die Beteiligten dann aber doch nicht. Erste Gäste haben sich eingefunden, Verwandte und Nachbarn. Sie unterhalten sich bereits rege und die Stimmung ist gut.
Nach und nach kommen weitere Gäste dazu und auch der Architekt, der Bauzeichner und der Polier von der Baufirma sind dabei. Dann kommen auch noch der Elektriker mit zwei seiner Handwerker und der Heizungsbauer dazu. Auch der Zimmermann ist nun mit seinem letzten Sparren wieder am Platz und weil nun sein Gehilfe nicht mehr da ist, darf ich ihm helfen, diesen Sparren auf’s Dach zu hieven. Ein Sparren mit zwei Leuten, das geht, aber den gesamten Dachstuhl von Hand hochschaffen, nein, nicht mit mir. Ich denke aber, daß die am Vormittag einen Kran benutzt haben.
Dann ist es endlich soweit, der Zimmermann, Herr Klippel, steht auf dem First und spricht zu seinem Publikum.
Zimmermann beim Richtspruch
Geschafft von den Vorbereitungen sind wir leider beide nicht in der Lage eine angemessene Dankesrede zu halten. So ziehen wir uns dann alle ins Haus zurück und lassen die Feier weitergehen.
Wir können uns gut mit den zukünftigen Nachbarn unterhalten, die sich untereinander schon kennen, obwohl einige auch erst kürzlich hierhergezogen sind. Nur zwei oder drei wohnen schon seit fast 20 Jahren hier, die meisten anderen erst seit zwei Jahren oder weniger. Es scheint eine gute Mischung zu sein, es sind Leute um die 30, die kleine Kinder haben und Leute bis 80, deren Kinder schon lange aus dem Haus sind.
Die Feier zieht sich, da auch am Abend noch Gäste kommen, die tagsüber arbeiten mußten. So wird es dann 11 Uhr nachts, bis wir am Campingplatz ankommen. Aufgeräumt wird morgen.
Wir sind überzeugt, daß es eine schöne Feier war, auch wenn am Schluß das Bier alle war. Die letzten Gäste mußten dann statt leckerem Düsseldorfer Alt den Sekt der Wöllsteiner Winzergenossenschaft trinken. Naja, das geht im Notfall auch.
In einer Woche wollen wir Richtfest feiern und fahren daher an diesem Wochenende zur Vorbereitung wieder in den Hunsrück. Auf dem Weg dorthin besuchen wir Stefan und Monika in Weilerswist und leihen uns von ihnen eine Bierzeltgarnitur. Gut daß wir einen Anhänger haben. Wir schaffen den Anhänger mit Bierzeltgarnitur, Tischen, Stühlen und Grills nach Wöllstein. Dort kann er eine Woche stehen bist die Party beginnt.
In Wöllstein halten wir uns nicht lange auf, aber wir müssen schon noch in die Winzergenossenschaft, um Wein und Sekt zu kaufen. Schließlich ist das hier eine Weingegend und die Gäste werden ganz sicher viel mehr Wein als Bier trinken.
Auf dem Weg zurück nach Düsseldorf besuchen wir kurz die Baustelle. Es gibt nun deutliche Fortschritte. Die Filigrandecke ist auf dem Obergeschoss, der Heizungsbauer hat schon die flexiblen weißen Rohre für die Wohnraumlüftung verlegt und der Elektriker hat die Deckenkabel in schwarzen Leerrohren zu den Positionen der Deckenlampen geführt.
Filigrandecke des Obergeschosses mit Lüftungsrohren und Deckenkabeln
Am kommenden Mittwoch soll die Obergeschossdecke betoniert werden und dann kann der Zimmermann schon am Freitag den bereits vorbereiteten Dachstuhl aufbauen, so daß ab 15:00 Uhr das Richtfest starten kann. Wir können kaum glauben, wie schnell nun alles geht.
Von der Obergschossdecke ist nun eine Aussicht zu genießen, die wir später nicht mehr haben werden.
Aussicht vom Spitzboden nach Süden.
Auf dieser Ebene wir in einer knappen Woche der Dachstuhl montiert.
Trotz des mulmigen Gefühls, ob sich da keiner mit dem Termin für das Richtfest verrechnet hat, verteilen wir die Einladungen in der Nachbarschaft.
Einladung zum RichtfestEinladung zum Richtfest
Am 26.03. hatten wir eine Besprechung mit dem Heizungsbauer, der auch für Klima, Wasser und Abwasser zuständig ist. Es ging im wesentlichen um’s Kennenlernen, aber wir wollten auch wissen welche Geräte er installieren wird. Es stehen noch nicht alle Details fest, aber die Wärmepumpe wird eine VITOCAL 200‑S von Viessmann sein und die Lüftungsanlage von Zehnder, Typ Zehnder ComfoAir Q450 TR.
Am 27.03. konnten wir auch den Elektriker kennenlernen und mit ihm unsere Wünsche zur Verkabelung besprechen. Er macht einen sehr kompetenten Eindruck. Außer dem Stromnetz soll er auch die Kabel für Satellitenfernsehen (Koax), Netzwerk und Telefon (jeweils Cat 7a) verlegen. Außerdem installiert er die Gegensprechanlage für die Haustür und ein zusätzliches Erdkabel für den Antennen-Blitzschutz. Ich plane, einen Antennenmast an der nördlichen Seite des Carports zu installieren.
Der Bau macht nun Fortschritte. Erdgeschossdecke und Carportdecke sind gegossen und inzwischen soweit ausgehärtet, daß das Obergeschoss gemauert werden kann. Hier ein paar Fotos:
Die Terrassenmauer ist bereits fertigObergeschoss mit betoniertem Boden und TreppeAll diese Steine müssen noch gemauert werden
Im Februar hatten wir zwei Fensterhersteller besucht und uns die Technik und die Möglichkeiten erklären lassen. Die Entscheidung war nicht einfach, wir haben uns letztlich für die Firma Wies aus Spabrücken entschieden, weil die Verwandtschaft aus Wöllstein gute Erfahrungen mit denen gemacht hat.
Zum Schutz gegen Lärm und Wärmeverluste sind alle Fenster dreifach verglast und mit Argon gefüllt. Außerdem dienen die Fenster natürlich auch dem Schutz gegen Einbruch. Sie werden dazu in verschiedene Widerstandsklassen eingeteilt. Sie sind durch die Zeitdauer definiert, die ein Einbrecher mit einem definierten Werzeugsatz benötigt, bevor das Fenster nachgibt. Für normale Wohnhäuser ohne erhebliche Wertgegenstände kommen nur die Klassen RC1 und RC2 in Frage. Sie unterscheiden sich im verwendeten Glas und den Beschlägen mit ihren Verriegelungen.Wir haben uns bei allen Fenstern für RC1 entschieden, einige der Fenster haben aber verstärktes 6mm Verbundsicherheitsglas (VSG).
Die RC1-Beschläge von Wies sollen für den gewöhnlichen Einbrecher hinreichend schwer zu öffnen sein. Sie haben standardmäßig bereits gegenläufige Pilzkopfverriegelungen und Aushebelsicherungen. Das Verbundsicherheitsglas soll Hammerschlägen so lange widerstehen, bis die Nachbarschaft aufmerksam geworden ist. Weitergehender Einbruchsschutz für Wohngebäude ist nach übereinstimmender Aussage der Fensterhersteller in der Wohnlage nicht notwendig, solange es nicht von einer Versicherung ausdrücklich verlangt wird.
Die Fenster sind nun bestellt und werden gefertigt. Der Einbau soll im Mai erfolgen.
Heute haben wir die Photovoltaikanlage bei der Firma Solarzentrum Rheingau in Eltville bestellt. Wir hatten uns bereits vor einigen Wochen für Heckert Module und den S10 E BLACKLINE (3ph) Wechselrichter von E3DC mit 10 kWh Akku entschieden. Vor einer festen Bestellung wollten wir allerdings noch ein Gegenangebot einholen. Dazu haben wir vergangene Woche, am 20. Februar, die Firma Sonnenkönig in Nieder-Olm besucht. Die wollten aber die gesamten Kosten der Anlage vorab haben und boten uns als Sicherheit ein Blatt Papier von einer Versicherung an. Das war uns zu windig, zumal sie auch noch etwa 1500 Euro teurer waren, als der Wettbewerber.
Die Module werden montiert, sobald das Dach gedeckt ist. Das soll voraussichtlich in der zweiten Maiwoche passieren. Der Wechselrichter kann leider erst installiert werden, wenn Türen und Fenster eingebaut sind und der Technikraum soweit hergerichtet ist, daß Geräte installiert werden können. Das wird mit etwas Glück Ende Juli der Fall sein, es kann aber auch August werden.
Nach der Besprechung mit dem Solateur in Nieder-Olm besuchen wir wieder einmal unsere Baustelle in Stromberg. Es ist kalt, vereinzelt liegt noch Schnee und die Fortschritte gegenüber unserem letzten Besuch sind dementsprechend bescheiden. Dennoch ist es sonnig und wir können ein paar Fotos vom Stand der Dinge machen.
Gesamtansicht aus südwestlicher Richtung auf den Carport.
Viele Stützen halten die Filigrandecken solange, bis darauf der Beton gegossen und ausgehärtet ist.
Blick nach Süden aus unserem zukünftigen Obergeschoss
Zum erstenmal können wir von der Ebene des Obergeschosses einen Blick nach Süden werfen. Die Höhe ist ausreichend, um die Baumreihe, die den Golfplatz begrenzt, zu überblicken.
Die Erdgeschossdecke ist verlegt.
Hier sieht man die Filigrandecke des Ergeschosses mit den Elektrokabeln für die Deckenlampen. Erst wenn die Rohre für die kontrollierte Wohnraumlüftung verlegt sind und die Außentemperaturen stimmen, kann die Decke zum Obergeschoss gegossen werden.
Filigrandecke des Carports
Hier sieht man die Filigrandecke des Carports. Sie liegt auf der Ebene der Kellerdecke. Mit Beton ausgegossen bildet sie den Boden der Terrasse.
Blick aus dem Obergeschoss nach Südwesten
Hier noch ein Blick über das Obergeschoss in südwestliche Richtung.
Tatsächlich sind auch noch ein paar Grundstücke zu haben.
Bauplätze zu Verkaufen: 1, 2, 4, 8, 26 und 35 bis 38 sind noch zu haben.
Wir bauen auf den Plätzen 22 und 23. Ruhige Lage und angenehme Nachbarschaft. Wie wär’s?
Nach vielem Mitlesen im Photovoltaikforum, einigen Emails und zwei Besuchen bei Solateuren vor Ort, haben wir uns nun entschieden, zwei Dächer mit knapp 10kWp Modulen zu bestücken. Diese Grenze sollte man nach der momentanen Rechtslage nicht überschreiten, weil sonst auch für den selbst verbrauchten Strom EEG Umlage bezahlt werden muß. Das ist widersinning und kommerziell völlig unattraktiv. Auf beide Dachflächen könnten wir bis zu 35 Stück der aktuellen 300Wp Mittelklassemodule z.B. von der Firma Heckert installieren:
Dachbelegung mit Heckert Modulen
Wahrscheinlich werden wir die oberen drei Paneele des breiten Daches unbestückt lassen und kommen dann auf 9.6 kWp. Wegen der „70%-Regel“ dürfen wir dann eine maximale Leistung von 9.6 * 70% = 6,72 kW einspeisen. Das ist weniger dramatisch als es klingt, denn der Ertrag übersteigt nur selten diese 70% von der Spitzenleistung. Dennoch kann das bis zu 5% ausmachen, die wir aber mit einem intelligent gesteuerten Akku für uns selbst nutzen können.
Wir haben nun zwei Angebote für die Photovoltaikanlage mit Lithium-Speichern zwischen 5 und 10 kWh bekommen. Das eine basiert auf einem Fronius Symo Hybrid-Wechselrichter, das andere Angebot verwendet eine Komplettlösung von E3DC namens S10 E BLACKLINE (3ph). Der Fronius Wechselrichter ist unterdimensioniert, denn er kann nur maximal 5 kW Ausgangsleistung einspeisen. Die wird die 10 kWp Anlage zwar nicht oft überschreiten, aber wir wollen ja nichts verschenken. 5 kW liegt auch deutlich unter den 6,72 kW, die erlaubt sind. Außerdem hat der Fronius Wechselrichter nur einen MPP Tracker, was nicht ausreicht, um die beiden unterschiedlich ausgerichteten Dachflächen zu verarbeiten.
Das E3DC-System macht einen vernünftigen Eindruck. Es scheint eine runde und ausgereifte Sache zu sein und daher sind wohl auch die Kosten etwas höher als eingeplant. Außerdem gibt es 10 Jahre Garantie auf das komplette System, inklusive der Akkus. Der Anbieter garantiert, daß die Akkus nach 10 Jahren noch 80% ihrer Nennkapazität haben. Damit sollte also für 10 Jahre ein sorgenfreier Betrieb möglich sein. Nach zehn Jahren sollte man mit 80% Akkukapazität auch noch ein paar Jahre dranhängen können, ohne die Akkus zu ersetzen.
Außerdem ist von E3DC eine Wallbox zum Laden eines Elektroautos verfügbar. Die steuert dann den Ladestrom so, daß die überschüssige Energie aus der Photovoltaik nicht ins Netz sondern ins Auto eingespeist wird.
Sowohl Fronius als auch E3DC bieten bei Netzausfall echten 3‑phasigen Notstrom. Fronius begrenzt dabei die Leistung auf 5 kW, E3DC auf 3 kW. E3DC kann asymmetrische Lasten treiben, also die kompletten 3 kW auf eine Phase einspeisen. Bei Fronius ist das aus dem Datenblatt nicht klar erkennbar. Es könnte sein, daß auf einer Phase nur knapp 1,7 kW entnehmbar sind. Das würde dann nicht ohne weiteres für eine einphasig angeschlossene Herdplatte oder Kaffeemaschine reichen.
Wir tendieren also im Moment zu dem E3DC System. Allerdings hat uns der Solateur aus Eltville nicht 100% ig überzeugt. Daher sind wir auf der Suche nach einem Alternativangebot.