Wir sind erleichtert: der Keller ist erfolgreich ausgehoben. Wegen des felsigen Untergrunds mit teilweise sehr großen Steinen war das eine Unwägbarkeit, die noch prohibitiv hohe Kosten hätte verursachen können, bis hin zum Umplanen und Weglassen des Kellers.
Alle notwendigen Rohre sind verlegt und so kann am 27.10. die Bodenplatte gegossen werden. Hier sind Fotos vom 31.10.
Vier Tage nach dem Gießen der Bodenplatte kann sie betreten werdenDie Bodenplatte von der oberen Straße aus gesehen.
Nach einigen Iterationen haben wir uns endlich auf Baupläne geeingt, die wir beim Bauamt einreichen:
So soll’s dann mal werden…
Und hier die Pläne:
Bauzeichnung des KellersBauzeichnung des ErdgeschossesBauzeichnung des Obergeschosses
Wegen des felsigen Untergrundes haben wir lange gezögert, das Haus voll zu unterkellern. Der Bauunternehmer wusste von Fällen zu berichten, in denen die Baugrube nicht auszubaggern war, weil man im wahrsten Sinne auf Granit gebissen hat. Die Bauherren mussten die Pläne ändern und auf den Keller verzichten. Daher sahen die ersten Pläne nur eine halbe Unterkellerung vor. Nachdem dann aber unser Nachbar eine volle Baugrube hat ausheben lassen, sind wir dann auch zur Vollunterkellerung übergegangen, die nebenbei bemerkt in unserem Fall nicht einmal teurer ist. So konnte dann doch eine Garage im Keller integriert werden.
Endlich ist es soweit, wir machen Nägel mit Köpfen: am 07. Oktober 2016 unterschreiben wir den Kaufvertrag bei dem Notar in Stromberg. Das ist der Startschuß für die Planungen des Hausbaus.
Schon ein paar Wochen vorher haben wir uns ein preisgünstiges Architekturprogramm zugelegt, mit dem bereits erste Grundrisse gezeichnet sind. Der bereits vorher geplante dreiwöchige Südafrikaurlaub ab Anfang November gibt uns die Gelegenheit, die Entwürfe in Ruhe reifen zu lassen und sie weiter zu verbessern. Sie sind sehr hilfreich beim anstehenden Abklappern der Bauunternehmer.
Da wir zwischen Darmstadt und Mannheim nichts passendes gefunden haben, mussten wir den Suchradius weiter erhöhen. So sind wir auf der linksrheinischen Seite im Hunsrück, genauer dem Soonwald, fündig geworden. Der Ort Stromberg hat etwas über 3000 Einwohner und bietet alles, was man für den täglichen Bedarf benötigt, Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und ärztliche Versorgung. Bingen als nächste größere Stadt ist 17km entfernt, Mainz 45km. Zur Stadt Stromberg gehört der 2km entfernte Ortsteil Schindeldorf, der durch seinen Ferien- und Erholungspark, den Golfplatz und das Golf Hotel im lokalen Umkreis bekannt ist.
In Schindeldorf wurden 2016 viele Baugrundstücke zum Preis von 79€/m² verkauft. Das lag im Rahmen dessen, was wir zu zahlen gewillt waren und so ist Li zunächst einmal ohne mich dorthingefahren, um den Makler zu treffen und die Lage zu erkunden. Gegenüber den auf der rechtsrheinischen Seite gesehenen Baugrundstücken war ihr Eindruck sehr positiv und so sind wir am nächsten Wochenende nochmal gemeinsam hingefahren, damit auch ich mir ein Bild mache. Die Eindrücke ließen wir dann nochmal ein oder zwei Wochen sacken und beim nächsten Besuchstermin haben wir unter den noch nicht verkauften Grundstücken ausgewählt. Der Preis erlaubte uns, gleich zwei benachbarte Parzellen, nämlich 226⁄46 und 226⁄68 mit einer Gesamtfläche von 1184 m² zu kaufen (Bebauungsplan (3MB) und die Beschreibung dazu (260kB)).
Noch stehen Eichen auf unserem zukünftigen Bauplatz
Das Grundstück hat Südhanglage mit insgesamt etwas über 6m Gefälle. Die Sicht in Richtung Süden ist unverbaubar. Es eignet sich damit besonders für den Bau einer Photovoltaikanlage und auch Amateurfunk sollte zumindest in Ost‑, Süd- und Westrichtung sehr gut funktionieren.
Schon lange haben wir überlegt, ob unser jetziges Haus in Düsseldorf uns auch bei fortschreitendem Alter die gewohnte und notwendige Lebensqualität bieten kann. An den eigenen Eltern konnten wir hautnah beobachten, wie sich die physischen Möglichkeiten im Alter reduzieren. Irgendwann werden die für selbstverständlich erachteten Dinge nicht mehr funktionieren und wir werden auf technische und irgendwann vielleicht menschliche Hilfe angewiesen sein.
Für beides ist unser jetziges Haus ziemlich ungeeignet. Es wird schon schwierig werden, auch nur einen Treppenlift einzubauen. Die Türen sind für einen Rollstuhl eigentlich zu schmal und Hindernisfreiheit für Dusche und Badewanne ist nur schwer zu erreichen. Eine Wohnung für eine eventuell notwendige Pflegekraft ist auch nicht vorhanden.
So reifte mehr und mehr der Entschluß, neu zu bauen. In der Standortfrage waren wir relativ offen. Nach den Beobachtungen und eigenen Erfahrungen in einem weit entfernten Land, nämlich Südafrika, haben wir uns allerdings gegen einen anderen Kontinent und gegen nicht-deutschsprachige europäische Länder entschieden. Auch eine Großstadt, insbesondere auch Düsseldorf wären in Frage gekommen. Bezahlbare Grundstücke in angenehmer Nachbarschaft sind allerdings nicht vorhanden. Auch außerhalb werden Preise verlangt, die wir nicht aufbringen wollen und können. Aus nostalgischen Gründen haben wir uns die Gegend um Darmstadt angeschaut. Selbst im tiefen Odenwald werden Preise von über 200€/m² Bauland verlangt. Dafür bekommt man dann Bauland in der Nähe der einzigen Landstraße, die regelmäßig im Berufsverkehr verstopft ist und einen Verkehrslärm verursacht, dem wir uns nicht aussetzen wollen. Südlich in Richtung Mannheim und nördlich Richtung Darmstadt und Frankfurt steigen die Baulandpreise dann wieder kräftig an.