Schon lange haben wir überlegt, ob unser jetziges Haus in Düsseldorf uns auch bei fortschreitendem Alter die gewohnte und notwendige Lebensqualität bieten kann. An den eigenen Eltern konnten wir hautnah beobachten, wie sich die physischen Möglichkeiten im Alter reduzieren. Irgendwann werden die für selbstverständlich erachteten Dinge nicht mehr funktionieren und wir werden auf technische und irgendwann vielleicht menschliche Hilfe angewiesen sein.
Für beides ist unser jetziges Haus ziemlich ungeeignet. Es wird schon schwierig werden, auch nur einen Treppenlift einzubauen. Die Türen sind für einen Rollstuhl eigentlich zu schmal und Hindernisfreiheit für Dusche und Badewanne ist nur schwer zu erreichen. Eine Wohnung für eine eventuell notwendige Pflegekraft ist auch nicht vorhanden.
So reifte mehr und mehr der Entschluß, neu zu bauen. In der Standortfrage waren wir relativ offen. Nach den Beobachtungen und eigenen Erfahrungen in einem weit entfernten Land, nämlich Südafrika, haben wir uns allerdings gegen einen anderen Kontinent und gegen nicht-deutschsprachige europäische Länder entschieden. Auch eine Großstadt, insbesondere auch Düsseldorf wären in Frage gekommen. Bezahlbare Grundstücke in angenehmer Nachbarschaft sind allerdings nicht vorhanden. Auch außerhalb werden Preise verlangt, die wir nicht aufbringen wollen und können. Aus nostalgischen Gründen haben wir uns die Gegend um Darmstadt angeschaut. Selbst im tiefen Odenwald werden Preise von über 200€/m² Bauland verlangt. Dafür bekommt man dann Bauland in der Nähe der einzigen Landstraße, die regelmäßig im Berufsverkehr verstopft ist und einen Verkehrslärm verursacht, dem wir uns nicht aussetzen wollen. Südlich in Richtung Mannheim und nördlich Richtung Darmstadt und Frankfurt steigen die Baulandpreise dann wieder kräftig an.