Endlich ist der Installateur soweit, daß die Wohnraumlüftung in Betrieb genommen werden kann. Er hat eine Zehnder ComfoAir Q450 TR installiert. Sie kann pro Stunde bis zu 450 m³ Luft austauschen. Die Wärme wird dabei zum großen Teil zurückgewonnen und die Luft wird gefiltert. Wir erhoffen uns, daß wir dadurch nur noch in Ausnahmefällen über die Fenster lüften müssen. Dadurch sollten wir deutlich weniger Ärger mit Fliegen und sonstigen Insekten im Haus haben und auch Blütenstaub dürfte zum großen Teil ausgefiltert werden.
Wie die folgenden Bilder zeigen, sind eine Menge dicker Rohre dazu notwendig.


Die prinzipielle Funktionsweise ist recht simpel: Über Deckenventile wird Luft aus den Räumen abgesaugt und nach draußen geblasen, während die gleiche Menge Außenluft über andere Deckenventile nach innen geleitet wird. Beide Luftströme passieren einen Wärmetauscher, der dafür sorgt, daß die Temperatur der Innenluft möglichst gehalten wird. Im Winter soll es also warm bleiben, im Sommer kühl. Über 80% der Wärme soll so zurückgewonnen werden.

Hinter den um 45° geneigten Klappen neben dem Bedienfeld sind die Filter eingesteckt. Sie müssen regelmäßig gereinigt bzw. ersetzt werden. Dasselbe gilt für die Filter in den Deckenventilen.

Das Bedienpanel ist einfach gehalten. Mit den <+> und <->-Tasten wird die stündlich ausgetauschte Luftmenge in drei Stufen eingestellt: niedrig (210 m³/h), normal (300 m³/h) oder hoch (405 m³/h). Darüberhinaus gibt es die Stufe „Abwesenheit“ (ABW), in der nur 70 m³/h ausgetauscht werden. Das ist die Urlaubsstufe, wenn niemand im Haus ist. Die Leistungsaufnahme der Lüftung ist leider nicht vernachlässigbar. Ich habe 25W in der niedigsten Stufe gemessen, 55W bei Normalbetrieb und 125W bei der hohen Geschwindigkeit.
Die ersten Erfahrungen
Die ersten Erfahrungen nach zwei Tagen und zwei Nächten sind weitgehend positiv. Wir haben immer noch eine Menge Feuchtigkeit im Haus und wegen der mit Folie zugehängten Fenster (wegen der Verputzer) können wir über diese im Moment nur eingeschränkt lüften. Seit die Lüftung in Betrieb ist, ist das Raumklima sehr viel angenehmer. Die Geräuschkulisse hält sich entgegen unseren Befürchtungen in engen Grenzen. Direkt unter dem Auslassventil hört man die Luftströmung im Normalbetrieb als leises Rauschen. Obwohl wir empfindlich sind, ist das nicht störend oder gar schlafraubend. Wenn es das wäre, könnten wir die Zirkulation noch auf die unterste Stufe einstellen. Wenn bei einer Party viele Leute im Haus sind, kann man auf die höchste Stufe einstellen, was nur dann hörbar ist, wenn alle ruhig sind.