Wei­te­re Über­le­gun­gen zur Photovoltaik

Nach vie­lem Mit­le­sen im Pho­to­vol­ta­ik­fo­rum, eini­gen Emails und zwei Besu­chen bei Sola­teu­ren vor Ort, haben wir uns nun ent­schie­den, zwei Dächer mit knapp 10kWp Modu­len zu bestücken. Die­se Gren­ze soll­te man nach der momen­ta­nen Rechts­la­ge nicht über­schrei­ten, weil sonst auch für den selbst ver­brauch­ten Strom EEG Umla­ge bezahlt wer­den muß. Das ist wider­sin­ning und kom­mer­zi­ell völ­lig unat­trak­tiv. Auf bei­de Dach­flä­chen könn­ten wir bis zu 35 Stück der aktu­el­len 300Wp Mit­tel­klas­se­mo­du­le z.B. von der Fir­ma Heckert installieren:

Dach­be­le­gung mit Heckert Modulen

Wahr­schein­lich wer­den wir die obe­ren drei Panee­le des brei­ten Daches unbe­stückt las­sen und kom­men dann auf 9.6 kWp. Wegen der „70%-Regel“ dür­fen wir dann eine maxi­ma­le Lei­stung von 9.6 * 70% = 6,72 kW ein­spei­sen. Das ist weni­ger dra­ma­tisch als es klingt, denn der Ertrag über­steigt nur sel­ten die­se 70% von der Spit­zen­lei­stung. Den­noch kann das bis zu 5% aus­ma­chen, die wir aber mit einem intel­li­gent gesteu­er­ten Akku für uns selbst nut­zen können.

Wir haben nun zwei Ange­bo­te für die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mit Lithi­um-Spei­chern zwi­schen 5 und 10 kWh bekom­men. Das eine basiert auf einem Fro­ni­us Symo Hybrid-Wech­sel­rich­ter, das ande­re Ange­bot ver­wen­det eine Kom­plett­lö­sung von E3DC namens S10 E BLACKLINE (3ph). Der Fro­ni­us Wech­sel­rich­ter ist unter­di­men­sio­niert, denn er kann nur maxi­mal 5 kW Aus­gangs­lei­stung ein­spei­sen. Die wird die 10 kWp Anla­ge zwar nicht oft über­schrei­ten, aber wir wol­len ja nichts ver­schen­ken. 5 kW liegt auch deut­lich unter den 6,72 kW, die erlaubt sind. Außer­dem hat der Fro­ni­us Wech­sel­rich­ter nur einen MPP Tracker, was nicht aus­reicht, um die bei­den unter­schied­lich aus­ge­rich­te­ten Dach­flä­chen zu verarbeiten.

Das E3DC-System macht einen ver­nünf­ti­gen Ein­druck. Es scheint eine run­de und aus­ge­reif­te Sache zu sein und daher sind wohl auch die Kosten etwas höher als ein­ge­plant. Außer­dem gibt es 10 Jah­re Garan­tie auf das kom­plet­te System, inklu­si­ve der Akkus. Der Anbie­ter garan­tiert, daß die Akkus nach 10 Jah­ren noch 80% ihrer Nenn­ka­pa­zi­tät haben. Damit soll­te also für 10 Jah­re ein sor­gen­frei­er Betrieb mög­lich sein. Nach zehn Jah­ren soll­te man mit 80% Akku­ka­pa­zi­tät auch noch ein paar Jah­re dran­hän­gen kön­nen, ohne die Akkus zu ersetzen.

Außer­dem ist von E3DC eine Wall­box zum Laden eines Elek­tro­au­tos ver­füg­bar. Die steu­ert dann den Lade­strom so, daß die über­schüs­si­ge Ener­gie aus der Pho­to­vol­ta­ik nicht ins Netz son­dern ins Auto ein­ge­speist wird.

Sowohl Fro­ni­us als auch E3DC bie­ten bei Netz­aus­fall ech­ten 3‑phasigen Not­strom. Fro­ni­us begrenzt dabei die Lei­stung auf 5 kW, E3DC auf 3 kW. E3DC kann asym­me­tri­sche Lasten trei­ben, also die kom­plet­ten 3 kW auf eine Pha­se ein­spei­sen. Bei Fro­ni­us ist das aus dem Daten­blatt nicht klar erkenn­bar. Es könn­te sein, daß auf einer Pha­se nur knapp 1,7 kW ent­nehm­bar sind. Das wür­de dann nicht ohne wei­te­res für eine ein­pha­sig ange­schlos­se­ne Herd­plat­te oder Kaf­fee­ma­schi­ne reichen.

Wir ten­die­ren also im Moment zu dem E3DC System. Aller­dings hat uns der Sola­teur aus Elt­ville nicht 100% ig über­zeugt. Daher sind wir auf der Suche nach einem Alternativangebot.

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